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„Förderpreis Holz“ geht an Architektur-Studentin der Technischen Universität Dortmund

Für ein Hochhaus – jedenfalls nach Definition der Bauordnung – fehlen dem Gebäude, das Lena Bramsiepe entworfen hat, nur ein paar Höhenmeter. Trotzdem ist bemerkenswert, dass der Baukörper, den die Studentin der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund entwickelt hat, mit mehr als 20 Metern Gesamthöhe zu großen Teilen ein Holzhaus ist. Das gesamte Gebäude hat sie in Hybridbauweise konstruiert, dabei Holz und Beton kombiniert – und wurde dafür mit dem „Förderpreis Holzbau“ ausgezeichnet.

Ausgelobt wurde der Wettbewerb von „Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister“ im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Die Aufgabenstellung von Lena Bramsiepe, die kurz vor ihrem Master steht, war es, für die Kinderpsychiatrie in Dortmund-Aplerbeck ein neues Gebäude für die psychotherapeutische Betreuung von Jungen und Mädchen zu planen. Sie entwarf ein kubisches Gebäude, mit einer Grundfläche von etwa 25 Metern im Quadrat, und einer Höhe von knapp 25 Metern. In jeder der vier Ecken des Gebäudes ist eine Station untergebracht, die die sechs Etagen des Gebäudes nutzt. Allerdings handelt es sich bei dem Entwurf um ein fiktives Projekt, dessen Errichtung vorerst nicht geplant ist.

Sechs Etagen weitgehend aus Holz errichtet

Mehrere Besonderheiten zeichnen das Haus aus: Die Decken-Träger sind aus Holz, die Sturzträger und die Zwischendecken aus Beton. Die Außenwände bestehen aus vorgefertigten Modulen mit großzügigen Glasflächen. Je nach Bedarf können die bodentiefen Fenster durch Schiebeläden verschattet oder offen gehalten werden, so dass die Räume lichtdurchflutet sind. Zudem gibt es auf jeder Etage kleine Loggien, „grüne Oasen“, wie Lena Bramsiepe sie nennt: eine Art überdachter Balkon mit viel Grün. Dazu passt auch der Name des Projekts: „Wohlgefühl“. Die Jury des Wettbewerbs Hochschulpreis Holzbau war sehr beeindruckt: Die Fassade habe eine „erstaunlich lebendige Leichtigkeit“, erklärten die Juroren. Die Jury überzeugte „die schlüssige Organisation der einzelnen Geschosse und ihre Erschließung über umlaufende Atriumgeschosse“. Zudem – so die Jury – strahle „das natürliche Ambiente durch das Material Holz beruhigend auf die jugendlichen Besucher aus und wirkt so positiv auf ihr Wohlgefühl“.

Gebäude kann in wenigen Wochen errichtet werden

Sowohl von außen als auch innerhalb des Gebäudes treffen die Bewohnerinnen und Bewohner immer wieder auf den Baustoff Holz. Die Hybridbauweise dient hierbei vor allem der Verbesserung des Brandschutzes und fördert die wohnliche Atmosphäre im Innenraum. Gemeinsam mit Bauingenieurinnen und Bauingenieuren stellte Lena Bramsiepe sicher, dass ihr Entwurf mit seinen sechs Stockwerken und den Holz-Stützen im wahrsten Sinne des Wortes „trägt“. Da wesentliche Bauelemente des Gebäudes vorgefertigt sind, könnte das Haus binnen weniger Wochen errichtet werden.

Für den Hochschulpreis Holzbau 2017 wurden insgesamt 43 Projekte von 25 Universitäten und Hochschulen eingereicht. Der Beitrag von Lena Bramsiepe wurde mit einem Preisgeld von 1.500 Euro zur Unterstützung der Lehre an der TU Dortmund ausgezeichnet.



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