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Berufsausbildung an der TU Dort­mund wegen Co­ro­na-Pandemie angepasst

Ungewöhnlicher Start in die Berufsausbildung

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Eine junge Frau hält eine Akte in der Hand. © Martina Hengesbach​/​TU Dort­mund
Start im Homeoffice, jetzt aber zwei Tage pro Woche im Büro: Alicia Wachholz erlernt an der TU Dort­mund den Beruf der Kauffrau für Büromanagement.

Schritt für Schritt zurück zur „normalen“ Aus­bil­dung? Die TU Dort­mund hat die Berufsausbildung für ihre rund 120 Azubis umgestellt. 28 Schulabgängerinnen und -abgänger, die zum 3. August neu an die Uni­ver­si­tät gekommen sind, erleben eine etwas andere Form der Aus­bil­dung.

Die neuen Azubis erlebten vor sechs Wochen einen ungewöhnlichen Einstieg in die Berufsausbildung an der Uni­ver­si­tät: Jeder von ihnen – ob kaufmännisch oder gewerblich – erhielt am ersten Arbeitstag ein Laptop. Aufgespielt hatte das IT & Medien Centrum eine Vielzahl an Programmen für digitales Arbeiten, unter anderem für Videokonferenzen. Und am zweiten Tag ihrer Aus­bil­dung waren alle im Homeoffice, denn das Kennenlernen fand nicht wie traditionell mit einer Exkursion, sondern im Netz statt.

„Positiv überrascht war ich, wie die Gruppenbildung in dieser ersten Woche gelaufen ist“, sagt Dirk Kanwischer von der Personalentwicklung. Gemeinsam mit Jessica Zajac und Mandy Grünheit hatte er in den Monaten zuvor an Kon­zep­ten gearbeitet, um die Aus­bil­dung trotz der Co­ro­na-Pandemie sicherzustellen und die Voraus­setz­ungen zu schaffen, dass auch der jüngste Jahrgang eine solide Lehre absolvieren kann.

Zwei Tage Berufsschule, zwei Tage in der Uni­ver­si­tät, am Freitag Homeoffice

Zum Beispiel Alicia Wachholz. Die 20-Jährige erlernt den Beruf der Kauffrau für Büromanagement: „Ich bin, nachdem ich den Ausbildungsvertrag unterschrieben hatte, schon davon ausgegangen, dass Aus­bil­dung stattfindet“, sagt sie. „Ich habe aber nicht damit gerechnet, so schnell ins Homeoffice zu kommen.“ Erst seit Ende August arbeitet sie auch auf den Campus. Aktuell teilt sie sich mit Ausbilder Kanwischer das Büro – geschützt durch eine Plexiglasscheibe, wie es das Hygienekonzept der Abteilung vorsieht. Zwei Tage Berufsschule, zwei Tage vor Ort in der Uni­ver­si­tät und am Freitag im Homeoffice – so sieht ihr Wochenplan derzeit aus.

„Es ist bisher sehr gut gelaufen“, blickt Ausbilder Kanwischer auf das vergangene Halbjahr zurück. Während der Pandemie hat das Team viele Lehrinhalte so aufbereitet, dass die kaufmännischen Auszubildenden zu Hause lernen konnten. Das galt insbesondere für die jungen Men­schen, die zum 18. März komplett ins Homeoffice wechseln und sich auf ihre Prüfungen vorbereiten mussten.

Kanwischer ist froh, dass die Hy­giene­kon­zepte die Rückkehr der Auszubildenden an die Uni­ver­si­tät Schritt für Schritt ermöglichen. Das gilt natürlich vor allem für die Gewerblichen: Ein Werkstück lässt sich kaum digital über das Netz bearbeiten, Handwerk findet vor Ort in Werkstatt und Labor oder den anderen Universitätsräumen statt.

„Sämtliche Feedback-Runden sind bislang positiv ausgefallen“

Das erleben auch Tom Siemiontkowski (21), Ruben Wittenberg (17) und Philipp Seiffert (16), die Industriemechaniker werden. Mit Eintritt in die TU Dort­mund erhielten auch sie ihr Laptop, absolvierten digital die Vorstellungsrunde, lernten den Azubi-Knigge und den Arbeitsschutz kennen und bewiesen in einem Escape-Room-Spiel ihre Teamfähigkeit. Aber bereits die zweite Woche ihrer Aus­bil­dung fand in der Werkstatt statt – und zwar an vier Tagen die Woche. Einen Tag geht es in die Berufsschule.

„Wir haben das Glück, dass im Maschinenbaugebäude III eine großzügige Lehrwerkstatt ist“, sagt ihr Ausbilder Jörg Quaß (54). Die Werkbänke stehen weit auseinander, die Schraubstöcke und andere Maschinen sind versetzt angeordnet. Der Raum ist gut belüftet, maximal sechs Personen dürfen in den Raum. Daher endet die Maskenpflicht, die im Gebäude gilt, mit Betreten der Werkstatt. Das erleichtert den Dreien die Arbeit an den Werkstücken.

Dirk Kanwischer zieht eine positive Zwischenbilanz der Aus­bil­dung in Coronazeiten: „Wir haben mit unserem aktuellen Lehrjahr Neuland betreten. Wir wussten nicht, wie er­folg­reich unsere Vorbereitungen sein würden“, sagt er. „Aber sämtliche Feedback-Runden sind bislang positiv ausgefallen.“ Er geht deshalb davon aus, dass die Berufsausbildung trotz Co­ro­na er­folg­reich durchgeführt werden kann. Trotzdem hofft er, dass bald wieder „normale“ Zeiten sind.

Phillip Seifert (16) und...
...und Ruben Wittenberg (17) machen an der TU Dort­mund eine Aus­bil­dung zum Industriemechaniker.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.