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Wissenschaftsstandort Dortmund stärken: Leistungszentrum Logistik und IT

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat gemeinsam mit der TU Dortmund, dem Leibniz-Institut für Arbeitsforschung (IfADo) und weiteren Partnern das Anfang 2017 gestartete Leistungszentrum Logistik und IT und seine Arbeit offiziell vorgestellt. Von der Mensch-Technik-Interaktion bis zur Kognitiven Ergonomie decken die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Zentrum alle Themenfelder ab, die die Zukunft der Logistikforschung und des Wissenschaftsstandorts Dortmund prägen werden. Die Vorstellung erfolgte am 29. Juni im LogistikCampus des Fraunhofer IML im Beisein von Annette Storsberg vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, und Prof. Gabriele Sadowski, Prorektorin Forschung der TU Dortmund.

Von der Gründung der Wissenschaftsdisziplin Logistik bis zum Internet der Dinge: Ohne Dortmund wäre die Geschichte der Logistik eine andere. Das Leistungszentrum Logistik und IT soll die Bedeutung der Logistikforschung nun national und international auf das nächste Level heben. „In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Standort Dortmund zu einem weltweit hoch angesehenen Forschungs- und Entwicklungszentrum für Logistik und IT entwickelt. Mit dem neuen Leistungszentrum bündeln wir nun die Aktivitäten von ansässigen Hochschulen, Instituten, Initiativen und Projekten, um interdisziplinär an den relevanten Zukunftsfragen zu arbeiten. Dabei wird deutlich: Die Logistik ist die zentrale Wissenschaft der industriellen Zukunft”, erklärt Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Themenfelder: Von „Mensch-Technik-Interaktion” bis „Kognitive Ergonomie”

Die Arbeit des Zentrums unterteilt sich derzeit in neun interdisziplinäre Forschergruppen, die in vier unterschiedlichen Themengebieten aktiv sind. In den Themenfeldern wie etwa „Mensch-Technik-Interaktion” oder „Digitale Prozesse” werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils Bestandsaufnahmen im Hinblick auf Methoden und Technologien durchführen und den Stand der Wissenschaft im Sinne einer generellen Übersicht erfassen. Einzige Ausnahme bildet das Themenfeld „Kognitive Ergonomie” – ein im Kontext der Logistik noch junges Forschungsfeld, das keine Bestandsaufnahme ermöglicht, da es noch von Grund auf zu erarbeiten ist. Kognitive Ergonomie hat das Ziel, Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu optimieren. Hierbei stehen vor allem kognitive Prozesse im Forschungsfokus. Das Ziel der Forschergruppe ist ebenfalls die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für den Umgang mit smarten Technologien, wie Augmented Reality oder interaktive autonome Fahrzeuge.

Leistungszentrum wird mit 8,5 Millionen Euro gefördert

Das Leistungszentrum Logistik und IT ist eine Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft, die mit verschiedenen Leistungszentren die Forschungslandschaft in Deutschland weiterentwickeln will. Das Leistungszentrum in Dortmund wird mit insgesamt 8,5 Millionen Euro von der Industrie, dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Fraunhofer-Gesellschaft gefördert. Die Anschubfinanzierung des Landes NRW beläuft sich dabei auf annähernd 3,4 Millionen Euro. Die am Vorhaben beteiligten akademischen Partner des Fraunhofer IML als Konsortialführer sind das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, die Technische Universität Dortmund, die EffizienzCluster Management GmbH und das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). Industriepartner des Leistungszentrums ist Boehringer Ingelheim.



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