Zum Inhalt
Dort­mun­der Som­mer­schu­le zum Maschinellen Ler­nen

Großes internationales In­te­res­se­ an digitaler Summer School

-
in
  • Top-Meldungen
  • Studium & Lehre
Gruppenbild mit mehreren Personen, im Hintergrund eine Leinwand mit Teilnehmern von Videochats © Felix Schmale​/​TU Dort­mund
Mitarbeiter des ML2R (links) und des SFB 876 (rechts) sowie deren Sprecherin Prof. Katharina Morik (Mitte) verfolgten gemeinsam mit Zoom-Teil­neh­men­den das Finale des Hackathons im „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik" an der TU Dort­mund.

Über 830 registrierte Teil­neh­mer­in­nen und Teilnehmer aus 64 Ländern: Die Dort­mun­der Som­mer­schu­le zum Maschinellen Ler­nen mit beschränkten Ressourcen fand auch in­ter­na­tio­nal große Resonanz. Aufgrund der Co­ro­na-­Pan­de­mie wurde die gemeinsame Ver­an­stal­tung des Kompetenzzentrums Ma­schi­nel­les Ler­nen Rhein-Ruhr (ML2R) und des Sonderforschungsbereichs (SFB) 876 „Verfügbarkeit von Information durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung“ der Fakultät für Informatik der TU Dort­mund erstmals online durchgeführt.

Ma­schi­nel­les Ler­nen (ML) ist bereits heute der Schlüssel für viele Technologien der Künstlichen In­tel­li­genz. Mithilfe solcher Verfahren ist es mög­lich, In­for­ma­ti­onen und Wissen aus großen Datensätzen zu extrahieren. Das stetig wachsende Datenvolumen bietet große Potenziale, stellt das Ma­schi­nel­le Ler­nen jedoch auch vor ein zentrales Problem: die Begrenztheit von Ressourcen wie beispielweise Re­chen­leis­tung, Energieversorgung und Kommunikationsnetze.

Das Pro­gramm der digitalen Summer School „Ressource-aware Machine Learning“, die Anfang September stattfand, umfasste Vorträge, interaktive Formate und Gelegenheiten zum Netzwerken.

Mit dem neuen Online-Format konnten die Kooperationspartner ein breites internationales Publikum bei der Summer School begrüßen. Von Peru bis Marokko, von Finnland bis Indien, von Russland bis Australien: Mehr als 830 registrierte Teilnehmende aus 64 Ländern erhielten Einblicke in die neueste For­schung des ML2R und bereicherten die interaktiven Programmpunkte mit ihren Er­fah­run­gen aus den jeweiligen nationalen Wissenschafts- und Industrielandschaften.

„Die diesjährige Som­mer­schu­le hat die in­ter­na­ti­o­na­le Aufmerksamkeit für unsere hochaktuelle For­schung zu ressourcenschonenden maschinellen Lernverfahren erhöht. Mich freut besonders, dass wir nun auch in­ter­na­tio­nal den wis­sen­schaft­lichen Nachwuchs fördern und Interessenten aus verschiedenen Berufen informieren konnten“, resümiert Prof. Katharina Morik, Sprecherin des ML2R und des SFB 876.

Doktorand der TU Dort­mund er­folg­reich bei Hackathon

Parallel zur Ver­an­stal­tung lief ein Hackathon, bei dem es galt, eine Aufgabe aus der Logistik zu lösen, die ein wichtiges Anwendungsfeld des Maschinellen Lernens ist. Ziel des Hackathons war es, möglichst genaue Positionsvorhersagen für Transport-Roboter zu erstellen, die sich auf einem Testfeld im „Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik" an der TU Dort­mund befanden. Zur Lösung der Aufgabe konnten die Teil­neh­men­den auf Sensordaten aus dem Testfeld zugreifen, um damit ihre Modelle zu trainieren. Den Abschluss der Som­mer­schu­le bildete eine Live-Übertragung aus der Dort­mun­der Logistik-Halle, bei der die Finalistinnen und Finalisten des Hackathons die Logistik-Roboter aus der Ferne über das Testfeld steuerten. Gewonnen hat Mirco Hünnefeld, Doktorand an der Fakultät Physik der TU Dort­mund. Dem Wis­sen­schaft­ler gelang es, Positionsvorhersagen für die Roboter zu erstellen, welche im Durchschnitt nur 15 cm von der tatsächlichen Position abwichen.

ML2R
Das Kom­pe­tenz­zen­trum ML2R betreibt Spit­zen­for­schung im Maschinellen Ler­nen, fördert den wis­sen­schaft­lichen Nachwuchs und stärkt den Technologietransfer in Un­ter­neh­men. Das ML2R ist eines von sechs bun­des­wei­ten Kompetenzzentren für Künstliche In­tel­li­genz und wird durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bildung und For­schung gefördert. Beteiligt sind die Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund, die Uni­ver­si­tät Bonn, das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin sowie das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dort­mund. Sprecherin und Sprecher des Zentrums sind Prof. Katharina Morik (TU Dort­mund) und Prof. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS/Uni­ver­si­tät Bonn).

SFB 876
Der von der Deut­schen Forschungsgemein­schaft geförderte Sonder­forschungs­bereich (SFB) 876 „Verfügbarkeit von Information durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung“ widmet sich in 12 Projekten und mit über 50 Dok­toran­dinnen und Doktoranden der Ver­bin­dung von Maschinellem Ler­nen, technischer Informatik und Big Data für energiesparende Analysealgorithmen von sehr großen Datenströmen. Der SFB 876 wurde im Jahr 2011 auf Initiative von Prof. Katharina Morik, Professorin für Künstliche In­tel­li­genz, an der TU Dort­mund eingerichtet und wird seither von ihr geleitet.

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.