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Journalistik-Studierende der TU Dortmund zwischen Königshaus und Flüchtlingscamp

Einen Brennpunkt der Weltgeschichte haben elf Dortmunder Journalistik-Studierende im Rahmen einer 12-tägigen Recherche-Exkursion nach Jordanien erkundet: Der Umgang mit Flüchtlingen des syrischen Bürgerkriegs und die Bedeutung des Islam für die Gesellschaft standen thematisch ebenso im Mittelpunkt der Reise wie der Konflikt zwischen Israel und der arabischen Welt – in den Zeitpunkt der Exkursion fiel auch die umstrittene Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Sitz der US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Einige der knapp 30 Termine, die die Studierenden absolvierten, führten die Gruppe auch in die königliche Familie: Die jordanische Prinzessin Rym Ali berichtete der TU-Delegation über ihre eigene journalistische Karriere als Reporterin für CNN im Irak-Krieg und ihre Vision für die Gründung des Jordan Media Institute, das die Qualität des Journalismus in Jordanien verbessern soll. FIFA-Vizepräsident Prinz Ali lud die Dortmunder Studierenden in sein neu gegründetes Fußball-Projekt für syrische Flüchtlingskinder ein – im Zaatari-Camp organisiert seine Initiative Fußball-Trainings für Flüchtlingsjungen und -mädchen, um den Kindern in dem oft bedrückenden Alltag des Lebens im Flüchtlingscamp eine Perspektive zu geben und Freude zu vermitteln. Begeisterung bei den Kindern lösten die schwarz-gelben BVB-Shirts aus, die die Dortmunder als Gastgeschenke bei ihrem Besuch in dem von 80.000 Einwohnern bewohnten Flüchtlingscamp im Gepäck hatten.

Besuch des jordanischen Senders Al Hayat
 

Weitere Termine führten die Dortmunder Journalistik-Delegation zu führenden Medien und Universitäten des Landes, Umwelt- und Bildungsprojekten. Am Schluss der Reise wurden die Dortmunder Studierenden selbst befragt – im jordanischen Sender Al Hayat gaben sie Auskunft über ihre Eindrücke von einem Schlüsselland in der Krisenregion.
 
Prof. Susanne Fengler, Leiterin des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus (EBI) an der TU Dortmund, hatte die Reise gemeinsam mit der EBI-Gastwissenschaftlerin Monika Lengauer organisiert. Ihr Fazit: „Die Flüchtlingskrise zeigt, wie sehr auch unser Alltag in Deutschland von globalen politischen Zusammenhängen geprägt wird. Die Ursachen durch eigene Anschauung zu verstehen und ihre Wirkungen zu analysieren – das war das Ziel der Reise und ein wichtiger Baustein für eine gute Auslandsberichterstattung.”



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