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UA Ruhr: Zwei neue Graduiertenkollegs der VolkswagenStiftung

Gemeinsam stärker: Das Motto der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) hat sich erneut bestätigt bei einer aktuellen Ausschreibung der VolkswagenStiftung. Sie bewilligte jetzt acht Promotionskollegs, um Wissenschaft und berufliche Praxis auf dem Weg zum Doktortitel stärker miteinander zu verzahnen. Zwei dieser Nachwuchsforscherschmieden kommen an die UA Ruhr.


Drehbücher für die postindustrielle Stadtentwicklung

Jubeln können die Nordamerika-Expert/innen der UA Ruhr: Im neuen Forschungskolleg „Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions“ wollen die Geisteswissenschaftler/innen gemeinsam herausfinden, mit welchen Strategien sich die „alten“ amerikanischen und deutschen Kohle-, Stahl- und Auto-Städte neue, wegweisende Zukunftsszenarien erarbeiten können. Um das Stadtmarketing detaillierter zu untersuchen, werden demnächst acht Nachwuchsforschende ein Jahr lang bei deutschen und nordamerikanischen Unternehmen arbeiten. Im Fokus stehen die Bereiche Stadtverwaltung und -entwicklung, Kultur, Bildung, Transport und nachhaltiges Bauen und Wohnen.

Vor Ort analysieren die Promovierenden gegenwärtige Modelle, Selbstbeschreibungsprozesse und Handlungslogiken – kurz „Scripts“. Diese populären Drehbücher beinhalten wirkmächtige Geschichten aus der Vergangenheit mit folgenreichen Szenarien für die Zukunft. „Da die Vorlagen sehr oft aus den USA stammen, interessieren wir uns vor allem dafür, wie sie angepasst oder umgeschrieben werden müssen, damit sie als Stadtentwicklungs-Modelle greifen“, erklärt Prof. Dr. Barbara Buchenau, die Sprecherin des Kollegs. Dieses originelle Forschungs- und Ausbildungskonzept fördert die VolkswagenStiftung bis 2022 mit gut 1,7 Millionen Euro. Wissenschaftlich getragen wird das Promotionskolleg durch: Barbara Buchenau, Jens Martin Gurr und Josef Raab (Universität Duisburg-Essen); Walter Grünzweig und Randi Gunzenhäuser (Technische Universität Dortmund) sowie Kornelia Freitag und Michael Wala (Ruhr-Universität Bochum).


MEDAS 21: Entwicklungszusammenarbeit in den Medien

Grund zur Freude haben auch die kommunikationswissenschaftlichen Institute der UA Ruhr: Ihr Antrag für das Promotionskolleg MEDAS 21 („Global Media Assistance: Applied Research, Improved Practice in the 21 Century“) war ebenfalls erfolgreich. Es befasst sich mit der medienbezogenen Entwicklungszusammenarbeit und wird mit ca. 1,6 Millionen Euro gefördert. Antragsteller sind Prof. Dr. Susanne Fengler (Technische Universität Dortmund), Prof. Dr. Barbara Thomaß (Ruhr-Universität Bochum) sowie Prof. Dr. Jens Loenhoff (Universität Duisburg-Essen).

„Unser Kolleg verzahnt fachübergreifend die Journalistik mit medien- und kommunikationswissenschaftlichen Fragestellungen“, erläutert die Sprecherin Prof. Dr. Susanne Fengler. Dieser Ansatz verspricht neue Erkenntnisse für die systematische Analyse der sich wandelnden Rahmenbedingungen der Medienwelt, sei es nun im gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen oder technologischen Bereich. Gefragt wird u.a. danach: Wie wirksam und legitim Medienentwicklungskooperationen sind, wie sich Vereinzelungstendenzen und Komplexitätszuwächse auswirken oder welche Folgen die zunehmende Verflechtung von zivil-humanitären und sicherheitspolitischen Aspekten haben.

Praxispartner sind die Deutsche Welle Akademie, die Friedrich-Ebert- und Konrad-Adenauer-Stiftung, die African Media Initiative, Media in Cooperation and Transition sowie der Catholic Media Council.


Promotionskollegs der VolkswagenStiftung

Mit den Promotionskollegs unterstützt die VolkswagenStiftung Doktorand/innen der Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften in der Vorbereitung auf außeruniversitäre Karrierewege. Im Mittelpunkt stehen Praxismodule in Berufsfeldern jenseits von Schule und Hochschule. Mit ihrer einmaligen Ausschreibung "Wissenschaft und berufliche Praxis in der Graduiertenausbildung" möchte die VolkswagenStiftung einen Perspektivenwechsel anregen, der sich mehr an den praxisbasierten Promotionen im angelsächsischen Raum orientiert. Förderchancen hatten nur die Kolleginitiativen, in denen die außerwissenschaftliche Berufs-praxis Teil der promotionsthematischen Arbeit sind.



  • Weitere Informationen:

Postindustrial Urban Futures

MEDAS 21



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