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Deutsche Forschungsgemein­schaft fördert bis 2025

TU Dort­mund wirbt 6,2 Mil­lio­nen Euro für Gra­du­ier­ten­kolleg ein

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Porträt eines Mannes © JENSNIETH.COM
Prof. Jakob Rehof von der Fa­kul­tät für In­for­ma­tik ist Sprecher des Gra­du­ier­ten­kol­legs 2193 „An­passungs­in­telli­genz von Fa­bri­ken im dy­na­misch­en und komplexen Umfeld“.

Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) hat am 8. Juli das Gra­du­ier­ten­kolleg (GRK) 2193 „An­passungs­in­telli­genz von Fa­bri­ken im dy­na­misch­en und komplexen Umfeld“ der TU Dort­mund ver­längert. Insgesamt 6,2 Mil­lio­nen Euro fließen von Oktober 2020 bis Ende 2025 für dieses Projekt. Sprecher ist Professor Jakob Rehof von der Fa­kul­tät für In­for­ma­tik.

„Ich freue mich sehr über diese Verlängerung“, sagte er nach der Entscheidung, „ist dies doch auch eine An­er­ken­nung für die bereits geleistete Ar­beit.“ Das Gra­du­ier­ten­kolleg umfasst Dok­toran­dinnen und Doktoranden aus un­ter­schied­lichen Fachdisziplinen an ins­ge­samt zehn wis­sen­schaft­lichen Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund. Sie sind an den fünf Fa­kul­tä­ten In­for­ma­tik, Ma­schi­nen­bau, Wirtschafts­wissen­schaften, Ar­chi­tek­tur und Bau­in­ge­ni­eur­we­sen sowie Elek­tro­tech­nik und In­for­ma­tions­tech­nik angesiedelt. Daneben sind das RIF e.V. Institut für For­schung und Transfer, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie mehrere Industriepartner in das GRK eingebunden. Neben der Mög­lich­keit, ih­re Dissertation im Bereich der Anpassungsplanung von Fabriksystemen zu er­ar­bei­ten, kön­nen die Dok­toran­dinnen und Doktoranden durch ein speziell auf das GRK zugeschnittene Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gramm ih­re fachlichen und methodischen Kom­pe­ten­zen gezielt ausbauen. Zudem steht dem GRK eine virtuelle Modellfabrik als Lern- und For­schungs­um­ge­bung zur Ver­fü­gung

Hintergrund des GRK 2193 ist die stark an­stei­gen­de Dynamik und Intensität der Produktionsabläufe in Fa­bri­ken. Diese zwingen Un­ter­neh­men immer häufiger, ih­re Fa­brik­sys­teme schnell und effizient an neue An­for­der­ungen anzupassen. Die hierbei ent­schei­den­den Wettbewerbsfaktoren sind die Anpassungs- bzw. Reaktionszeit sowie die Effizienz der Anpassungsmaßnahmen. Dies erfordert die Zu­sam­men­arbeit verschiedener Disziplinen im Un­ter­neh­men. Dieser steht jedoch auf Seiten der Wis­sen­schaft bislang kein ausreichender me­tho­disch­er oder ter­mi­no­lo­gischer Austausch der notwendigen Disziplinen gegenüber. 

Promovierende auf den komplexen Ar­beits­marktWis­sen­schaft“ vorbereiten

Das Gra­du­ier­ten­kolleg zielt darauf ab, Dok­toran­dinnen und Doktoranden interdisziplinär im Bereich der ganz­heit­lichen Fa­brik­an­pas­sungs­pla­nung forschen zu lassen. Damit wird mittelfristig auf eine Ver­bes­se­rung der Zu­sam­men­arbeit in der Praxis hingearbeitet. Ein Beispiel: Die Automobilindustrie steht vor der Her­aus­for­de­rung, ih­re Pkw zu elektrifizieren. Dafür muss die Pro­duk­tion in den Fabrikhallen umgebaut wer­den. Bislang geschieht das, indem zumeist die werkseigenen Ingenieure versuchen, die Ma­schi­nen und Arbeitsabläufe neu aus­zu­rich­ten. Mit dem GRK gehen Wissen­schaft­lerinnen und Wis­sen­schaft­ler verschiedenster Forschungsrichtungen die neue Her­aus­for­de­rung an und bringen ihr Know-how übergreifend über ih­re speziellen Wissensfelder hinaus ein. Damit kann der Umstellungsprozess im Werk beschleunigt und effizienter gestaltet wer­den.

Gra­du­ier­ten­kol­legs sind Ein­rich­tun­gen der Hoch­schu­len zur För­de­rung des wis­sen­schaft­lichen Nachwuchses, die die DFG für maximal neun Jahre fördert. Im Mit­tel­punkt steht die Qualifi­zierung von Dok­toran­dinnen und Doktoranden im Rah­men eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines struk­tu­rier­ten Qualifizierungskonzepts. Eine in­ter­dis­zi­pli­nä­re Ausrichtung der Gra­du­ier­ten­kol­legs ist erwünscht und wird beim Dort­mun­der GRK 2193 umgesetzt. Ziel ist es, die Pro­mo­vie­ren­den auf den komplexen Ar­beits­marktWis­sen­schaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ih­re frühe wis­sen­schaft­liche Selbst­stän­dig­keit zu un­ter­stüt­zen. So wer­den unter an­de­rem in­ter­na­ti­o­na­le Forschungskolloquien or­ga­ni­siert, um einen differenzierteren und fachlich vertieften Austausch mit Vertretern aus For­schung und Praxis zu erzielen.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.