Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Bereichsnavigation

Hauptinhalt

TU Dortmund stellt Expertise zu Barrierefreiheit anderen Universitäten zur Verfügung

DoBuS, der Bereich „Behinderung und Studium“ im Zentrum für HochschulBildung der TU Dortmund, stellt seine Expertise verstärkt anderen Hochschulen zur Verfügung. Vor Expertinnen und Experten von einem Dutzend deutscher Universitäten und Fachhochschulen referierten im Juli Dr. Birgit Drolshagen und Ralph Klein, beide von DoBuS, zum Thema „Aufbau eines Umsetzungsdiensts zur barrierefreien Adaption von Lehrmaterialien“. Eingeladen zum Workshop hatte das Deutsche Studentenwerk.

Vorausgegangen war eine Untersuchung, die die Informations-  und Beratungsstelle (IBS) des Studentenwerks mit ihrer Leiterin Dr. Christiane Schindler angestoßen hatte: Sie hatte bei 308 deutschen Hochschulen angefragt, ob diese ihren beeinträchtigten Studierenden Umsetzungsdienste von Studienmaterial anbieten können. Umsetzungsdienste digitalisieren Studienmaterialien, Bücher oder Klausuren oder setzen diese so in Großdruck oder Braille-Schrift um, dass sie für blinde und sehbeeinträchtigte sowie lesebehinderte Studierende barrierefrei lesbar sind. Das ernüchternde Ergebnis: Nur 99 Hochschulen beteiligten sich an der Umfrage, im Angebot hatten ganze 19 Einrichtungen Umsetzungsdienste. Zwei von den 19 Einrichtungen sind wiederum an der TU Dortmund angesiedelt – neben der Bibliothek hält DoBuS entsprechende Techniken und didaktisches Know-how vor. Der DoBuS-Umsetzungsdienst verfügt über eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Adaption von Lehrmaterialien und entwickelt sein Angebot entsprechend der sich verändernden Bedarfe der Studierenden kontinuierlich weiter.


TU Dortmund verfügt über ältesten Umsetzungsdienst in Deutschland

Für Christiane Schindler vom Studentenwerk war es naheliegend, dass die DoBuS-Expertinnen und -Experten ihr Wissen an interessierte Hochschulen weitergeben. „Die TU Dortmund verfügt in Deutschland über den ältesten Umsetzungsdienst“, sagte sie, „der sehr profiliert ist und hohe Standards setzt.“ Ein gutes Dutzend Hochschulen fanden den Weg zum Workshop „Aufbau eines Umsetzungsdienstes zur barrierefreien Adaption von Lehrmaterialien“ in Dortmund: Die Frankfurt University of Applied Sciences und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf kamen ebenso wie die PH Heidelberg oder die Universität Göttingen.


Hilfe beim Aufbau eines Umsetzungsdienstes

Dr. Birgit Drolshagen und Ralph Klein von DoBuS hatten Gelegenheit zu präsentieren, wie weit die TU Dortmund bei diesem Thema ist. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeiteten und diskutierten sie Fragestellungen zu angebotenen Medienformen, über die beim Aufbau eines Umsetzungsdienstes entschieden werden muss. In Dortmund hat man schon vor mehr als 40 Jahren das Thema Behinderung und Studium erkannt und nach Wegen gesucht, Studierenden mit Beeinträchtigungen Probleme beim Studium aus dem Weg zu räumen. Dr. Drolshagen hielt nach der Veranstaltung fest: „Ganz wichtig ist weiter die Erarbeitung von ganz konkreten technischen Lösungen“, meinte sie. „Es gilt Standards zu entwickeln und zu vereinheitlichen, die eine qualitativ hochwertige, den individuellen Bedarfen gerecht werdende Umsetzung an den Hochschulen sichern.“


TU Dortmund unterschreibt „Marrakesch-Memorandum”

An anderer Stelle erleben aktuell Hochschulen, dass über die Urheberrechte für wissenschaftliche Literatur finanzielle Hürden entstehen, die den barrierefreien Zugang zu Studienmaterial erschweren: Es werden zum Teil Honorare fällig, wenn Studienmaterial technisch beispielsweise für Sehbehinderte aufbereitet wird. Daher hat die TU Dortmund jetzt das sogenannte „Marrakesch-Memorandum“ unterschrieben: Darin wird gefordert, dass Menschen mit Beeinträchtigung des Sehens oder anderen Leseeinschränkungen der voll umfängliche, unbürokratische und kostenneutrale Zugang zu Werken der Literatur, Kunst und Wissenschaft in hoch qualitativen barrierefreien Formaten ermöglicht wird.



Social Media

Twitter Instagram RSS-Feed