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50 Jahre – 50 Köpfe: Olaf Cibulski über seine sportliche Umgebung

Es war ein Zufall, dass Olaf Cibulski (58) vor neun Jahren in die Pforte des Fitnessförderwerks der TU Dortmund versetzt wurde. Aber irgendwie färbt Sport ab: Der gebürtige Essener ist inzwischen fit wie nie.

Herr Cibulski, Sie haben in den vergangenen eineinhalb Jahren 30 Kilogramm abgenommen. Wird man schlanker, wenn man in der Pförtnerloge des Fitnessförderwerks sitzt?

Cibulski (lacht): Natürlich nicht. Klar, es ist ein Anreiz, mobil zu werden, wenn ich die jungen drahtigen Studierenden sehe, die hier zum Sport gehen. Oder wenn ich auch ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlebe, die die Muckibude besuchen und sich trimmen. Mir gab allerdings erst eine Operation überhaupt die Chance, mich wieder richtig zu bewegen und Sport zu treiben. Denn eigentlich bin ich gar kein sportlicher Typ.

Als Sie vor neun Jahren hier die Arbeit aufnahmen, waren Sie „schlecht zu Fuß“, wie man so sagt?

Schlecht zu Fuß ist eine sehr positive Umschreibung. Ich litt unter einer verpfuschten Versteifung einiger Lendenwirbel, hatte in den Beinen Dauerschmerzen, musste stärkste Schmerztabletten nehmen. Jede Bewegung tat weh. Ich musste mir meine Gänge über den Campus und auf die Sportplätze genau einteilen und häufig pausieren, um die Wege überhaupt zu schaffen. Im November 2016 wurde ich erneut an der Wirbelsäule operiert – mit Erfolg. Als ich schon am nächsten Tag besser laufen konnte als zuvor, war das wirklich ein besonderes Erlebnis. Ich habe der Sache anfangs allerdings nicht getraut. Aber seit der OP geht es aufwärts.

Wie ist Ihr aktueller Trainingsstand?

Ich laufe jetzt viel, neulich auch schon einmal neun Kilometer am Stück. Alle zwei Tage bin ich auf dem Laufband und renne dann 90 Minuten. Ich kann mir ja alle Geräte hier vor Ort im Fitnessförderwerk anschauen und mir auch mal einen Tipp zum Training abholen. Inzwischen habe ich 30 Kilogramm abgenommen und bin fit wie nie zuvor. Dabei ist eins aber ganz wichtig: Der Sport ist kein Selbstzweck, ich will keine Höchstleistungen bringen oder mich an irgendjemandem sportlich messen. Eigentlich bin ich nur heilfroh, dass es mir möglich ist, mich wieder frei zu bewegen. Und bei diesem frei Bewegen, das ich zuvor überhaupt nicht kannte, laufe ich. Dabei nehme ich ab. Meine Knie halten, mir wurde ein neues Leben geschenkt. Nie würde ich auf eine Beinpresse gehen, weil das für meinen Rücken tödlich wäre. Aber ich habe mir schon im Fitnessförderwerk den Crosstrainer angeschaut. Das ist ein Bewegungsablauf, der die gesamte Muskulatur anspricht. Das ist mein nächstes Ziel.


Zur Person:

Olaf Cibulski wird von der Gülich-Gruppe an der Technischen Universität Dortmund eingesetzt. Hier hat er im Fitnessförderwerk eine feste Stelle als Pförtner gefunden. Und irgendwie fördert das auch seine Fitness.


Alle bisherigen Interviews der Reihe „50 Jahre – 50 Köpfe” finden Sie auf der Jubiläums-Webseite:


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