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Drei Fragen an Daria Churikova zum internationalen Stipendienprogramm Studienbrücke

Daria Churikova (18) kommt aus Sankt Petersburg in Russland. Dank dem Stipendienprogramm „Studienbrücke” studiert sie an der TU Dortmund Informatik im zweiten Semester. Das Programm ermöglicht jungen Menschen aus Ländern wie Russland und Kasachstan das Studium eines MINT-Fachs an einer deutschen Universität, ohne vorher ein Studienkolleg besuchen zu müssen. Stattdessen bereitet das Programm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachlich und fachlich bereits in ihrer Heimat auf ein Studium in Deutschland vor.

Frau Churikova, wieso haben Sie sich für ein Studium in Deutschland und insbesondere an der TU Dortmund entschieden?

Daria Churikova: Meine Mutter hat immer davon geträumt, dass ich in Deutschland studieren kann. Deutsche Universitäten sind sehr gut ausgestattet. Es gibt beispielsweise viele Labore und Rechner. Außerdem besteht oft die Möglichkeit, Praktika zu machen. Das ist für technische Fächer wie zum Beispiel Informatik und Maschinenbau sehr wichtig. Ich habe die TU Dortmund gewählt, weil sie eine bekannte Technische Universität im Ruhrgebiet ist und die Fakultät für Informatik einen sehr guten Ruf hat. Mir gefällt es sehr, dass die TU Dortmund so groß ist: Ich fühle mich immer sportlich, wenn ich von der Mensa zum Informatikgebäude laufe. Außerdem gibt es viele verschiedene Angebote; beispielsweise Beratungen und Cafés. Die Studentenwohnheime sind auch sehr schön.

Was gefällt Ihnen am Programm Studienbrücke?

Das Programm Studienbrücke bietet sehr gute Möglichkeiten, in Deutschland zu studieren. Die Programmleiterinnen und -leiter helfen mit den notwendigen Dokumenten. Für mich war es ein bisschen schwer zu verstehen, welche Dokumente ich für das Visum oder die Krankenversicherung brauche. Am besten hat mir bisher die im Programm inbegriffene MINT-Akademie gefallen. In deren Rahmen haben wir viele Experimente in Laboren gemacht und mehrere deutsche Universitäten besucht. Als Vorbereitung auf mein Studium hier habe ich am Goethe-Institut Moskau zusätzlich zum regulären Schulunterricht Deutschkurse belegt und die Prüfungen „Test Deutsch als Fremdsprache” und „Test for Academic Studies” abgelegt.

Welche Unterschiede haben Sie zwischen Ihrer Heimat Russland und Deutschland festgestellt?

Die Hochschulsysteme unterscheiden sich. In Russland können Studierende nicht wählen, welche Lehrveranstaltungen sie besuchen möchten. Außerdem dürfen sie bei Prüfungen nicht durchfallen. Wenn sie eine Prüfung nicht bestehen, können sie nicht mehr an dieser Universität studieren. Ein weiterer Unterschied ist die Größe der Universitäten. In meiner Heimatstadt Sankt Petersburg sind viele Universitäten in alten Gebäuden untergebracht. Die sind zwar sehr schön, aber deswegen sind die Universitäten kleiner. Es gibt auch einige kulturelle Unterschiede zwischen Russland und Deutschland. Deutsche sind sehr freundlich. Mir ist aufgefallen, dass Menschen in Supermärkten oder im Zug häufig lächeln.

Weitere Informationen:

Die Studienbrücke Deutschland ist ein Projekt, das das UA Ruhr-Verbindungsbüro Moskau gemeinsam mit dem DAAD und dem Goethe-Institut Moskau umgesetzt hat. Sie bietet Schülerinnen und Schülern aus Osteuropa und Zentralasien die Möglichkeit, direkt nach ihrem Schulabschluss ein Studium in Deutschland zu beginnen. Zum Wintersemester 2016/17 waren bereits 16 von ihnen an der TU Dortmund eingeschrieben.

 



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