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TU Dortmund schlägt neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte der Wirkstoffforschung auf

Ein neues Kapitel in der außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte der Dortmunder Wirkstoffforschung hat die TU Dortmund am Montag, 17. September, aufgeschlagen: In einer Feierstunde eröffneten Prof. Daniel Rauh, Koordinator des DDHD und Professor für Chemische Biologie und Medizinische Chemie an der TU Dortmund, und Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund, den Drug Discovery Hub Dortmund (DDHD). So heißt die neue Initiative am Zentrum für integrierte Wirkstoffforschung (ZIW), die am 1. April gestartet war. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Einrichtungen bündeln hier ihre vielfältige Expertise, um gemeinsam eine Infrastruktur für die Wirkstoffforschung in NRW aufzubauen um Projekte aus der Grundlagenforschung in die Anwendung zu überführen.

Beteiligt sind neben der TU Dortmund das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (MPI), das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo), das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V., die Taros GmbH & Co. KG, die PROvendis GmbH, das BioMedizinZentrum Dortmund (BMZ) und die Lead Discovery Center GmbH (LDC). Die Initiative hat eine wichtige Funktion im wissenschaftlichen Kompetenzfeld Wirkstoffforschung, dem das Gutachten zum Masterplan Wissenschaft „mehrere äußerst wichtige wissenschaftliche bzw. technologische Durchbrüche“ zurechnet.

Seit dem offiziellen Start des Drug Discovery Hub Dortmund im April hat sich in den vergangenen fünf Monaten einiges getan. Neues Personal ist eingestellt worden. Teile der neuen Infrastruktur wurden bereits geliefert, die ersten Projektmeetings haben stattgefunden. „Dies ist eine spannende Zeit für den Drug Discovery Hub Dortmund. So hat unser Partner TAROS bereits Gramm-Mengen eines biologisch aktiven Moleküls hergestellt, das in diesen Tagen an die Partner weitergereicht wird, um eingehend profiliert zu werden“, sagte Prof. Daniel Rauh, Koordinator des DDHD und Professor für Chemische Biologie und Medizinische Chemie an der TU Dortmund. „Die so erzielten Ergebnisse befeuern den nächsten Entwicklungszyklus dieses Wirkstoffs und führen zu dessen Optimierung hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wissenschaftlich nehmen die Projekte des DDHD also jetzt richtig Fahrt auf. Damit setzt der DDHD ein wichtiges Zeichen für den Innovationsstandort Dortmund im Bereich der frühen Wirkstoffforschung.“

 

Wirkstofforschung als interdisziplinäre Aufgabe

Das Vorhaben umfasst ein Gesamtvolumen in Höhe von elf Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Gefördert wird es im Rahmen des Programms Forschungsinfrastrukturen NRW vom Land NRW und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Durch eine synergistische Infrastruktur soll der DDHD die kritische Innovationslücke zwischen akademischer Grundlagenforschung und industrieller Anwendung überbrücken. Da der Prozess der Wirkstoffentwicklung überaus komplex ist, ist ein interdisziplinäres Zusammenspiel einer Vielzahl wissenschaftlicher Fachdisziplinen notwendig. Die acht Partner bilden dazu ein einzigartiges und erprobtes Netzwerk am Standort Dortmund. „Ich freue mich sehr, dass mit dem DDHD ein weiteres Leuchtturmprojekt in Dortmund entsteht“, sagte Rektorin Prof. Ursula Gather. „Der DDHD ist ein außergewöhnliches Beispiel für den Anspruch, dass es wirklich gelingen kann, Grundlagenforschung schnell in die Anwendung zu bringen.“

 

Vorhaben des DDHD

Der DDHD fungiert als Inkubator für Projekte der Wirkstoffforschung aus ganz NRW. Im Zusammenspiel mit der Verwertungsgesellschaft PROvendis sollen Ergebnisse der exzellenten Wirkstoffforschung des Landes verstärkt in wirtschaftliche Projekte überführt werden. Entdeckungen aus der akademischen Grundlagenforschung sollen hier sukzessive zu industriefähigen Leitstrukturen weiterentwickelt werden. Konkret sollen innovative Leitstrukturen für Wirkstoffe so optimiert werden, dass sie den hohen Standards der pharmazeutischen Industrie in allen Bereichen entsprechen. Die molekularen Leitstrukturen werden in die Forschung zurückgeführt, um in vertiefenden Studien untersucht zu werden. Im Erfolgsfall werden die Produkte dann von der Pharmaindustrie aufgenommen und bis zur Marktreife entwickelt. Alternativ können einzelne Projekte auch in Ausgründungen überführt und dort weiterentwickelt werden. Die Ausgangsstoffe für die Wirkstoffoptimierung kommen dabei von Universitäten und akademischen Einrichtungen aus ganz NRW.



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