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Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert Sonderforschungsbereiche an der TU Dortmund

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) setzt die Förderung von zwei Sonderforschungsbereichen (SFB) an der TU Dortmund fort: Der internationale SFB/TRR 160 „Kohärente Manipulation wechselwirkender Spinanregungen in maßgeschneiderten Halbleitern“ sowie der SFB 876 „Verfügbarkeit von Information durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung“ werden für jeweils weitere vier Jahre gefördert. Insgesamt stellt die DFG dafür 17,2 Mio. Euro zur Verfügung – 9,3 Mio. Euro für den SFB 876 und 7,9 Mio. Euro für den SFB/TRR 160. Die SFB-Sprecher Prof. Katharina Morik und Prof. Manfred Bayer freuen sich über die erneute Förderung: „Die DFG erkennt damit die Qualität unserer wissenschaftlichen Arbeit an.“

Komplex, schnell, immer im Wandel: Sehr große Datenmengen, auch Big Data genannt, bringen klassische Methoden der Datenverarbeitung an ihre Grenzen. Im SFB 876 erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deshalb Methoden, mit denen solche Datenmengen gesammelt, ausgewertet und genutzt werden können. Im Vergleich zu den einströmenden Daten sind Ressourcen an Rechen- und Kommunikationskapazität, Speicher und Energie begrenzt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an Systemen, die Daten in Echtzeit filtern, analysieren und dann Informationen gewinnen, die zeitnah, verständlich und ohne großen Energiebedarf am Ort der Nutzung zur Verfügung stehen. Dazu werden die Forschungsgebiete der Datenanalyse und der eingebetteten Systeme zusammengebracht. Ihren Einsatz finden die Methoden unter anderem bei Untersuchungen von Galaxien in der Astroteilchenphysik, bei der Bekämpfung von Krebs in der Medizin und bei lernenden Systemen im Internet der Dinge. Ein integriertes Graduiertenkolleg fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter 50 Promovierenden.

SFB 876 geht in die dritte Förderphase 

Sprecherin des SFB 876 ist Katharina Morik, Professorin für Künstliche Intelligenz an der Fakultät für Informatik der TU Dortmund. Seit 2011 fördert die DFG das Großforschungsprojekt, das 2015 in die zweite Förderperiode übergegangen war. Beteiligt sind fünf Fakultäten der TU Dortmund: Informatik, Statistik, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau und Physik. Die TU Dortmund arbeitet dabei zudem mit der Universität Duisburg-Essen, dem Universitätsklinikum Essen sowie der ARTES Biotechnology GmbH und dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS e.V. – zusammen.

SFB/TRR 160 forscht zum Spin von Elektronen

Der Eigendrehimpuls von Elektronen in Halbleitern steht im Mittelpunkt des SFB/TRR 160. Diese quantenmechanische Größe, der sogenannte Spin, beeinflusst die magnetischen Eigenschaften eines Materials und lässt sich durch ein Magnetfeld gezielt steuern. Im Bereich der Spintronik werden Spin-Effekte bereits heute für Speichermedien genutzt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im internationalen Team des SFB/TRR 160 erarbeiten Grundlagen, damit der Spin auch für Schaltprozesse zur Verarbeitung von Information eingesetzt werden kann, die denen in bisherigen Techniken überlegen sind: Die Spinanregungen in Halbleitern sollen so manipuliert werden, dass der damit verbundene Energieaufwand minimal wird. Man spricht von kohärenter Prozessierung. Der SFB/TRR 160 umfasst das dafür nötige Spektrum an Materialtechnologie, kohärenter Spektroskopie und detaillierter Modellierung.

Großforschungsprojekt wird seit 2015 gefördert

Sprecher des SFB/TRR 160 ist Manfred Bayer, Professor für Experimentelle Physik – Laserspektroskopie kondensierter Materie an der Fakultät Physik der TU Dortmund. Die DFG förderte das Großforschungsprojekt von 2015 an über eine Laufzeit von zunächst vier Jahren. Kooperationspartner sind das russische Ioffe Institute¸ das zur Russischen Akademie der Wissenschaften gehört, sowie die St. Petersburg State University. Die russische Seite wird durch die Russian Foundation of Basic Research mit zusätzlichen drei Mio. Euro unterstützt. Darüber hinaus beteiligt sich die Ruhr-Universität Bochum am SFB/TRR 160.



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