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Unter wis­sen­schaft­licher Leitung der TU Dort­mund

Bau­kunst­archiv NRW er­hält Architekturpreis

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Porträts von Prof. Wolfgang Sonne und apl. Prof. Michael Schwarz © Oliver Schaper​/​TU Dort­mund
Apl. Prof. Michael Schwarz (r.) und Prof. Wolfgang Sonne von der Fa­kul­tät Ar­chi­tek­tur und Bau­in­ge­nieur­we­sen der TU Dort­mund freuen sich über den Architekturpreis.

Das Bau­kunst­archiv NRW in Dort­mund, das unter wis­sen­schaft­licher Leitung der TU Dort­mund steht, ist vom Bund Deutscher Architekten (BDA) Dort­mund Hamm Unna mit dem regionalen BDA-Preis 2020 aus­ge­zeich­net worden. Die Jury zeigte sich einig, dass die Ar­beit des Büros Spital-Frenking + Schwarz, Architekten Stadtplaner BDA, „bis ins Detail“ überzeuge. Die TU Dort­mund hat ih­re Sammlung des vormaligen Archivs für Ar­chi­tek­tur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) ins Bau­kunst­archiv eingebracht.

Die Jury lobt die „intelligente Weiternutzung“ des früheren städtischen Museums am Ostwall. „Das Bau­kunst­archiv NRW findet im heutigen Bestand des ehemaligen Königlichen Oberbergamtes einen angemessenen Ort, um die Baugeschichte des Landes zu dokumentieren und zu prä­sen­tie­ren“, heißt es in der Laudatio. „Wohltuende Zurückhaltung im Umgang mit der Historie eines Hauses wird an diesem bedeutenden Gebäude exemplarisch sichtbar.“ Prof. Wolfgang Sonne und Apl. Prof. Michael Schwarz – beide von der Fa­kul­tät Ar­chi­tek­tur und Bau­in­ge­nieur­we­sen der TU Dort­mund – freuen sich über die Aus­zeich­nung: Prof Sonne ist wis­sen­schaft­licher Leiter des Archivs, Apl. Prof. Schwarz zeichnet mit sei­nem Büro als Entwurfsverfasser der behutsamen und ausgezeichneten Ar­beit verantwortlich.

Ursprünglich als Königliches Oberbergamt erbaut, blickt das heutige Bau­kunst­archiv NRW auf eine lange und bewegte Umbaugeschichte zurück. Der 1875 fertiggestellte Bau sollte als zentrale Ver­wal­tung für den Ruhrbergbau dienen. Architekt Gustav Knobloch entwarf ein freistehendes, viergeschossiges Gebäude, dessen repräsentative Fassaden an drei Straßen und einer rückwärtig gelegenen Gartenanlage angrenzten. Aufgrund der rasanten Expansion des Steinkohlebergbaus musste die Ver­wal­tung nach kurzer Zeit umziehen und das Gebäude wurde zum städtischen Kunst- und Gewerbemuseum umgebaut.

Umwandlungen des Gebäudes

Bei ei­nem Luftangriff im Oktober 1944 wurde der Museumsbau stark zerstört. Daraufhin setzte sich die damalige Museumsdirektorin Leonie Reygers dafür ein, das Gebäude in eine moderne Museumsarchitektur umzuwandeln: Die zwei obersten Geschosse wurden abgetragen, die gründerzeitliche Ornamentik verschwand hinter einer modernen Klinkerfassade und die Symmetrie des Mittelrisalits wurde durch einen zeittypischen Glasvorbau aufgehoben. Nur Details wie die Segmentbogenfenster, alte Bodenbeläge oder repräsentative Treppenanlagen zeugten noch von den Ursprüngen des Gebäudes.

Mehr als fünf Jahrzehnte war das Gebäude als „Mu­se­um am Ostwall“ fester Bestandteil des öf­fent­lichen und kulturellen Lebens der Stadt Dort­mund, bis es 2009 in neue Räum­lich­kei­ten umzog und dem Gebäude wieder der Abbruch drohte. Nur durch großes Engagement konnte dies verhindert wer­den. In der Zeit von 2017 bis 2018 wurde das ehemalige Mu­se­um am Ostwall zum „Bau­kunst­archiv NRW“ umgebaut.


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Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.