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Kom­pe­ten­zen von Grund­schü­lerin­nen und Grundschüler

TIMS-Studie erhebt Kom­pe­ten­zen von Grund­schul­kin­dern

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Porträtfoto eines Mannes und einer Frau © IFS​/​TU Dort­mund; Roland Baege​/​TU Dort­mund
Prof. Christoph Selter und Prof. Nele McElvany sind fe­der­füh­rend bei zwei TIMS-Teil­stu­dien.

Trotz der ge­sell­schaft­li­chen Veränderungen – bei­spiels­weise durch die verstärkte Mi­gra­tion – sind die ma­the­ma­ti­schen und na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Kom­pe­ten­zen von Grund­schü­lerin­nen und Grundschülern in den ver­gang­enen Jahren im Wesentlichen stabil geblieben. Das ist das Ergebnis der inter­natio­nalen TIMS-Studie, die am 8. De­zem­ber vorgestellt wurde. Die Federführung für die Teil­stu­dien zur Mathe­matik (Prof. Christoph Selter) und zur Un­ter­richts­qua­li­tät (Prof. Nele McElvany) liegt bei der TU Dort­mund.

Die Er­geb­nisse der TIMS-Studie des Erhebungs-Zyklus von 2019 zeigen stabile Kom­pe­ten­zen der Grund­schü­lerin­nen und Grundschüler im Vergleich zu den Erhebungen von 2007, 2011 und 2015. Dabei hat sich seit der letzten Erhebung die Schülerschaft in Deutsch­land stark verändert. Deshalb bezogen die For­schenden bei­spiels­weise auch die Migrationserfahrungen der Familie sowie die Sprachen, die zu Hause gesprochen wer­den, in ih­re Studie mit ein. Klar wird, dass die Kom­pe­ten­zen nicht von ei­nem einzelnen Faktor wie Migrationserfahrung oder Ge­schlecht abhängen, sondern nur im Zu­sam­men­hang mit wei­te­ren Rah­men­be­ding­ung­en gesehen wer­den kön­nen. Dabei gehe es etwa um das Zusammenspiel von sozialer Benachteiligung, Unter­stütz­ung der Eltern und ge­ziel­ter schulischer För­de­rung.

Auch im inter­natio­nalen Vergleich sind die Er­geb­nisse beständig: Die Leis­tun­gen der deutschen Schü­ler­in­nen und Schüler liegen in Mathe­matik und in den Na­tur­wis­sen­schaf­ten im gesamten inter­natio­nalen Vergleich im Mit­tel­feld.

Schü­ler­in­nen und Schüler müssten ge­ziel­ter ge­för­dert wer­den

Neben der Erfassung der Kompetenzstände gibt der Studienbericht Einblick in Fragen zum Un­ter­richt, zu Nach­hil­fe, zu den Übergängen am Ende der Grundschulzeit und zu Ge­schlech­ter­un­ter­schie­den. Die For­schenden gehen auch auf die Be­deu­tung von Un­ter­schie­den zwischen Kindern aus ver­schie­de­nen sozialen Lagen und aus Familien mit un­ter­schied­lichen Migrationserfahrungen ein. Auf Basis der Er­geb­nisse empfehlen die For­schenden mehrere Maß­nahmen: Leis­tungs­schwache, aber auch leis­tungs­star­ke Schü­ler­in­nen und Schüler müssten ge­ziel­ter ge­för­dert wer­den. Stärkere Chancengerechtigkeit müsse hergestellt wer­den unabhängig von be­stimm­ten Merkmalen wie sozialer Herkunft, Ge­schlecht oder Migrationsstatus. Der ma­the­ma­ti­sche und na­tur­wis­sen­schaft­li­che Un­ter­richt in der Grund­schule müsse vor allem die leis­tungs­stär­ke­ren Lernenden stärker kognitiv aktivieren. Und schließlich sei die Ausweitung und Ver­bes­se­rung von fach­be­zo­ge­nen Fort­bil­dungs­an­ge­bo­ten für Lehrkräfte wich­tig, ins­be­son­de­re im Bereich des adaptiven Unterrichts und digitaler Me­di­en.

Die TIMS-Studie (Trends in International Mathematics and Science Study) erhebt im inter­natio­nalen Vergleich die ma­the­ma­ti­schen und na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Kom­pe­ten­zen von Grund­schü­lerin­nen und Grundschülern der 4. Klasse. Die Studie wird alle vier Jahre durch­ge­führt und do­ku­men­tiert damit seit 1995 die langfristigen Ent­wick­lungen in den teil­neh­men­den Bildungssystemen. Deutsch­land be­tei­ligt sich seit 2007 an der TIMS-Ver­gleichs­un­ter­su­chung, die von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) ver­ant­wor­tet wird. An TIMSS 2019 nahmen 58 Staaten mit rund 300.000 Schü­ler­in­nen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe teil.

Weiterführende In­for­ma­ti­onen:
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