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BMBF fördert For­schung der TU Dort­mund am CERN mit 3,7 Millionen Euro

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Blick in eine Experimentierhalle mit großen technischen Anlagen © CERN
Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am CERN. Hier arbeiten rund 40 Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler der TU Dort­mund an zwei Projekten mit.

Am CERN, dem weltweit größten Zentrum für Teilchenphysik, versuchen Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler aus der ganzen Welt, neue Teilchen zu finden. Zudem erforschen sie Eigenschaften und Wechselwirkungen bereits bekannter Elementarteilchen, um bisher offene Fragen der Physik lösen zu können. An zwei der vier großen Projekte, die am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) laufen, sowie an der begleitenden Entwicklung theoretischer Modelle sind rund 40 Physikerinnen und Physiker der TU Dort­mund beteiligt. Ihre Arbeit fördert das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bildung und For­schung (BMBF) mit 3,7 Millionen Euro ab 2019 für 2,5 Jahre.

Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler der Fakultät Physik der TU Dort­mund beteiligen sich unter der Leitung von Prof. Kevin Kröninger am ATLAS-Experiment, ihre Kolleginnen und Kollegen um Prof. Bernhard Spaan arbeiten am Large Hadron Collider beauty (LHCb)-Experiment. Die Ziele beider Experimente sind der Test des Standardmodells und die Suche nach neuen Phänomenen – allerdings mit unterschiedlichem Fokus: Die ATLAS-Forscherinnen und -Forscher sind auf der Suche nach bisher unbekannten Kräften und Elementarteilchen. Beim LHCb-Experiment stehen Präzisionsmessungen und die Suche nach seltenen Zerfällen im Mittelpunkt. Die Arbeit der TU-Physikerinnen und -Physiker wird durch theoretische Untersuchungen zu den am LHC stattfindenden Prozessen unterstützt. Diese begleitenden Untersuchungen führt die dritte Arbeitsgruppe der TU Dort­mund um Prof. Gudrun Hiller durch. Theoretische Modelle und Analysen sind notwendig, um die Daten zu interpretieren.

Die Förderung des BMBF ist sowohl für die Wartung und den Betrieb als auch für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Experimente essenziell. Die Infrastruktur, die die Forscherinnen und Forscher für ihre Arbeit nutzen, muss stetig den aktuellen Anforderungen der Projekte angepasst werden. Zudem ist es für die Arbeit der experimentellen Teilchenphysikerinnen und -physiker der TU Dort­mund notwendig, regelmäßig vor Ort am CERN zu forschen. Diese Aufenthalte werden ebenfalls durch das BMBF gefördert.

Umbauarbeiten am LHC

Der Teilchenbeschleuniger LHC ist bis ca. Ende 2020 wegen Umbauarbeiten, die die Funktionalität der Anlage verbessern sollen, nicht in Betrieb. Wenn der LHC wieder betriebsbereit ist, werden die beschleunigten Kernbausteine bei einer Energie von 14 Teraelektronenvolt aufeinanderprallen – heftiger als je zuvor. „Die erhöhte Schwerpunktenergie eröffnet uns neue Möglichkeiten, bisher unbeobachtete Phänomene und neue Elementarteilchen – falls diese existieren – sichtbar zu machen“, sagt Prof. Kevin Kröninger.

Die For­schung der Dort­mun­der Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler ruht in der Betriebspause des Teilchenbeschleunigers nicht. „Wir sind damit beschäftigt, die Daten auszuwerten, die wir in den vergangenen Jahren erfasst haben. Zudem müssen wir unsere Experimente weiterentwickeln beziehungsweise umbauen, um die Funktionalitäten des erneuerten LHC ab 2021 bestmöglich nutzen zu können“, so Prof. Bernhard Spaan.

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Der Campus der Technischen Universität Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Universität Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.