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IFS-Bildungsdialog der TU Dortmund zur Digitalisierung in der Schule

Kann individuelle Förderung durch den Einsatz digitaler Medien in der Schule gelingen? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich durch Computer und Tablets in der pädagogischen Arbeit im Klassenzimmer? Welche Risiken sind mit dem Zugang zur digitalen Welt für Kinder und Jugendliche verbunden? Und wie ist mit diesen umzugehen? Das sind Fragen, die die Schulen aktuell bewegen – Antworten gaben hochkarätige Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Schulpraxis beim zweiten Bildungsdialog des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund am 21. September.

Die neue Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, sagte in ihrer Begrüßung: „Wir wollen, dass junge Menschen ihr Leben im Zeitalter des digitalen Wandels selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestalten können. Gemeinsam mit allen relevanten Akteuren müssen wir unsere Anstrengungen für bestmögliche digitale Bildung verstärken. Dazu gehören die Verbesserung der Ausstattung, eine moderne Unterrichtsentwicklung und eine zeitgemäße Lehreraus- und -fortbildung. Stärker als bisher wollen wir die Vermittlung von Medienkompetenzen und die Chancen der Digitalisierung für individuelle Lernwege in den Fokus rücken.“

Prof. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn), Leiterin der erstmals 2013 am IFS durchgeführten ICILS-Studie, hielt den Eröffnungsvortrag. Bei der ICILS-Studie hatten deutsche Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich von Computer-Kompetenzen nur mittelmäßig abgeschnitten. Dr. Heike Schaumburg (Humboldt-Universität zu Berlin) sprach über „Empirische Befunde zur Wirksamkeit unterschiedlicher Konzepte des digital unterstützten Lernens“. Prof. Jan Pfetsch (TU Berlin) gab einen Überblick aus wissenschaftlicher Perspektive über problematische Trends wie „Cyberbullying, exzessive Internetnutzung und Sexting“.

Chancen und Herausforderungen in den Blick nehmen

Prof. Nele McElvany, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund, fasste die Bedeutung der Veranstaltung zusammen: „Es ist an der Zeit, dass wir den Blick gezielt auf Aspekte wie Lernförderung durch digitale Bildung lenken, aber auch Risiken nicht außer Acht lassen. Die Forschung weiß schon viel zu den Themen ,Ressourcen und Rahmenbedingungen‘ etwa durch die am IFS in 2013 erstmalig durchgeführte international-vergleichende ICILS Studie“, sagte sie. „Noch nicht konsequent umgesetzt wird hingegen der Dialog mit der Praxis, denn auch hier liegen wichtige Erfahrungswerte vor. Genau diesen Austausch befördert der IFS-Bildungsdialog.“

Mit dem Bildungsdialog „Digitalisierung der schulischen Bildung: Chancen und Herausforderungen“ ergänzt das IFS seine erfolgreiche Konferenzreihe der Dortmunder Symposien der Empirischen Bildungsforschung um eine zusätzliche praxisorientierte Veranstaltung. Bei dieser steht der Austausch von Akteurinnen und Akteuren aus Bildungsadministration, Bildungspolitik, Bildungspraxis und Bildungsforschung im Zentrum.

Weitere Informationen:

Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Dr. Franziska Schwabe
Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund
Telefon: 0231-755 7818

 



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