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Neues Institut für Cyber Security und Privacy wird in Bochum gegründet

Große Freude im Ruhrgebiet: Die Max-Planck-Gesellschaft gründet ein neues Institut für Cyber Security und Privacy in Bochum. „Für unseren Forschungsbereich IT-Sicherheit, der mit dem neuen Exzellenzcluster Casa international an der Spitze rangiert, ergibt sich dadurch ein idealer Kooperationspartner in direkter Nachbarschaft“, so Prof. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Auch die Technische Universität Dortmund bietet mit ihrer großen Fakultät für Informatik vielfältige Anknüpfungspunkte. „Das Forschungsfeld IT-Sicherheit ergänzt hervorragend unsere Stärken im Bereich Künstliche Intelligenz und Big Data“, sagt Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund.

RUB und TU Dortmund stark im IT-Bereich

Die IT-Sicherheitsspezialisten der RUB befassen sich mit der ganzen Breite an Forschungsthemen in diesem Feld, angefangen bei Sicherheit für Webbrowser und Smartphones über eingebettete Sicherheit, die Sicherheitslösungen für das Internet der Dinge entwickelt, bis hin zum Faktor Mensch in der IT-Sicherheit. Um letzteres drehen sich zum Beispiel die Projekte des NRW-Forschungskollegs SecHuman, in dem Tandems aus Technikern und Geisteswissenschaftlern gemeinsam forschen, und des landesweiten Graduiertenkollegs Nerd NRW, die beide vom Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit an der RUB koordiniert werden.

In Dortmund blickt man auf eine lange Tradition in der Informatik zurück: Bereits 1972 wurde hier eine der ersten Fakultäten für Informatik in Deutschland gegründet. Heute koordiniert die Fakultät eines von vier bundesweiten Kompetenzzentren für Maschinelles Lernen, beteiligt sich am Dortmund Data Science Center und begleitet verschiedene Entwicklungen in der Industrie 4.0, insbesondere in Logistik und Produktion.

Starke Verbindungen zwischen Forschung und Praxis in der IT

Im näheren Umfeld der RUB ist ein deutschlandweit einzigartiges Ökosystem für Cyber-Sicherheit entstanden. Bochum ist beispielsweise europaweit führend bei dem Thema Start-Ups auf dem Gebiet Cyber-Sicherheit, die auch durch den IT-Sicherheits-Inkubator Cube5 unterstützt werden. Auch das Center for Advanced Internet Studies in Bochum, das die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt, unterstützt das Bochumer Ökosystem. Dass das Ruhrgebiet schon lange sehr erfolgreich darin ist, Forschungsergebnisse aus der IT in die Praxis zu überführen, zeigt auch der Technologiepark Dortmund. Hier haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zahlreiche Ausgründungen aus der Informatik in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität angesiedelt.

Max-Planck-Institut für Cyber Security und Privacy

„Die Ansiedlung des Max-Planck-Instituts passt hervorragend zu unserer Strategie, uns noch stärker mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Sinne unseres Leitbilds ‚Creating Knowledge Networks‘ zu vernetzen“, so Axel Schölmerich. „Zugleich ist sie ein wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung der Wissenschaftsstadt Bochum.“ Sowohl die RUB als auch die TU Dortmund kooperieren bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich mit bestehenden Max-Planck-Instituten im Ruhrgebiet.

Als Standort für das neue Max-Planck-Institut für Cyber Security und Privacy erscheint der Bochumer Technologiecampus auf Mark 51°7 ideal. Hier treibt die RUB mit ihren Partnern künftig den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft voran und hat bereits im Frühjahr den Mietvertrag für einen Teil des ehemaligen Opel-Verwaltungsgebäudes unterzeichnet, um dort unter anderem einen Maker Space aufzubauen. Erst kürzlich hat sich die Bosch-Gruppe mit einem Unternehmen dort angesiedelt, das ebenfalls auf dem Gebiet der IT-Sicherheit tätig ist.


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