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TU Dortmund untersucht Rolle von Lehrerinnen und Lehrern beim kulturellen Erbe: Interdisziplinäre Tagung „Sharing Heritage“ im Dortmunder U

Welche Rolle spielen Erforschung und Vermittlung des kulturellen Erbes in den globalen transkulturellen Gesellschaften? Wer ‚erbt‘ das kulturelle Erbe? Wie wird kulturelles Erbe – wie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) und in den UNESCO-Welterbe-Konventionen seit langem formuliert und gefordert – universell zugänglich? Mit diesen Themen beschäftigten sich Donnerstag und Freitag, 19. und 20. April, Expertinnen und Experten, die die TU Dortmund zu einer öffentlichen interdisziplinären Tagung ins Dortmunder U eingeladen hatte.

In der Debatte um das weltweit geteilte und zu teilende materielle und immaterielle kulturelle Erbe ist „Sharing Heritage“ ein zentraler Begriff. Die Tagung unterzog die theoretischen Fundierungen und praktischen Umsetzungen einer kritischen Bestandsaufnahme. Auf dieser Basis reflektierte sie das Sharing Heritage-Konzept im Kontext einer forschungsorientierten Lehrerbildung.

 
Etablierung von kultureller Bildung als schulische Bildung

Die interdisziplinäre Tagung „Sharing Heritage“ ist eine Zusammenarbeit des Projekts  „Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung“ (DoProfiL, Teilprojekt „Kulturelles Erbe interkulturell“) und des Clusters „Kulturelles Erbe“ der Heidelberg School of Education. Beide Projekte werden im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Die Etablierung kultureller Bildung als schulische Bildung ist das zentrale Anliegen beider Projekte: Sie fragen nach den Perspektiven des Konzepts des weltweit geteilten kulturellen Erbes für dessen Vermittlung in heterogenen Kontexten und nach den Möglichkeiten, dieses in diversitätssensible Lehr- und Lernformate zu integrieren.

 
Tagung widmete sich Sharing Heritage in drei Sektionen

Das Tagungsthema wurde vor diesem Hintergrund in drei inhaltlich eng aufeinander bezogenen Sektionen behandelt. Diese widmeten sich den Objekten, Prozessen und Akteuren beim „Sharing Heritage“. Die erste Sektion „Objekte“ fragte nach aktuellen Wegen der Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des materiellen Kulturerbes unter den veränderten Voraussetzungen von „Sharing Heritage“. Immaterielle Ausdrucksformen von Kultur wie Rituale, performative Praktiken aller Art – etwa Musik und  Tanz – sowie mündlich überliefertes Wissen, denen heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz zugeschrieben wird, standen im Zentrum der zweiten Sektion „Prozesse“. Die  dritte Sektion „Akteure“ rückte (noch einmal) ausdrücklich die aktiv in den Prozessen des „Sharing Heritage“ handelnden Personen und Institutionen in den Mittelpunkt. Auch in diesem Sinne galt es, die Rolle von Lehrerinnen und Lehrern zu thematisieren, die sich dem kulturellen Erbe sowohl in wissenschaftlicher als auch in vermittelnder Absicht annähern müssen.

 

Konzeption und Organisation der Veranstaltung lagen bei Prof. Cord Arendes, Universität Heidelberg,  Dr. Stefanie Samdia, Heidelberg School of Education, und bei  Dr. Katharina Christa Schüppel, TU Dortmund/DoProfiL.



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