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TU Dortmund feiert 40. Studiengruppe im Seniorenstudium

„Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss.” Lernen kann man, Gott sein Dank, aber auch sein Leben lang. Unter diesen erweiterten Reim von Wilhelm Buschs Figur „Lehrer Lämpel” hatte das Team des Seniorenstudiums an der TU Dortmund sein Jubiläum gestellt: Zum Wintersemester 2018/19 ist die 40. Studiengruppe von Seniorinnen und Senioren an den Start gegangen – und das im 50. Gründungsjahr der TU Dortmund.

Rund 300 Alt- und Neustudierende kamen zur Veranstaltung „Vier Jahrzehnte Seniorenstudium”. Mit dabei war auch der Gründer und ehemalige Leiter der Qualifizierungsreihe, Prof. Ludger Veelken. Er hatte 1980 mit dem Seniorenstudium als Modellversuch an der damaligen Universität Dortmund begonnen und es nach fünfjähriger Erprobungsphase als Regelstudiengang etabliert. Ursprünglich wandte sich der Studiengang an Frauen nach der Familienphase und die vielen Vorruheständler, die sich vor allem als Folge der Krisen in der Montanindustrie weiterbilden wollten, auch ohne vorher Abitur gemacht zu haben. In den inzwischen 38 Jahren des Bestehens haben mehr als 1.200 Ältere ein Seniorenstudium absolviert.

Zielgruppe wünscht sich Weiterbildung

In den Jahren hat sich die Zielgruppe verändert: „In einer immer älter werdenden Gesellschaft habe viele ältere Menschen den Wunsch nach Weiterbildung – beispielsweise als Qualifizierung für ein Bürgerschaftliches Engagement”, berichtete Prof. Monika Reichert, Leiterin des Seniorenstudiums. „Etwa 85 Prozent unserer Studierenden arbeiten nach ihrem Abschluss ehrenamtlich in Institutionen, Verbänden, Selbsthilfegruppen oder in selbst initiierten Projekten im sozialen Bereich, in Kultur, Bildung, Sport und in der Freizeitarbeit.”

Viele Glückwünsche und Vorträge zum Lebenslangen Lernen

Die Senioren-Studierenden steuerten Beiträge der Schreibwerkstatt und aus dem Master „Alternde Gesellschaft” zum Festakt bei. Den Gastvortrag hielt Prof. Franz Kolland von der Universität Wien. Der bekannte Alterswissenschaftler sprach zu „Gesellschaftlichen Bedingungen lebenslangen Lernens im Alter”. Mit einem Grußwort brachte sich für das Rektorat der TU Dortmund Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement, ein. Prof. Michael Meuser, Prodekan Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie, die die „Heimat” des Seniorenstudiums ist, Prof. Uwe Wilkesmann, Leiter des Zentrums für HochschulBildung der TU Dortmund, und zwei Vertreterinnen der Studienrichtung Senioren der Jagiellonen-Universität Krakau zählten zu den Gratulanten für die 40. Studiengruppe. Extra angereist war Brigitta Schröder, Diakonisse und Absolventin eines Seniorenstudiums mit den Schwerpunkten Gerontologie und Geragogik, der Pädagogik des Alterns. Sie erhielt nach dem Studium in Dortmund für ihre Arbeit das Bundesverdienstkreuz.


Für die Zukunft sieht Leiterin Prof. Reichert weiter große Nachfrage nach dem Seniorenstudium. Die 60 Studienplätze seien ausgebucht. Und der Bedarf sei ungebrochen, „denn jetzt kommt die Generation der Babyboomer”, wie Prof. Reichert sagte.



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