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TU Dortmund startet 10. thyssenkrupp Manager Cup

Bereits zum zehnten Mal richtet der Bereich Unternehmensrechnung und Controlling der TU Dortmund gemeinsam mit der thyssenkrupp AG für Studierende aller Dortmunder Hochschulen eine Management-Simulation aus. Diese versetzt Studierende in die Lage, sämtliche unternehmerische Entscheidungen eines produzierenden Unternehmens zu verantworten. Zum Auftakt des Jubiläums-Cups kamen knapp 500 Teilnehmende am Dienstagabend, 30 Mai, in den Hörsaal 1 der TU Dortmund am Friedrich-Wöhler-Weg. Jüngster Mitspieler ist übrigens Malte Fischer, der zum Wintersemester 2016/17 sein Mathematikstudium an der TU Dortmund aufnahm.

Wie viel soll produziert werden? Investieren wir in die technische Weiterentwicklung unserer Produkte? Mit welchem Verkaufspreis gehen wir an den Markt? Und stellen wir zusätzliches Vertriebspersonal ein? Beim thyssenkrupp Manager Cup schlüpfen Studierende der Dortmunder Hochschulen in die Rolle der Geschäftsleitung eines produzierenden Unternehmens und sehen sich dort mit ganz konkreten Herausforderungen konfrontiert. „Neben einer grundsätzlichen Problemlösungskompetenz ist auch eine strukturierte Herangehensweise und die Abstimmung innerhalb der Teams besonders wichtig“, erläutert Andreas Hoffjan, Professor für Unternehmensrechnung und Controlling an der TU Dortmund.

 
Planspiel hautnah

Wöchentlich reichen die Studierenden in der Hauptrunde ein Formular mit den Entscheidungsdaten für ihr Unternehmen per Mail ein und erleben unmittelbar, wie sich ihre individuelle Strategie auf Marktanteil und Gewinn auswirkt. Wie bei keiner zweiten universitären Veranstaltung erlebt man bei diesem Planspiel hautnah, wie kompetitiv und dynamisch sich eine Branche verhalten kann“, betont Jonas Mengis, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Unternehmensrechnung und Controlling. Und Jürgen Schmelting, Mitglied der Spielleitung und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dortmund, ergänzt: „In der Hauptrunde spielen wir vier Perioden à eine Woche“.

Nach einer zweitägigen Finalrunde, die seit drei Jahren in der Unternehmenszentrale von thyssenkrupp gespielt wird, folgt der große Kassensturz: Auf die erfolgreichsten Unternehmen warten Geldpreise im Gesamtwert von 3.000 Euro. Die Teilnehmenden der Finalrunde werden zudem von thyssenkrupp zu einem kostenlosen Assessment-Center-Training eingeladen, in dem ein Personalauswahlverfahren simuliert wird. Außerdem macht sich die Teilnahmeurkunde gut im Lebenslauf: Sie dient als Nachweis dafür, dass man – zumindest fiktional – in der Lage ist, ein Unternehmen erfolgreich zu führen. Denn Wirtschaften sei unglaublich komplex: „Alles hängt mit allem zusammen“, sagt Schmelting.

Neben einer gehörigen Portion Spaß bietet der Wettbewerb vor allem die Möglichkeit, die theoretischen Kenntnisse aus der Universität einmal praktisch anzuwenden. „Die Studierenden erleben, was es heißt, ein Unternehmen zu führen und welche gewollten aber womöglich auch ungewollten Konsequenzen sich aus vergangenen Entscheidungen ergeben“, erläutert Prof. Andreas Hoffjan.

 
100 Teams gehen an den Start

Bis zu 100 Teams mit je vier bis sechs Personen können kostenlos am Wettbewerb teilnehmen. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt, die Heterogenität entsprechend einzigartig: So waren im vergangenen Jahr Studierende aus 13 Fakultäten dabei. „Es ist nicht zwingend erforderlich, Wirtschaftswissenschaften zu studieren, um hier erfolgreich zu sein. So konnten sich bereits dreimal die Physiker in die Siegerliste eintragen“, so Schmelting. Eine logische Denkweise und Problemlösungskompetenz seien aber wichtige Eigenschaften, um erfolgreich zu sein.

In diesem Jahr gibt es einige schöne Zahlen zu vermelden: Neben der zehnten Austragung des Wettbewerbs, konnten die Organisatoren auch das insgesamt 1000. Team bei der Auftaktveranstaltung begrüßen. Stefan Cassel, bei der thyssenkrupp AG für Hochschulen zuständiger Personaler, zieht eine Parallele zum realwirtschaftlichen Konzern: „Wie auch bei uns im Unternehmen zeigt sich beim thyssenkrupp Manager Cup immer wieder, dass kluge Köpfe in diversen Bereichen anzutreffen sind. Wichtig ist, sich neuen Herausforderungen zu stellen und kreativ an die Dinge heranzugehen.“

 
Berufliche Selbstständigkeit simulieren

Die Möglichkeit, berufliche Selbständigkeit zusammen mit Kommilitonen im realitätsnahen Umfeld zu simulieren, ohne ein persönliches Risiko tragen zu müssen, macht für TU-Student Lukas Brandl den Hauptanreiz für die Teilnahme aus. „Das Planspiel ist eine gute praktische Ergänzung zu den hauptsächlich technischen Lehrinhalten unseres Ausbildungsberufs und den rein theoretischen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen aus dem Studium“, ergänzt Jannik Lambertz, der im kooperativen Studiengang „Industrielles Servicemanagement“ an der FH Dortmund eingeschrieben ist. Gemeinsam mit Rene Schniedenharn und Tim Seyock versuchen die Studierenden des achten Fachsemesters nun den Gesamtsieg mit sinnvollen strategischen Schachzügen davonzutragen. Ob sich die Hoffnungen der Studierenden erfüllen, werden die nächsten Wochen zeigen, in denen es zu einem harten Wettbewerb zwischen den 100 Teams kommen wird.

Bildhinweis: Stellten im vollbesetzten Hörsaal den thyssenkrupp Manager Cup vor (von links): Prof. Andreas Hoffjan, die „Spielleiter“ Jürgen Schmelting und Jonas Mengis (alle TU Dortmund) und Stefan Cassel (thyssenkrupp AG). Foto: Nikolas Golsch/TU Dortmund



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