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50 Jahre – 50 Köpfe: Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation – Drei Fragen an Simone Reichel

Mit Aufkommen von PC und moderner Technik im Büro löste der Ausbildungsgang Kauffrau bzw. Kaufmann für Bürokommunikation die Ausbildung zur Bürogehilfin ab. Simone Reichel (46) zählte an der Dortmunder Universität zu den ersten Absolventinnen dieser neuen Berufsrichtung.

Frau Reichel, als Sie im August 1990 Ihre Lehre an der Universität Dortmund antraten, waren noch Kugelkopf-Schreibmaschinen technologisch das Modernste im Büro...

...wobei der Siegeszug innovativer Technik, also vor allem des PC, absehbar war. Ich habe meine Ausbildung – damals noch als Bürogehilfin –  nur unter der Bedingung angetreten, dass ich nach einem Jahr nach dem neu gestalteten Berufsbild der Kauffrau für Bürokommunikation ausgebildet werde. Wie zwei weitere Mitstreiterinnen, die ebenfalls noch an der TU Dortmund arbeiten, war ich als Absolventin der Höheren Handelsschule schon mit der modernen Bürotechnik in Kontakt gekommen. Für uns war das also kein Neuland mehr.


Stießen Sie bei den etablierten Kolleginnen und Kollegen auf Vorbehalte, wenn klar wurde, dass Sie die neue Technik (PC) im Büro bereits beherrschten?

Nein, wir wurden mit offenen Armen aufgenommen. Schließlich konnten wir helfen, und diese Hilfe wurde gern angenommen. Überhaupt waren die technischen Veränderungen nur ein Teil des Wandels im Büro. Der Satz: „Fräulein X, bitte zum Diktat!” war da schon lange nicht mehr zu hören gewesen. Die klassische Sekretariatsarbeit veränderte sich immer mehr in Richtung Sachbearbeitung. Dieser Trend hält bis heute an.


Die Ausbildung zur Kauffrau, zum Kaufmann für Bürokommunikation wurde inzwischen in „Büromanagement” umbenannt. Gab es eine weitere „Revolution” im Büro?

Nach der Einführung der PCs brachte das Internet mit den E-Mails noch einmal Bewegung in das Berufsbild. Heute ist alles schneller und unmittelbarer geworden. Da gilt es zu managen, daher auch die Namensänderung in der Berufsbezeichnung. Auf die Mitarbeiterinnen und Männer, die es inzwischen in Büros auch gibt, kommen mehr eigenverantwortliche Aufgaben zu. Daneben sind die „alten Tugenden” wie beispielsweise das Führen von Protokollen oder aber das Beherrschen des Zehn-Finger-Systems für die Texterfassung weiterhin gefragt. Der ständige Wandel des Berufsbildes ist die Konstante in unserem Job, Organisationstalent Voraussetzung. Und mir macht die Arbeit immer noch Spaß.

Zur Person:

Simone Reichel feiert am 24. Juni ihr 25-jähriges Dienstjubiläum, mit der Ausbildungszeit ist sie schon  28 Jahre im Unidienst. Die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern arbeitete nach erfolgreicher Ausbildung zunächst ein Jahr im damaligen Dezernat 1, dann 18 Jahre im Dekanatssekretariat der Informatik und wechselte schließlich 2012 ins Sekretariat des Personalrats der wissenschaftlich und künstlerisch Beschäftigten.


Alle bisherigen Interviews der Reihe „50 Jahre – 50 Köpfe” finden Sie auf der Jubiläums-Webseite:


Sie kennen eine Person, die wir für die Reihe „50 Jahre – 50 Köpfe” interviewen sollten? Senden Sie uns gerne Ihre Vorschläge:

 



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