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Datenkompetenz für angehende Journalistinnen und Journalisten

TU Dortmund beruft erste Professur für Datenjournalismus in Deutschland

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Portrait von Christina Elmer © Privat
Der Ruf für die erste Professur für Datenjournalismus ist an Christina Elmer gegangen.

Durch die Digitalisierung wird es in nahezu allen Fachrichtungen immer wichtiger, die wachsenden Datenmengen analysieren und interpretieren zu können. Auch im Journalismus spielt die verständliche Vermittlung von Daten eine immer größere Rolle, wie aktuell auch die Corona-Pandemie verdeutlicht. Das Institut für Journalistik (IJ) der TU Dortmund besetzt daher zum Wintersemester 2021/22 eine neue Professur für Digitalen Journalismus/Datenjournalismus – die erste W2-Professur an einer Universität in Deutschland. Der Ruf ging an die Datenjournalistin Christina Elmer vom SPIEGEL.

Als eine der ersten Universitäten hat die TU Dortmund Anfang 2021 die Data-Literacy-Charta unterzeichnet, um die Bedeutung der Datenkompetenz zu unterstreichen. Im „Data Competence Network“ (DaCoNet) kooperieren das Institut für Journalistik und die Fakultät Statistik schon seit dem Sommersemester 2020, um Studierenden aller Fachrichtungen Fähigkeiten zu vermitteln, wie Daten erhoben, aufbereitet und ausgewertet, aber auch kritisch hinterfragt werden. Die neue Professur für Digitalen Journalismus/Datenjournalismus ist ein weiterer Baustein, um diese Kompetenzen noch breiter in der Ausbildung angehender Journalistinnen und Journalisten an der TU Dortmund zu verankern. Dafür hat das Institut für Journalistik eine Persönlichkeit gesucht, die in Forschung und Lehre auch sämtliche digitalen Prozesse in journalistischer Recherche, Produktion und Verbreitung abdeckt.

Christina Elmer ist neue Professorin für Digitalen Journalismus/Datenjournalismus

Der Ruf ist nun an die erfahrene Datenjournalistin Christina Elmer gegangen. Sie kommt vom Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, wo sie stellvertretende Entwicklungschefin in der gemeinsamen Redaktion ist. Nach dem Studium der Journalistik arbeitete die 38-Jährige zunächst bei der Deutschen Presse-Agentur als Redakteurin für Infografiken und war eine der ersten Datenjournalistinnen in Deutschland; es folgte eine Stelle im Team Investigative Recherche des Magazins „Stern“. Zum SPIEGEL kam sie 2013 als Redakteurin im Online-Ressort Wissenschaft und baute dann das Ressort Datenjournalismus auf, dessen Leitung sie auch innehatte. Ab 2017 gehörte sie zur Chefredaktion von SPIEGEL ONLINE. Vom „Medium Magazin“ wurde Elmer 2016 zur Wissenschaftsjournalistin des Jahres gewählt.

Christina Elmer lehrte bisher bereits als Dozentin an verschiedenen Universitäten und Journalistenschulen und ist Mitglied im Beirat des Science Media Center Germany. Bis zum Antritt ihrer Professur an der TU Dortmund forscht sie noch als „Journalist in Residence“ im Forschungsverbund Cyber Valley in Tübingen, wie KI-Anwendungen erklärbar gestaltet und im Journalismus genutzt werden können. „In einer zunehmend digital vernetzten Gesellschaft benötigen Journalistinnen und Journalisten neue Kompetenzen, um starke Recherchen umzusetzen und für ihre Rezipienten relevant zu bleiben. Die Arbeit ist komplexer und technischer geworden, und zugleich gibt es großartige neue Möglichkeiten, wie Menschen mit redaktionellen Inhalten erreicht werden können. Ich freue mich sehr, diese Entwicklung im Team des Instituts für Journalistik zu begleiten, zu erforschen und den Studierenden in der Lehre noch stärker als bisher zu vermitteln“, sagt Christina Elmer.

Datenbasierte Analysen auch in der Corona-Pandemie entscheidend

Auch das Kompetenzfeld der datengetriebenen Recherche habe sich in den vergangenen Jahren mit großer Dynamik entwickelt, zuletzt auch verstärkt durch die Corona-Pandemie. „Selten zuvor hatte der Datenjournalismus einen derart hohen Stellenwert in den Redaktionen und war zugleich dermaßen herausgefordert. Datenbasierte Analysen und Recherchen haben entscheidend dazu beigetragen, die Dynamik der Pandemie, aber auch die Lücken bei den vorhandenen Daten einzuschätzen und einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“, sagt Prof. Holger Wormer, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Journalistik.

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.