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„Lolli-Methode“ ermöglicht einfache Probenentnahme

Erste Coronatests auf dem Campus durch­ge­führt

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Ein Tisch mit drei Corona-Teströhrchen. Zwei verschiedene Hände bewegen sich über den Teströhrchen. © TU Dort­mund
Am Montag, 15. März, wurden die ersten Coronatests in der neuen Teststelle durch­ge­führt.

Die Teststelle an der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund ist Mitte März in den Pilotbetrieb gestartet. In ei­nem Zelt auf dem Campus Nord wurden mehrere Teststraßen ein­ge­rich­tet mit Kabinen und Wartebereichen. Mit einer Gruppe von zwanzig Per­so­nen wurde am 15. März erstmals ein einfaches Ver­fah­ren erprobt, bei dem man sich selbst eine Probe für einen PCR-Test entnimmt. Im Rah­men eines For­schungs­pro­jekts übernimmt das Klinikum Dort­mund die Analyse dieser Coronatests.

Am Montagmorgen um 8.30 Uhr kamen die Teil­neh­mer­in­nen und Teilnehmer eines Chemiepraktikums in die Teststelle der TU Dort­mund. Ihre Lehr­ver­an­stal­tung darf nach geltendem Landesrecht statt­finden, da sie nicht digital durch­ge­führt wer­den kann und ein wei­te­res Verschieben zu erheblichen Verzögerungen im Studienverlauf führen würde. Das Praktikum ist derzeit so­gar ohne Coronatests erlaubt, trotzdem machten die Stu­die­ren­den sowie ih­re Betreuerinnen und Betreuer freiwillig bei ei­nem Pilotversuch der Uni­ver­si­tät mit. Sie erprobten ein Ver­fah­ren, mit dem auf dem Campus im Som­mer­se­mes­ter Reihentests auf das Corona­virus durch­ge­führt wer­den könnten.

Die Methodik der Probennahme ist denkbar einfach: Zunächst lutscht man 30 Se­kun­den auf ei­nem Watte­stäb­chen, dann führt man sich den Bausch ins linke und rechte Nasenloch ein. Die Proben, die mit dieser „Lolli-Methode“ gesammelt wer­den, kön­nen mittels PCR im Labor un­ter­sucht wer­den. Damit dies möglichst effizient geschieht, wer­den immer zehn Proben in ei­nem Gefäß gesammelt und zu­sam­men analysiert. Ist das Ergebnis negativ, weiß man, dass keine der zehn Per­so­nen infiziert ist. Ist das Ergebnis positiv, wer­den die jeweiligen B-Proben einzeln nachanalysiert. Je niedriger die Inzidenz, umso seltener sind die Nachtests nötig.

Zu­sam­men­arbeit mit Klinikum Dort­mund

Die TU Dort­mund hat mit dem Klinikum Dort­mund einen Partner gewinnen kön­nen, der die neue Methodik im Rah­men eines For­schungs­pro­jekts nicht nur durch­führt, sondern so­gar schon validiert hat. Auch im Sammeltest führt ein Abstrich einer einzigen infizierten Person zu ei­nem positiven Ergebnis, wie das Klinikum mit­hil­fe eigener Vergleichsproben feststellte. Die Tests der TU-Mitglieder fielen hingegen alle negativ aus. Sie wurden über die Er­geb­nisse informiert.  

Die TU Dort­mund will Prä­senz­leh­re im kommenden Som­mer­se­mes­ter nicht ohne Reihentests an­bie­ten, um das In­fek­tions­ge­sche­hen auf dem Campus zu kontrollieren. Zwar wird der Großteil der Lehre weiter digital erfolgen, doch für Labor- oder Werkstattpraktika ist Präsenz ebenso notwendig wie für praktische Übungen in Kunst, Sport, Musik oder Jour­na­lis­tik. Dies betrifft einer ersten Schätzung zufolge etwa ein Fünftel der 33.400 Stu­die­ren­den sowie deren Lehrende. „Ohne Testung wäre eine Öffnung des Lehrbetriebs schädlich“, sagt der Dort­mun­der Medizinphysiker Prof. Matthias Schneider, der sich in der Initiative No-Covid engagiert.

Auf dem Campus der TU Dort­mund ist eine Co­ro­na-Teststelle mit Kabinen und Wartebereichen ein­ge­rich­tet worden.

Probenabwicklung soll so einfach wie mög­lich sein

Um Coronatests für solch eine große Gruppe an­bie­ten zu kön­nen, muss die Probenabwicklung so einfach wie mög­lich sein. Dazu gehört für PCR-Tests auch eine Laborsoftware, die die Kennzeichnung der Proben für die wei­tere Verarbeitung verwaltet. Da die marktgängigen Produkte noch keine Anlieferung von Sammelproben beim Labor vorsehen, muss die TU Dort­mund hier eine eigene Lö­sung vorhalten. Alternativ eruiert die Uni­ver­si­tät bereits, inwiefern perspektivisch nicht auch Antigentests eingesetzt wer­den könnten, die als Selbsttest unter Videoaufsicht zuhause durch­ge­führt wer­den. Dies würde dabei helfen, die Mo­bi­li­tät und die Kontakte im Falle einer Infektion zu reduzieren. Gleichzeitig wäre durch die Aufsicht sichergestellt, dass die Probenentnahme und die Auswertung korrekt erfolgen. Noch ist allerdings unklar, zu welchem Zeitpunkt zugelassene Produkte in ausreichender Menge und Qua­li­tät auf dem Markt verfügbar sein könnten. Wie Mitte März bekannt wurde, hat das Land NRW diese Tests zu­nächst für weiterführende Schulen beschafft.

Angesichts der steigenden Inzidenz ist auch noch nicht klar, unter welchen rechtlichen Be­din­gun­gen die TU Dort­mund am 12. April ins Som­mer­se­mes­ter starten kann. „Mit ei­nem Testkonzept sollten an Uni­ver­si­tä­ten ausgewählte Pra­xis­ver­an­stal­tun­gen statt­finden kön­nen, damit Stu­die­ren­de nicht noch mehr Studienzeit verlieren“, findet TU-Rektor Prof. Manfred Bayer. Er wirbt deshalb ge­mein­sam mit Kanzler Albrecht Ehlers bei Stadt und Land um Unter­stütz­ung für die Test­stra­te­gie der TU Dort­mund. Derzeit gestattet die All­ge­mein­ver­fü­gung für den Hochschulbetrieb in NRW Prä­senz­leh­re unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln dann aus­nahms­weise, wenn die Ver­an­stal­tung nicht digital durch­ge­führt wer­den kann und ein Verschieben schwe­re Nachteile für die Stu­die­ren­den, ins­be­son­de­re eine erhebliche Verzögerung im Studienverlauf, bedeuten würde.

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.