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UA Ruhr: Zwei neue Graduiertenkollegs der VolkswagenStiftung

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Gruppenbild © Archiv​/​TU Dort­mund
Dr. Dirk-Claas Ulrich, Programmgeschäftsführer und Leiter des Kollegs MEDAS 21 mit Prof. Barbara Thomaß (Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum), Prof. Susanne Fengler (TU Dort­mund) und Prof. Jens Loenhoff (Uni Duisburg-Essen) (v.l.).

Gemeinsam stärker: Das Motto der Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr (UA Ruhr) hat sich erneut bestätigt bei einer aktuellen Ausschreibung der VolkswagenStiftung. Sie bewilligte jetzt acht Promotionskollegs, um Wis­sen­schaft und berufliche Praxis auf dem Weg zum Doktortitel stärker miteinander zu verzahnen. Zwei dieser Nachwuchsforscherschmieden kommen an die UA Ruhr.


Drehbücher für die postindustrielle Stadtentwicklung

Jubeln können die Nordamerika-Expert/innen der UA Ruhr: Im neuen Forschungskolleg „Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Trans­atlan­tic Interventions“ wollen die Geisteswissenschaftler/innen gemeinsam herausfinden, mit welchen Strategien sich die „alten“ amerikanischen und deutschen Kohle-, Stahl- und Auto-Städte neue, wegweisende Zukunftsszenarien erarbeiten können. Um das Stadtmarketing detaillierter zu untersuchen, werden demnächst acht Nachwuchsforschende ein Jahr lang bei deutschen und nordamerikanischen Un­ter­neh­men arbeiten. Im Fokus stehen die Bereiche Stadtverwaltung und -entwicklung, Kultur, Bildung, Transport und nachhaltiges Bauen und Wohnen.

Vor Ort analysieren die Promovierenden gegenwärtige Modelle, Selbstbeschreibungsprozesse und Handlungslogiken – kurz „Scripts“. Diese populären Drehbücher beinhalten wirkmächtige Geschichten aus der Vergangenheit mit folgenreichen Szenarien für die Zukunft. „Da die Vorlagen sehr oft aus den USA stammen, interessieren wir uns vor allem dafür, wie sie angepasst oder umgeschrieben werden müssen, damit sie als Stadtentwicklungs-Modelle greifen“, erklärt Prof. Dr. Barbara Buchenau, die Sprecherin des Kollegs. Dieses originelle Forschungs- und Ausbildungskonzept fördert die VolkswagenStiftung bis 2022 mit gut 1,7 Millionen Euro. Wissenschaftlich getragen wird das Promotionskolleg durch: Barbara Buchenau, Jens Martin Gurr und Josef Raab (Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen); Walter Grünzweig und Randi Gunzenhäuser (Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund) sowie Kornelia Freitag und Michael Wala (Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum).


MEDAS 21: Entwicklungszusammenarbeit in den Medien

Grund zur Freude haben auch die kommunikationswissenschaftlichen Institute der UA Ruhr: Ihr Antrag für das Promotionskolleg MEDAS 21 („Global Media Assistance: Applied Research, Improved Practice in the 21 Century“) war ebenfalls er­folg­reich. Es befasst sich mit der medienbezogenen Entwicklungszusammenarbeit und wird mit ca. 1,6 Millionen Euro gefördert. Antragsteller sind Prof. Dr. Susanne Fengler (Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund), Prof. Dr. Barbara Thomaß (Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum) sowie Prof. Dr. Jens Loenhoff (Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen).

„Unser Kolleg verzahnt fachübergreifend die Jour­na­lis­tik mit medien- und kommunikationswissenschaftlichen Fragestellungen“, erläutert die Sprecherin Prof. Dr. Susanne Fengler. Dieser Ansatz verspricht neue Erkennt­nisse für die systematische Analyse der sich wandelnden Rahmenbedingungen der Medienwelt, sei es nun im gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen oder technologischen Bereich. Gefragt wird u.a. danach: Wie wirksam und legitim Medienentwicklungskooperationen sind, wie sich Vereinzelungstendenzen und Komplexitätszuwächse auswirken oder welche Folgen die zunehmende Verflechtung von zivil-humanitären und sicherheitspolitischen Aspekten haben.

Praxispartner sind die Deutsche Welle Akademie, die Friedrich-Ebert- und Konrad-Adenauer-Stiftung, die African Media Initiative, Media in Cooperation and Transition sowie der Catholic Media Council.


Promotionskollegs der VolkswagenStiftung

Mit den Promotionskollegs unterstützt die VolkswagenStiftung Doktorand/innen der Geistes-, Kultur- und Gesellschafts­wissen­schaften in der Vorbereitung auf außeruniversitäre Karrierewege. Im Mittelpunkt stehen Praxismodule in Berufsfeldern jenseits von Schule und Hoch­schu­le. Mit ihrer einmaligen Ausschreibung "Wis­sen­schaft und berufliche Praxis in der Graduiertenausbildung" möchte die VolkswagenStiftung einen Perspektivenwechsel anregen, der sich mehr an den praxisbasierten Promotionen im angelsächsischen Raum orientiert. Förderchancen hatten nur die Kolleginitiativen, in denen die außerwissenschaftliche Berufs-praxis Teil der promotionsthematischen Arbeit sind.

 

  • Weitere Informationen:

Postindustrial Urban Futures

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.