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Bund fördert For­schung an der TU Dort­mund mit 1,86 Mil­lio­nen Euro

Ver­bund­pro­jekt „Schule macht stark“ will Bil­dungs­un­gleich­heit ent­ge­gen­wir­ken

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Zwei Porträts © Roland Baege​/​TU Dort­mund
Prof. Christoph Selter und Prof. Susanne Prediger sind Teil des Forschungsverbunds „Schule macht stark – SchuMaS“.

Erhöhter Sprachförderbedarf, große Personalfluktuation, armutsgefährdete Elternhäuser: Das sind nur einige der erschwerten Be­din­gun­gen, unter denen Schulen in sozial he­raus­for­dern­der Lage arbeiten. Im Ergebnis fallen die Leis­tun­gen der Schü­ler­in­nen und Schüler dort vergleichsweise schlechter aus. Ein neuer For­schungs­verbund, an dem auch Prof. Susanne Prediger und Prof. Christoph Selter von der TU Dort­mund be­tei­ligt sind, will dieser Bil­dungs­un­gleich­heit nun bundesweit ent­ge­gen­wir­ken.

Unter dem Titel „Schule macht stark – SchuMaS“ er­ar­bei­ten sie zu­sam­men mit Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wis­sen­schaft­lern von 13 Institutionen und mit ins­ge­samt 200 Schulen ent­spre­chende Maß­nahmen. Das Vorhaben ist Teil einer ge­mein­samen Bund-Länder-Initiative und wird vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bildung und For­schung ge­för­dert.

„Durch ein großes Maß an Abstimmung zwischen allen Ebenen wol­len wir möglichst zielgerichtet und nachhaltig zum Abbau sozialer Ungleichheiten beitragen. Dabei geht es uns nicht nur um den Zugang zu Bildung, sondern um den tatsächlichen Erfolg der Schü­ler­in­nen und Schüler“, er­klärt Professor Dr. Kai Maaz, Ge­schäfts­füh­ren­der Di­rek­tor des Leibniz-Instituts für Bil­dungs­for­schung und Bildungsinformation DIPF, das den Verbund koordiniert. „Wir möchten, dass sich die sprachlichen und ma­the­ma­ti­schen Ba­sis­kom­pe­ten­zen, die Lernmotivation und auch die sozialen Kom­pe­ten­zen der Schü­ler­in­nen und Schüler verbessern. Das gilt auch vor dem Hintergrund der He­raus­for­de­run­gen in der aktuellen Pan­de­mie-Situation“, konkretisiert Maaz. Für diese Ziele wer­den Bil­dungs­for­schung und Schulpraxis im Rah­men von SchuMaS be­son­ders intensiv zu­sammen­arbeiten. Das Ver­bund­pro­jekt hat zum Januar 2021 seine Ar­beit auf­ge­nom­men.

Alle 16 Bundesländer an Projekt be­tei­ligt

Für die For­schung der Dort­mun­der Teams von Prof. Prediger und Prof. Selter stellt der Bund in den kommenden fünf Jahren 1,86 Mil­lio­nen Euro bereit. Anschließen soll sich eine zweite Phase von wei­te­ren fünf Jahren, in der die For­schungs­er­geb­nis­se in die Schulen eingebracht wer­den, die sich am Projekt be­tei­ligt haben. Diese 200 Schulen sind deutsch­land­weit verteilt, so dass alle 16 Bundesländer an „Schule macht stark“ be­tei­ligt sind. „Rund 60 Pro­zent sind Grund­schu­len, die übrigen 40 Pro­zent Schulen der Se­kun­dar­stu­fe 1“, be­rich­tet Prof. Selter. Zentral ist die Unter­stütz­ung der Schulen in den Be­rei­chen Mathe­matik und Deutsch. Für Mathe­matik der Se­kun­dar­stu­fe 1 ist Prof. Prediger, für Mathe­matik in der Pri­mar­stu­fe Prof. Selter zuständig. 

„Wir bauen auf Ergebnissen auf, die im Kontext des Deut­schen Zentrums für Leh­rer­bil­dung Mathe­matik ent­stan­den sind“, sagt Prof. Prediger. Das sind beispielweise die Projekte Sprach­bil­dung im Ma­the­ma­tik­un­ter­richt (SiMa), „Mathe sicher kön­nen“ oder PIKAS. PIKAS hat jüngst Ma­te­ri­alien zum Dis­tanz­un­ter­richt ent­wickelt und zur Ver­fü­gung gestellt. Zudem wol­len Prof. Prediger und Prof. Selter im Verbund der Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr (UA Ruhr) mit der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum und der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen zu­sammen­arbeiten.

Passende Fortbildungsmaterialien

Was plant das Duo Prediger/Selter im Projekt? Sie wer­den Unterrichtsmaterialien ins­be­son­de­re zur Sicherung mathematischer Ba­sis­kom­pe­ten­zen erstellen, in der Umsetzung beforschen und dann weiterentwickeln. „Wir wol­len dazu passende Fortbildungsmaterialien zur Ver­fü­gung stellen, die Per­so­nen nut­zen kön­nen, die Lehr­per­so­nen fortbilden“, sagt Prof. Prediger. Auch hier wird die Umsetzung beforscht und weiterentwickelt. Die Lern­pro­zes­se der Lehrkräfte und der Fortbildenden un­ter­sucht das Team ebenfalls. Dadurch wol­len sie mehr über deren Professionalisierungsprozesse erfahren. „Schließlich bearbeiten wir auch Themen wie Differenzierung im Ma­the­ma­tik­un­ter­richt der Pri­mar­stu­fe oder Algebra in Klasse 8“, sagt Prof. Selter.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.