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TU Dortmund fördert Talente des Werner-Richard-Berufskollegs in Wetter

Die Schülerinnen und Schüler des Werner-Richard-Berufskollegs in Wetter müssen sowohl ihren Schulalltag als auch die Studien- und Berufsorientierung mit ihren körperlichen Beeinträchtigungen oder Autismus-Spektrum-Störungen meistern. Barbara Bernhard, Talentscout der TU Dortmund, besucht die Schule seit Herbst 2017 regelmäßig und geht mit den Jugendlichen auf die Suche nach Studiengängen, die zu ihnen passen. Sie unterstützt die jungen Frauen und Männer dabei, ihre Potenziale auszuschöpfen. Das Berufskolleg und die TU Dortmund haben ihre Zusammenarbeit am Dienstag, 4. Dezember, mit einer Kooperationsvereinbarung besiegelt.

Die Anmeldelisten zu den Sprechstunden von Barbara Bernhard sind stets gut gefüllt. Sie berät talentierte Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs, wie sie die Zeit nach dem Schulabschluss gestalten können. Dafür bleibt ihr pro Klasse nur ein Jahr Zeit. Die Jugendlichen, die zur Talentscouting-Zielgruppe gehören, haben meist schon eine Ausbildung absolviert und machen dann in nur einem Jahr das fachgebundene Fachabitur beziehungsweise die Fachoberschulreife. „Der begrenzte Zeitraum, in dem wir die Schülerinnen und Schüler beraten können, ist Herausforderung und Chance zugleich. So ist die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen viel intensiver, weil man schnell die passenden Angebote für die Talente finden muss“, sagt Projektkoordinator Christian Stauer, während er gemeinsam mit Schulleiter Christof Hoffmann die Kooperationsvereinbarung unterschreibt. Eine zusätzliche Plakette, die das Berufskolleg als „Schule im NRW-Talentscouting“ kennzeichnet, macht die Kooperation auch nach außen sichtbar.

Begeisterung für das Talentscouting am Berufskolleg

Um den reibungslosen Ablauf des Talentscoutings am Berufskolleg kümmert sich Kirsten Bierwirth, Klassenlehrerin der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung. Sie war sofort vom Talentscouting-Programm begeistert und sorgte mit Schulleiter Christof Hoffmann dafür, dass es knapp zwei Monate nach dem ersten Kennenlernen mit den Talentscouts die erste Sprechstunde gab. Die Jugendlichen werden individuell und ergebnisoffen beraten, wie sie die Zeit nach dem Schulabschluss gestalten können. Für die Beratung nutzen die Talentscouts unterschiedliche Wege: persönliche Gespräche, Facebook oder WhatsApp.

Talentscouting der TU Dortmund 

Das Talentscouting richtet sich vor allem an Jugendliche, die aus einem Umfeld kommen, das sie nicht immer bei den Themen der Studien- und Berufswahl unterstützen kann. Das Werner-Richard-Berufskolleg in Wetter ist eine Schule der Evangelischen Stiftung Volmarstein.
Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) stellt für das Talentscouting bis 2020 rund 14,4 Millionen Euro zur Verfügung. Seit Herbst 2016 beteiligen sich 17 Universitäten und Hochschulen in ganz NRW am Talentscouting. Diese wurden von einer Jury im Rahmen eines landesweiten Ausschreibungsverfahrens ausgewählt.



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