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(Re-)Akkreditierung von Studiengängen

Studierende sitzen im Seminarraumgebäude und schreiben mit. © Oliver Schaper​/​Tu Dort­mund

Die Akkreditierung und Reakkreditierung von Studiengängen ist ein Instrument der externen Qualitätskontrolle. Ziel der Studien­gangs­akkredi­tierung ist die Überprüfung von Studiengängen sowie der Berufsrelevanz der Abschlüsse nach inter­natio­nalen Maßstäben.

Akkreditierungsverfahren

Das Akkreditierungsverfahren ist ein mehrstufiges Verfahren, das auf dem Prinzip des Peer Review beruht und auf der Grundlage der Ländergemeinsamen Strukturvorgaben der KMK von privatwirtschaftlich tätigen Agenturen durchgeführt wird. Die externen Gutachter (Peers) prüfen, ob das Studienangebot bestimmten Mindestanforderungen entspricht (z. B. ob das Studienprogramm in der dafür vorgesehenen Zeit ab­ge­schlos­sen wer­den kann oder die Module an den Qualifikationszielen ausgerichtet sind). Ist dies der Fall, so erhält der Studiengang - bis zur nächsten Qualitätskontrolle befristet - ein entsprechendes Qualitätssiegel der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutsch­land (Akkreditierungsrat). Die Gutachter sprechen auch Empfehlungen und ggf. Auflagen zur Weiterentwicklung der Stu­di­en­gän­ge aus. Diese gehen in den Qualitätskreislauf der TU Dort­mund ein.

Die Agenturen sind bei der Durchführung der Akkreditierungsverfahren an die Kriterien für die Akkreditierung von Studiengängen sowie die Allgemeinen Regeln zur Durchführung von Verfahren zur Akkreditierung und Reakkreditierung von Studiengängen des Deut­schen Akkreditierungsrates gebunden. Insofern bleibt wenig Spielraum zur Ausgestaltung des Verfahrens, das sich prinzipiell in drei Schritte unterteilt: Selbstdokumentation, Begutachtung vor Ort, Akkreditierungsbescheid.

1. Interne Phase - Selbstdokumentation

  • Die Hoch­schu­le stellt einen Antrag auf Akkreditierung eines Studiengangs oder mehrerer Stu­di­en­gän­ge bei einer Agentur ihrer Wahl.
  • Es findet (bei Bedarf) ein Vorgespräch zwischen Hoch­schu­le und Agentur statt, ggf. auch eine Vorprüfung des Antrags durch die Agentur anhand einer von der Hoch­schu­le bereit gestellten Kurzfassung über den Studiengang. Es wird ein Vertrag zwischen Agentur und Hoch­schu­le geschlossen.
  • Das Fach fertigt innerhalb einer vereinbarten Frist die Selbstdokumentation (= Antragsunterlagen) an, die folgende Schwer­punkte enthält: Begründung des Studiengangs, Struktur des Stu­di­ums und fachlich-inhaltliche An­for­der­ungen, personelle, sächliche und räumliche Aus­stat­tung, Qualitätssicherungsmaßnahmen, studienbezogene Kooperationen. Der Umfang umfasst in der Regel ca. 30 Seiten (ohne Anlagen).
  • Die Akkreditierungskommission der Agentur diskutiert den Antrag und lehnt ihn entweder ab (dann muss die Hoch­schu­le den Antrag überarbeiten und erneut einreichen) oder nimmt ihn an (das Verfahren wird damit eröffnet).

2. Externe Phase - Begehung

  • Die Akkreditierungskommission setzt (ggf. unter Berücksichtigung der Vorschläge Hoch­schu­le) eine Kommission aus hochschulexternen Gutachter(inne)n ein, der Hochschullehrer(innen) sowie Vertreter(innen) der Berufspraxis und der Stu­die­ren­den angehören.
  • Die Gutachter(innen) erhalten die Antragsunterlagen zur Lektüre und Prüfung.
  • Während eines Vor-Ort-Besuchs ("Begehung") führen die Gutachter(innen) Gespräche mit der Hochschulleitung, dem Dekanat, den Studiengangsverantwortlichen sowie mit Lehrenden und Stu­die­ren­den.
  • Anschließen verfasst die Gutachtergruppe einen Bewertungsbericht, der auch eine Akkreditierungsempfehlung an die Akkreditierungskommission der Agentur enthält.

3. Akkreditierungsbescheid

Die Akkreditierungskommission der Agentur berät über die Begutachtungsergebnisse und fasst einen Beschluss zur Akkreditierung. Der Akkreditierungsbeschluss kann lauten "Akkreditierung ohne Auflagen", d.h. es wurden keine grundlegenden Mängel festgestellt und der Studiengang erhält das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates. Die Akkreditierierung kann auch "mit Auflagen" ausgesprochen wer­den. D.h. der Studiengang entspricht ingesamt den Qualitätsanforderungen, es müssen aber noch einige Nachbesserungen umgesetzt wer­den. Die Hoch­schu­le hat max. 18 Monate Zeit, die Auflagen umzusetzen, ansonsten verliert der Studiengang seine erteilte Akkreditierung. Die Akkreditierung kann darüber hinaus von der Agentur zurückgestellt wer­den,  d.h. der Studiengang weist größere Qualitätsmängel auf, so dass eine Akkreditierung zu­nächst nicht erteilt, jedoch in Aussicht gestellt wird. Die Hoch­schu­le erhält innerhalb einer bestimmten Frist die Möglichkeit, die Mängel zu beheben und den Antrag zu überarbeiten. Zu guter Letzt kann eine Akkreditierung auch versagt wer­den, wenn der Studiengang  wesentliche Qualitätsmängel aufweist, die auch durch Nachbesserungen nicht zu beheben sind.

Im Falle einer erteilten Akkreditierung wird das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates verliehen. Der Akkreditierungsbericht wird (inklu­sive der Auflagen und Empfehlungen) durch die Akkreditierungsagentur veröffentlicht. Im Falle der Nichtakkreditierung sind die Agenturen verpflichtet, den Akkreditierungsrat darüber zu informieren.

Die Kriterien des Deut­schen Akkreditierungsrates beziehen sich auf

  • das Curriculum,
  • die Berufsbefähigung,
  • die personelle Aus­stat­tung sowie
  • die räumliche, apparative und sächliche Aus­stat­tung.

Die Strukturvorgaben der KMK beziehen sich auf die Studienstruktur und die Studiendauer, Zugangsvoraussetzungen und Übergänge, Studiengangsprofile und Abschlussbezeichnungen sowie Modularisierung und Leistungspunktesystem und die Wertigkeit der Abschlüsse im Vergleich zum herkömmlichen Graduiertensystem. Darüber hinaus sind die Strukturvorgaben der Bundesländer zu beachten.

Dem Anspruch nach soll ein Verfahren nach sechs Monaten ab­ge­schlos­sen sein, gemessen vom Zeitpunkt der Einreichung der Antragsunterlagen bis zum Vorliegen des Akkreditierungsbescheids. Tatsächlich muss je nach Agentur und Fachgebiet mit einer längeren Dauer gerechnet wer­den, da es aufgrund der Vielzahl an Verfahren immer schwieriger wird, Gutachterinnen und Gutachter zu gewinnen. Die internen Vorarbeiten innerhalb der TU Dort­mund sind bei diesen Fristen nicht berücksichtigt.

Die Kosten für die Akkreditierung eines Studiengangs liegen bei etwa 12.000 bis 15.000 €. Durch Bündelung mehrerer Stu­di­en­gän­ge in einem Verfahren lassen sich die Verfahrenskosten erheblich reduzieren ("Cluster-Akkreditierung"). Eine solche Paketlösung kommt jedoch nur unter bestimmten Voraus­set­zun­gen in Frage. Inwiefern die zur Akkreditierung anstehenden Stu­di­en­gän­ge eine Clusterbildung erlauben, prüft die jeweilige Agentur. Die Kosten haben die Hoch­schu­len zu tragen.

Jeder Studiengang wird zeitlich befristet akkreditiert, bei Erstakkreditierungen in der Regel für fünf, bei Folgeakkreditierungen bis zu sieben Jahren. Nach Ablauf dieser Frist muss eine Reakkreditierung erfolgen. Hierfür beginnt das Verfahren in der Regel ein Jahr vor Ablauf der Akkreditierungsfrist. Eine Reakkreditierung ist nicht einfach die Wiederholung der Erstakkreditierung, wenngleich die Abfolge von Selbstdokumentation, externer Begutachtung und Akkreditierungsbescheid beibehalten wird. Denn während die Erstakkreditierung ein ex ante-Verfahren ist, d. h. die Akkreditierungsentscheidung lediglich auf einer (durchaus begründeten) Prognose über die künftige Qua­li­tät des eingerichteten Studiengangs beruht, ist die Reakkreditierung ein ex post-Verfahren, d. h. die zu treffende Reakkreditierungsentscheidung erfolgt nun unter Hinzuziehung der studiengangsbezogenen Daten. So muss das Fach anhand statistischer und empirisch erhobener Daten, wie Studiendauer und Prüfungsleistungen, Stu­die­ren­den- und Absolvent(inn)enbefragungen etc. den Nachweis darüber führen, wie gut das jeweilige BA- oder MA-Pro­gramm tatsächlich ist.

Bei Fragen zum Akkreditierungsverfahren an der TU Dort­mund wenden Sie sich bitte an:

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.