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SchülerUni der Technischen Universität Dortmund feiert ihr 15-jähriges Bestehen

Für Prof. Insa Melle, Prorektorin Studium der TU Dortmund, schloss sich jetzt ein Kreis: Vor 15 Jahren hatte sie gemeinsam mit Prof. Katharina Morik die SchülerUni ins Leben gerufen. Jetzt, knapp vor der „Volljährigkeit“ dieses Studienangebots für Schülerinnen und Schüler, zählt Melle bereits 2150 Absolventinnen und Absolventen des vorgezogenen Studiums. Am Donnerstag, 4. Oktober, konnte sie im Hörsaal der Fakultät Maschinenbau die jüngste Generation der Schülerstudierenden begrüßen und erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer auszeichnen. Mit dabei waren zwei Alumni der SchülerUni.

Eine Alumna, ein Alumnus hat ein Studium absolviert und ist in der Regel Mitte bis Ende 20 Jahre alt. Die beiden Alumni, die den neuen Jahrgang von Schülerinnen und Schülern der SchülerUni begrüßten, sind allerdings deutlich jünger: Simon Schwarz (19) – ordentlicher Student der Mathematik in Aachen – und David Schmidt (20), der Informatik an der TU Dortmund studiert. Sie blicken bereits auf ein mehrjähriges Studium an der TU Dortmund zurück. Das haben sie als Schüler neben dem Besuch des Gymnasiums absolviert. „Die SchülerUni war für mich die beste Studienberatung“, sagt Simon Schwarz, der in Kamen das Gymnasium besuchte. Er hatte als Schüler Elektrotechnik an der TU Dortmund studiert, „weil ich die Bücher verstehen wollte, die bei meinem Vater, einem Elektroingenieur, im Schrank standen.“ Letztlich studiert er jetzt Mathematik in Aachen mit dem Anwendungsfach Elektrotechnik.

David Schmidt, der für sein Schülerstudium immer aus Lüdenscheid anreiste, hatte als Schüler Informatik studiert, „wobei Schul-Informatik und -Mathematik nur wenig mit dem Studium dieser Fächer zu tun haben“, wie Schmidt meint. Fünf Prüfungen in Informatik legte er als Schüler ab, dazu eine in Germanistik. Nach seinem Abitur mit der Note 1,1 erstellte er im Rahmen des Bundesfreiwilligen-Dienstes noch den Internet-Auftritt seiner Schule, um sich dann im Sommersemester an der TU Dortmund einzuschreiben – und zwar in seinem Ursprungsfach Informatik.

Erfolgreiche Bilanz nach 15 Jahren SchülerUni

Die beiden stellten ihre Wege zum Universitätsstudium dem neuen Jahrgang der SchülerUni vor. Schmidt und Schwarz reihten sich damit ein in eine Schar erfolgreicher Schülerinnen und Schüler der SchülerUni: Tobias Pröger vom Ruhrtal-Gymnasium in Schwerte, einer der ersten Schülerstudenten, ist inzwischen promovierter Informatiker an der ETH Zürich. Zwei Schüler haben bis jetzt mit dem Abitur gleichzeitig einen Bachelorabschluss erlangt. Artem Averin vom Marien-Gymnasium Werl konnte zwei Bachelor-Urkunden entgegennehmen: in Mathematik und Physik. John Grosser hatte als Schülerdes Gymnasiums der Benediktiner in Meschede mit 17 sein Abitur und den Bachelor in Mathematik erworben und etwas später den Master an der TU Dortmund. Damit war er der jüngste Masterstudent an der TU Dortmund. Ehemalige Schülerstudierende studieren, forschen, arbeiten in Münster, München, Heidelberg, Mannheim, Hamburg, Leipzig, Dresden, Berlin, Oxford, Cambridge (UK), Boston (Harvard), Zürich (ETH) und Los Angeles (UCLA).

Wintersemester der SchülerUni beginnt mit 44 Schülerinnen und Schülern

Insgesamt neun Schülerinnen und Schüler zeichnete Prof. Melle für hervorragende Leistungen im Sommersemester 2018 aus und übergab ihnen die Leistungsnachweise. Sie hatten reguläre, anspruchsvolle Prüfungen bestanden. Gleichzeitig konnte Prof. Melle die meisten der 44 Schülerinnen und Schüler, die sich für das Wintersemester an der TU Dortmund eingeschrieben haben, gemeinsam mit vielen Eltern begrüßen. 12 von ihnen haben bereits zuvor mit der SchülerUni an der TU Dortmund begonnen und setzen ihr Studium fort. Die beliebtesten Fächer sind Informatik, Mathematik und Psychologie. Ein Jungstudent besucht noch die Klasse 8 und ist erst 13 Jahre alt. Vier Schülerstudierende gehen in die Klasse 9. Auch wenn die meisten Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Dortmund kommen, reisen einige über längere Distanzen an, etwa aus dem Sauerland.

Dr. Irene Szymanski von der Zentralen Studienberatung der TU Dortmund betreut die Schülerstudierenden. Sie hat bemerkenswerte Laufbahnen erlebt: „Ich erinnere mich an zwei Brüder, die gleichzeitig eine Klausur geschrieben haben, der eine als Schülerstudent, der andere als regulärer Student. Was wahrscheinlich nicht überrascht: Der Schülerstudent hat besser abgeschnitten.“ Eltern hätten sich bedankt, weil es doch in der Schule besser lief, seitdem die Kinder die SchülerUni besucht haben. Und schließlich meldeten sich Lehrkräfte, die ein wenig froh waren, dass manche Schülerinnen und Schüler sich auf dem akademischen Parkett statt im Klassenraum intellektuell austoben konnten.

Simon Schwarz hat inzwischen bei seinem Studium in Aachen andere ehemalige Schüler-Studierende getroffen. Sie hätten von unterschiedlichen Erfahrungen berichtet, aber „nirgendwo ist die SchülerUni so gut organisiert wie an der TU Dortmund“, sagt er. „Eine Mail und alles läuft.“



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