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Zu­sam­men­arbeit der TU Dort­mund und der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen

UA Ruhr-Projekt begleitete Schulen in herausfordernden Lagen

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Porträt eines Mannes © Jürgen Huhn​/​TU Dort­mund
Prof. Heinz Günter Holt­appels begleitete das For­schungs­pro­jektPo­ten­ziale entwickeln – Schulen stärken“ als Leiter von Seiten der TU Dort­mund.

Schulen in herausfordernden Lagen haben es schwerer – viele ihrer Schü­ler­in­nen und Schüler sind sozial be­nach­tei­ligt und armutsgefährdet, haben weniger passende Unter­stützungs­möglich­keiten in der Familie oder wachsen zu Hause nicht mit der Bil­dungs­sprache Deutsch auf. An diesen Schulen sind auch besonders viele Stellen unbesetzt. Das Projekt „Po­ten­ziale entwickeln – Schulen stärken“ ist eine Ko­ope­ra­ti­on der TU Dort­mund unter der Leitung von Prof. Heinz Günter Holt­appels mit der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen. Die beiden Forschungsteams der UA Ruhr haben von 2014 bis 2020 mit 36 Schulen der Se­kun­dar­stu­fe I in der Ruhr-Region in sechs Schulnetzwerken mit ei­nem neuen Schul­ent­wick­lungs­kon­zept zu­sam­men­ge­ar­bei­tet und ih­re Erkennt­nisse nun ver­öf­fent­licht. Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung Mercator.

In dieser Situation der Schulen zeigen sich hohe An­for­der­ungen an das pä­da­go­gi­sche Personal: ein besonderes Engagement, sich den He­raus­for­de­rung­en zu stellen, und eine potenzialorientierte Haltung gegenüber Kindern und Jugend­lichen, die aus weniger privilegierten Milieus stam­men. Hinzu kommen spezifische pä­da­go­gi­sche Kom­pe­ten­zen, um junge Men­schen zu bestärken und auch fachlich bestmöglich zu fördern, ih­re Po­ten­ziale zu entfalten und Chancenungleichheit entgegenzuwirken. Die Schulen benötigen ent­spre­chende Ressourcen, aber auch stärkere und spezifische Unter­stütz­ung durch gezielte Emp­feh­lungen, Fortbildung und Begleitung bei der Schul­ent­wick­lung.

Die Forschungsteams standen den Schulen mit intensiver Be­ra­tung und Schulungen zur Seite. Das Besondere: Die Entwicklungsarbeit erfolgte auf Basis systematischer Datenerhebungen und -rückmeldungen, um gezielt an vorhandenen Stärken und Entwicklungsbedarfen der Schulen anzusetzen. Gleichzeitig konnte so un­ter­sucht wer­den, wie sich die Schulen weiterentwickelten. Begleitet wurde das Projekt auch von der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur des Landes NRW, um Erkennt­nisse breiter im Schulsystem nut­zen zu kön­nen.

Gezielte Entwicklungsarbeit für Schulen in herausfordernden Lagen

„Wir konn­ten zeigen“, so Prof. Heinz Günter Holt­appels vom Institut für Schul­ent­wicklungs­forschung der TU Dort­mund, „dass bestimmte Strukturen und Komponenten unseres Schulentwicklungsprogramms, die in vorherigen Unterstützungsprogrammen eher vernachlässigt wurden, die Schulen bei der zielgerichteten, systematischen und längerfristig angelegten Schulentwicklungsarbeit un­ter­stützt haben.“ Hervorzuheben sind neben der externen Schulbegleitung die Datenrückmeldungen an Schulen zum eigenen Entwicklungsstand, womit die gezielte Entwicklungsarbeit initiiert wurde.

Die aktive Be­tei­li­gung von engagierten Lehr­kräf­ten in Schulnetzwerken führte zur ge­mein­samen Erarbeitung innovativer Lösungsansätze zur Bewältigung von Problemen und zu einer nachhaltigen Qualitätsverbesserung der Schulen. „Ein dezidiert auf schulisches Ler­nen und förderliche Lernbedingungen ausgerichtetes Handeln der Schulleitungen, die Identifikation mit den Veränderungsansätzen und professionelle Teamarbeit der Lehrkräfte erwiesen sich ebenso als besondere Schlüsselfaktoren des Erfolgs“, be­rich­tet Holt­appels. Für Schulen in herausfordernden Lagen wurden so zum ersten Mal in Deutsch­land umfassend Gelingensbedingungen dafür herausgearbeitet, wie Schulen in schwierigen Lagen auch selbst Verbesserungen erzielen kön­nen.

Stär­kung von Schulen mit besonderen Problemen

Die extern bedingten Belastungen selbst lassen sich ohne flankierende Maß­nahmen nicht nachhaltig mindern. „Eine differenzierte Ressourcensteuerung ist dringend er­for­der­lich, um Schulen mit besonderen Problemen und Belastungen zu stärken“, fordert Prof. Isabell van Ackeren von der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen. Dies sollte mit kontextsensiblen Schul­ent­wick­lungs­kon­zep­ten einhergehen, weil sich Unter­stütz­ung durch Qualitätsanalyse, Be­ra­tung, Fortbildung und Begleitung der Schulen für deren Qualitätsentwicklung auszahlen.

Die Befunde wer­den im Hinblick auf Hinweise für Praxis, Bildungsadministration und Wis­sen­schaft in einer soeben erschienenen Veröffentlichung diskutiert. Der Band ist auch als E-Book im Internet verfügbar.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.