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In­ter­natio­na­ler Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Institut für Jour­na­lis­tik un­ter­stütztJour­na­lis­mus macht Schule“-Initiative

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Portrait von Prof. Holger Wormer © Judith Wiesrecker
Prof. Holger Wormer ist Professor für Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus an der TU Dort­mund.

Was bedeutet freie und unzensierte Bericht­erstattung? Inwiefern stellen Fake News eine Bedrohung für die De­mo­kra­tie dar und wie kann man ihnen ent­ge­gen­wir­ken? Über diese Fragen diskutieren in der ersten Maiwoche hunderte Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­list­en mit Schü­ler­in­nen und Schülern in ganz Deutsch­land im Rah­men der Initiative „Jour­na­lis­mus macht Schule“. Anlass ist der Internationale Tag der Pressefreiheit am 3. Mai. Das Institut für Jour­na­lis­tik der TU Dort­mund ist auch dabei.

Gerade die Co­ro­na-Krise zeigt, wie wich­tig es ist, In­for­ma­ti­onen von Halbwahrheiten und Falschnachrichten un­ter­schei­den zu kön­nen. Diese Me­di­en­kom­pe­tenz muss auch in Schulen besser  vermittelt wer­den. Aus diesem Grund haben sich zahl­reiche Me­di­en und Bil­dungs­or­ga­ni­sa­ti­o­nen 2020 zum bun­des­wei­ten Bündnis „Jour­na­lis­mus macht Schule“ zu­sam­men­ge­schlos­sen.

Das Institut für Jour­na­lis­tik der TU Dort­mund un­ter­stützt diese Initiative von Beginn an und wird an der Ak­ti­ons­wo­che mitwirken. In einer Ver­an­stal­tung geht es dabei um die aktuelle Ent­wick­lung der Pressefreiheit in Deutsch­land und Europa. „Als größte universitäre Ein­rich­tung für journalistische Aus­bil­dung im deutsch­sprachigen Raum sieht sich das Institut für Jour­na­lis­tik der TU Dort­mund in der Ver­ant­wor­tung zu vermitteln, wie wich­tig Pressefreiheit für De­mo­kra­tie und Ge­sell­schaft ist“, sagt Holger Wormer, Ge­schäfts­füh­ren­der Direktors des Instituts für Jour­na­lis­tik: „Damit möchten wir nicht erst in unseren Jour­na­lis­tik-Studiengängen selbst aktiv wer­den, sondern künftig schon vorher ansetzen.“ Auch nach der Ak­ti­ons­wo­che wer­den die Pro­fesso­rin­nen und Pro­fes­soren und wissenschaftlich Be­schäf­tig­ten des Instituts für Jour­na­lis­tik daher für (virtuelle) Schulbesuche zur Ver­fü­gung stehen, um über Pressefreiheit, Factchecking und die Be­deu­tung eines unabhängigen Jour­na­lis­mus für die Ge­sell­schaft zu in­for­mie­ren.

Außerhalb der Initiative „Jour­na­lis­mus macht Schule“ hat das Institut in den ver­gang­enen Monaten auch eine Reihe von Projekten zur För­de­rung der Me­di­en­kom­pe­tenz von Schü­ler­in­nen und Schülern begonnen. So ent­wickelt der Bereich Wis­sen­schafts­jour­na­lis­mus derzeit unter dem Titel „fakten-doktor.de“ mit Partnern der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum sys­te­ma­tisch Unterrichtsmaterialien für Schulen. Im Mit­tel­punkt des von der Deut­schen Telekom-Stiftung ge­för­der­ten Projekts „Qapito!“ steht hingegen das Factchecking von Studien sowie Ex­per­tin­nen und Experten anhand von Beispielen aus dem na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­richt, etwa Kli­ma­wan­del, Ernährung und Medizin. In ei­nem wei­te­ren Seminar im Studiengang Jour­na­lis­tik ent­wi­ckeln Stu­die­ren­de derzeit eine Lehreinheit zur För­de­rung von Nach­rich­ten­kom­pe­tenz, die im Sommer in Schulklassen erprobt wer­den soll.

Weitere Projekte zur Rolle des Jour­na­lis­mus

Jenseits der un­mit­tel­bar schulbezogenen Aktivitäten stellt sich das Institut auch in einer Reihe von wei­te­ren Projekten der Fra­ge nach der Rolle des Jour­na­lis­mus für das Funktionieren einer De­mo­kra­tie. Das Projekt Jour­na­lis­mus und Ge­sell­schaft un­ter­sucht die Erwartungen verschiedener Gruppen – neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch Per­so­nen ausPolitik, Wirtschaft oder Tech­nik –  an den Jour­na­lis­mus in Deutsch­land. Weltweite Ent­wick­lungen nehmen das Institut für Jour­na­lis­tik und das Erich-Brost-Institut für inter­natio­nalen Jour­na­lis­mus unter die Lupe – etwa mit dem European Journalism Ob­ser­va­tory oder im Projekt „Global Handbook of Media Accountability“. Wissen­schaft­lerinnen und Wis­sen­schaft­ler aus aller Welt stellen darin in 40 Länderberichten dar, wie kritischer Jour­na­lis­mus und Me­dien­selbst­kon­trolle auch in Ländern mit schwierigen politischen Rah­men­be­ding­ung­en und schwach ausgeprägter Pressefreiheit funktionieren kann.

Doch selbst in Deutsch­land ist der un­ab­hän­gi­ge Jour­na­lis­mus angesichts wegbrechender Wer­be­ein­nah­men gefährdet. „Wenn wir in Deutsch­land weiterhin unabhängigen Jour­na­lis­mus sichern wol­len, wird das langfristig nicht ohne zusätzliche För­de­rung gehen. Kritische journalistische Me­di­en gehören wie Schulen und Uni­ver­si­tä­ten, Kran­ken­häu­ser oder Verkehrswege zur Infrastruktur einer De­mo­kra­tie – und die ist im Falle des Jour­na­lis­mus durch die Co­ro­na-Pan­de­mie zusätzlich bedroht“, betont Holger Wormer. Aus diesem Grund lädt das Institut für Jour­na­lis­tik seit ei­nem Jahr die Me­di­en­bran­che zu­sam­men mit Politik, Stiftungen und Wis­sen­schaft einmal monatlich ein, um über die Zukunft des Qua­li­täts­jour­na­lis­mus zu diskutieren und Antworten auf die finanzielle Medienkrise zu finden. Die nächste di­gi­ta­le Diskussionsrunde – dann zum The­ma Qua­li­täts­för­de­rung durch Rechercheverbünde – findet am 26. Mai um 16 Uhr statt, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Weitere In­for­ma­ti­onen:

Reihe „Zukunft des unabhängigen Jour­na­lis­mus“ des Instituts für Jour­na­lis­tik

Jour­na­lis­mus macht Schule

European Journalism Ob­ser­va­tory

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.