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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Astrid Moysich-Lengowski über Ausbildung und Beruf an der TU Dortmund

Astrid Moysich-Lengowski hat 1986 im Justitiariat der TU Dortmund (damals: Universität Dortmund) angefangen und ist nun Dezernentin für Personal und Recht. Hier dreht sich alles um die Berufe, die es an der TU Dortmund gibt: von der Hochschullehrerin und dem Hochschullehrer über die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zum technischen Personal und dem Hochschulverwaltungspersonal.

Frau Moysich-Lengowski, Sie sind nun seit über dreißig Jahren für die TU Dortmund tätig. Wie würden Sie die Entwicklung beschreiben, die Sie miterleben durften?

Als ich hier angefangen habe, gab es noch keine PCs am Arbeitsplatz und das Wort „Internet” war zwar bekannt, aber es gab noch keine konkreten Vorstellungen dazu. Das hat sich stark geändert. Heute sind unsere Arbeitsplätze mit moderner Technik ausgestattet und vernetzt; dabei erhalten wir Unterstützung von den IT-Spezialisten und IT-Spezialistinnen des ITMC. Im personellen Bereich ist festzustellen, dass die aktuellen Auszubildenden und Berufseinsteiger technikaffin aufgewachsen sind und andere Bedürfnisse und Interessen haben. Einige Berufsbilder sind verschwunden. Den klassischen Technischen Zeichner gibt es als Ausbildungsberuf nicht mehr, das alte Zeichenbrett hat ausgedient; die Arbeit wird computergestützt erledigt. Das Berufsbild heißt „Technisches Produktdesign“. Als Sekretärin und Sekretär würde man die Sachbearbeiterinnen und -bearbeiter heute auch nicht mehr bezeichnen. Die Aufgaben sind anspruchsvoller geworden, was bei der Ausbildung der „Kaufleute für Büromanagement“ berücksichtigt wird. Auch bei uns im Verwaltungsbereich hat sich einiges getan. Besonders in den letzten Jahren hat der Kanzler als Leiter der Hochschulverwaltung das Personalmanagement sehr vorangetrieben und modernisiert. Im Bereich Human Resources Management sind wir mittlerweile in einigen Bereichen Ansprechpartner für viele andere Universitäten in NRW.

Mit dreißig neuen und insgesamt 102 Auszubildenden und einer breiten Berufspalette ist die TU Dortmund eine der größten Arbeits- und Ausbildungsstätten im Raum Dortmund. Wie steht es um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz?

Die heutige Generation von Auszubildenden ist sehr viel anspruchsvoller geworden. Sie hoffen eher auf ein kreatives Team, bei dem alle gleich gestellt sind. Dafür zeigen sie weniger Führungsambition. Allgemein ist die Work-Life-Balance ungemein wichtig geworden, um die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu sichern. Die jungen Beschäftigten erwarten Flexibilität, was Arbeitszeit und -ort betrifft, flache Hierarchien und möglichst kurze Dienstwege. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist so etwas an der Universität nicht vollständig umzusetzen, zumal wir uns als Dienstleister für den Wissenschaftsbetrieb verstehen.  Der Arbeitsplatz Hochschule bietet den Beschäftigten jedoch die Möglichkeit zu interessanten Kontakten, zum Austausch und somit zur Erweiterung des persönlichen Horizonts. Zum Beispiel haben wir hier die Kooperation „Bildwechsel” mit der Kunstwissenschaft. Die Studierenden stellen bei uns regelmäßig aus und erläutern ihre Werke. So kommt es, dass sich am Arbeitsplatz Universität die Beschäftigten in der Verwaltung morgens über ihre Eindrücke von Kunstwerken austauschen.

Als Beschäftigte und Beschäftigter an der TU Dortmund kommt man an Informationen über universitäre Ausstellungen, Konzerte und Kulturveranstaltungen gar nicht vorbei. Das betriebliche Gesundheitsmanagement fördert die Teilnahme am Hochschulsport oder dem Fitnessförderwerk. Mit dem Pausen- oder Entspannungsexpress kommt die Bewegungsförderung auf Wunsch sogar einmal wöchentlich ins Büro. So können wir einige Erwartungen erfüllen und bieten mit vielen weiteren Angeboten einen attraktiven Arbeitsplatz.

Wie haben sich die Auszubildenden und jungen Arbeitskräfte verändert? Gibt es Entwicklungen, die sie festmachen können?

Wir wählen unsere Auszubildenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr bedacht aus, schließlich wollen wir die besten Köpfe für die TU gewinnen! Ein Team aus der Personalentwicklung erstellt gemeinsam mit der einstellenden Einrichtung ein Anforderungsprofil und eine Eignungsdiagnostik, um die  Erfordernisse der ausgeschriebenen Position genau abzustimmen. In dem einen Beruf braucht man mehr technische, im anderen mehr soziale Kompetenz. Durch die Ausdifferenzierung und Individualisierung des Bewerbungsverfahrens sind natürlich viel komplexere Stärkenprofile möglich, als es beim herkömmlichen Bewerbungsgespräch der Fall war. Daher kann man jetzt viel klarere Aussagen über die Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten  der Bewerberinnen und Bewerber machen. Insgesamt haben sich diese im Hinblick auf Technik grundlegend gewandelt. Da die jungen Menschen mit der Digitalisierung aufgewachsen sind, haben sie definitiv weniger Scheu vor technischen Aufgaben bzw. den Rahmenbedingungen. Der Klick auf den Email-Button, wenn der PC angeht, ist schon „vorprogrammiert”. Und das ist ausnahmslos der Fall, nicht nur bei den IT-Spezialistinnen und -Spezialisten.

 

ZUR PERSON:

Astrid Moysich-Lengowski hat 1986 als Volljuristin im Justitiariat der TU Dortmund ihre Laufbahn begonnen und ist der Universität seither treu geblieben. Dabei stieg die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen auf zur Leiterin des Dezernats 3 Personal und Recht, dem neben der Personalverwaltung, der Personalentwicklung und -gewinnung auch das Justitiariat und die Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt zugeordnet sind.


Alle bisherigen Interviews der Reihe „50 Jahre – 50 Köpfe” finden Sie auf der Jubiläums-Webseite:

Sie kennen eine Person, die wir für die Reihe „50 Jahre – 50 Köpfe” interviewen sollten? Senden Sie uns gerne Ihre Vorschläge:

 



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