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Meinungsfreiheit

Geschmacklos, aber nicht verboten

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Der Text des Artikel 5, Grundgesetz, auf einer Fensterscheibe © Creative Commons
Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutsch­land schützt die Meinungsfreiheit.

Ein TU-Professor zitiert in sei­nem Schaukasten Adolf Hitler. Warum unsensible Satire miss­bil­ligt, aber nicht verboten werden kann.

Der AStA der TU Dort­mund hatte den Fall an die Hochschulleitung herangetragen: Professor Walter Krämer nutzt seinen Schaukasten im CDI-Gebäude zur politischen Satire. Unter der Überschrift „Rauchen gegen Rechts“ hängt dort ein vermeintliches Zitat von Adolf Hitler, das behauptet, der Nationalsozialismus wäre in Deutsch­land nicht an die Macht gekommen, wenn er selbst nicht das Rauchen aufgegeben hätte. Eine unsinnige Aussage. Krämer hat dem Zitat den Zusatz angefügt, dass Churchill, Roosevelt und Stalin aufgrund dieses Zusammenhangs Kettenraucher gewesen wären. Eine abstruse Botschaft und zweifellos unsensibel gegenüber allen Opfern des Nationalsozialismus.

Der Aushang verbreitet allerdings kein verfassungswidriges Gedankengut. Eher schon fragt man sich: Soll man ein gesundheitsschädliches Verhalten als Mittel im Kampf gegen Rechts auffassen? Prof. Krämer will dies satirisch als Statement gegen die aus seiner Sicht übertriebenen Rauchverbote verstanden wissen, er selbst ist Raucher.

Unabhängig davon, wie man zu dieser satirischen Darstellung steht: Sie ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Die Hochschulleitung kann diesen Aushang weder verbieten noch entfernen lassen, wie inzwischen mehrfach gefordert wurde. Rektorin Prof. Ursula Gather vertritt eine klare Haltung: „Diese Meinung einer einzelnen Person gibt nicht die Meinung der Uni­ver­si­tät oder gar der Hochschulleitung wieder. Zudem darf jeder seine kritische Meinung auch zu diesem Aushang äußern. Dieser fordert geradezu Widerspruch und Diskurs heraus. Ich selbst missbillige in aller Deutlichkeit, dass in Schaukästen der TU Dort­mund Zitate von Hitler ausgehängt werden. Wie ich finde, ist dies eine geschmacklose und unsensible Provokation.“

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.