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Architekturstudierende entwerfen Pläne für Areal des ehemaligen Dort­mun­der Südbahnhofs: Sechste internationale Früh­jahrs­aka­de­mie der TU Dort­mund

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  • Studium & Lehre
Gruppenfoto mit Modellentwurf aus Holz im Vordergrund © Oliver Schaper
Stu­die­ren­de aus Dort­mund, Turin und Eindhoven präsentierten bei der Abschlussveranstaltung der inter­natio­nalen Früh­jahrs­aka­de­mie der TU Dort­mund ihre Entwürfe für das Areal des ehemaligen Dort­mun­der Südbahnhofs.

„Stadt-Brachen“, also Leerräume in der Stadt, finden sich an verschiedenen Stellen in Dort­mund und dem gesamten Ruhrgebiet. Wie können diese brachliegenden Flächen sinnvoll genutzt und wieder in die Stadt eingebunden werden? Mit dieser Frage setzten sich die rund 40 Stu­die­ren­den aus Dort­mund, Turin und Eindhoven während der sechsten inter­natio­nalen Früh­jahrs­aka­de­mie an der TU Dort­mund auseinander. Am Mittwoch, 21. März, präsentierten sie ihre Entwürfe auf der Hoch­schul­etage des Dort­mun­der U.

Bei der im Rahmen der Akademie untersuchten Stadtbrache handelt es sich um das Areal des ehemaligen Dort­mun­der Südbahnhofs. Es wurde während des Krieges im März 1945 zerstört und gilt spätestens seit Einstellung des öf­fent­lichen Personenverkehrs dort Ende der 1950er Jahre als Leerraum in der Stadt. Die Her­aus­for­de­rung für die inter­natio­nalen Architekturstudierenden bestand darin, auf diese Fläche in angemessener städtebaulicher und architektonischer Weise zu reagieren. In ihren Entwürfen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Areal, ähnlich dem Dort­mun­der Kreuz- oder Kaiserstraßenviertel, baulich verdichtet. Hierbei legten sie besonderen Wert darauf, ihre Pläne an die umgrenzende Stadtstruktur anzupassen und be­ste­hen­de Bauwerke wie den Wasserturm in ihre Konzepte zu integrieren. Die Ideen zeichneten sich durch eine Mischung von privatem Wohnraum, gewerblicher Nutzung und öffentlicher Nahversorgung aus. In ihren Entwürfen, die die Stu­die­ren­den auch als Holzmodelle anfertigten, schafften sie in der neugestalteten Brache außerdem Grünflächen als gemeinsame Treffpunkte, zur Erholung und Freizeitgestaltung.

 
Stu­die­ren­de profitieren von inter­natio­nalen Teams

Die inter­natio­nalen Teams setzten sich jeweils aus Stu­die­ren­den der TU Dort­mund, des Politecnico di Torino und der Technischen Uni­ver­si­tät Eindhoven zusammen. „Insbesondere die Nicht-Dort­mun­der haben einen neuen Blick auf die Stadt-Brache in der südlichen Innenstadt geworfen. Durch die un­ter­schied­lichen Nationalitäten und universitären Hin­ter­grün­de der Teilnehmenden sind neue Impulse entstanden. In den Gruppen wurde viel diskutiert und es sind tolle Ergebnisse dabei herausgekommen“, resümiert Olaf Schmidt. Gemeinsam mit Michael Schwarz hat er die Früh­jahrs­aka­de­mie 2013 ins Leben gerufen; beide vertreten die Pro­fes­sur für Gebäudelehre an der Fakultät Architektur und Bau­in­ge­ni­eur­we­sen der TU Dort­mund.

 

Zur Vorbereitung auf die diesjährige Akademie haben Architekturstudierende der TU Dort­mund im Rahmen eines Seminars die historische Entwicklung des Gebiets aufbereitet und dessen Bebauungsstruktur analysiert – und diese Ergebnisse ihren inter­natio­nalen Kommilitoninnen und Kommilitonen zur Verfügung gestellt. Während der Akademie hatten die Teams dann insgesamt neun Tage Zeit, Ideen zu entwerfen und Modelle anzufertigen. Zudem stand eine gemeinsame Exkursion nach Münster auf dem Pro­gramm.

 

„Die Früh­jahrs­aka­de­mie ist eine tolle Gelegenheit für unsere Stu­die­ren­den, sich mit anderen angehenden Architektinnen und Architekten auszutauschen. Hier entstehen vielfach Kontakte, die über Jahre halten“, freut sich Michael Schwarz. Von der Veranstaltung profitiert auch die Stadt Dort­mund. Sie erhält im Anschluss einen Überblick über die Ergebnisse.

 
Internationale Früh­jahrs­aka­de­mie seit 2013

Als lokales Pendant zu der seit über 30 Jahren stattfindenden In­ter­natio­nalen Sommerakademie in Venedig organisiert der Bereich Gebäudelehre der Fakultät Architektur und Bau­in­ge­ni­eur­we­sen seit 2013 jedes Jahr die Früh­jahrs­aka­de­mie. Im ersten Jahr hatten sich die Teams mit der Dort­mun­der B1 auseinandergesetzt, 2014 standen der Wallring und 2015 der Hellweg auf dem Pro­gramm. 2016 ging es um die Stadtplätze Alter Markt, Friedensplatz und Hansaplatz. Vergangenes Jahr widmete sich die Akademie der Dort­mun­der Nordstadt. Auch 2019 soll wieder eine internationale Früh­jahrs­aka­de­mie an der TU Dort­mund statt­finden.

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Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.