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Neunte Internationale Früh­jahrs­aka­de­mie der TU Dort­mund

Architekturstudierende entwerfen Pläne für Scharnhorst-Ost

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Screenshot der virtuellen Abschlusskonferenz auf Zoom mit über 50 Teilnehmenden © TU Dort­mund
Prof. Olaf Schmidt (oberste Reihe, 4.v.l.) und Prof. Michael Schwarz (3. Reihe, 1.v.r.) begrüßten die Beteiligten der TU Dort­mund, FH Pots­dam, TU Eindhoven und der Università degli Studi di Napoli Federico II zur vir­tu­ellen Ab­schluss­kon­fe­renz der neunten In­ter­natio­nalen Früh­jahrs­aka­de­mie.

Ab den 1950er-Jahren wurden vielerorts zentral geplante Sied­lung­en errichtet, um dem akuten Wohn­raum­man­gel ent­ge­gen­zu­wir­ken. Wie solche Plansiedlungen er­folg­reich an die An­for­der­ungen des modernen städtischen Lebens angepasst wer­den kön­nen, hat eine Gruppe von Archi­tek­tur­stu­die­ren­den aus Dort­mund, Pots­dam, Eindhoven und Neapel wäh­rend der neunten In­ter­natio­nalen Früh­jahrs­aka­de­mie am Beispiel des Dort­mun­der Stadtteils Scharnhorst-Ost un­ter­sucht. Am 24. März haben sie ih­re Entwürfe und Modelle bei einer vir­tu­ellen Ab­schluss­kon­fe­renz vorgestellt.

Unter dem Titel „Die Zukunft der Groß­sied­lung - Teil der Stadt oder externer Satellit?“ stand in diesem Jahr der Dort­mun­der Stadtteil Scharnhorst-Ost im Fokus. „Aus ver­wal­tungs­tech­ni­scher Sicht ist Scharnhorst-Ost nicht mehr als ein weiterer Stadtteil am Rande Dort­munds. Hinsichtlich seiner Struktur und Ar­chi­tek­tur ist es jedoch eine eigene Welt“, sagt Prof. Michael Schwarz von der Fa­kul­tät Ar­chi­tek­tur und Bau­in­ge­ni­eur­we­sen der TU Dort­mund. Anders als viele andere Stadtteile Dort­munds ist Scharnhorst-Ost nicht dynamisch gewachsen, sondern entstand in den 1960er-Jahren als zentral geplantes Projekt. „Scharnhorst-Ost ist ein typisches Beispiel für die Stadterweiterungen dieser Zeit“, so Schwarz. Aufgrund des akuten Wohnraummangels wurden Plansiedlungen dieser Art nicht nur in Deutsch­land errichtet, sondern auch in­ter­na­tio­nal in der Umgebung vieler Städte.

Die Her­aus­for­de­rung für die rund 40 inter­natio­nalen Stu­die­ren­den bestand im Rah­men der Akademie darin, innerhalb von zehn Tagen Ideen und Konzepte zu entwickeln, durch die Scharnhorst-Ost zu ei­nem modernen und eigenständigen Stadtquartier umgestaltet wer­den könnte. Hierbei ging es ins­be­son­de­re darum, die Baustruktur des Areals zu ver­dich­ten, um ein stärkeres urbanes Le­bens­ge­fühl zu er­zeu­gen. Zudem sollten gerade im Zen­trum die ver­schie­de­nen Arten der Raum­nut­zung besser durchmischt wer­den. Dabei galt es, Ar­beit, Bildung und Ver­sor­gung effektiv mit privatem Wohnraum und Erholungsangeboten zu verbinden.

Internationale Zu­sam­men­arbeit funktioniert auch digital

Die Teil­neh­men­den der TU Dort­mund, der FH Pots­dam, der TU Eindhoven und der Università degli Studi di Napoli Federico II teilten sich dafür in zehn in­ter­na­ti­o­na­le Teams auf. Die Ar­beit in den Gruppen fand aufgrund der Co­ro­na-Pan­de­mie vollständig digital statt. „Die Stu­die­ren­den unserer vier Uni­ver­si­tä­ten haben beispielhaft bewiesen, dass eine di­gi­ta­le Zu­sam­men­arbeit an ei­nem so auf­wän­di­gen Projekt selbst über Ländergrenzen hinweg sehr er­folg­reich sein kann“, freute sich Prof. Olaf Schmidt auf der Ab­schluss­kon­fe­renz. Er hat die Früh­jahrs­aka­de­mie 2013 zu­sam­men mit sei­nem Dort­mun­der Kollegen Prof. Schwarz ins Leben gerufen. Auch die Pro­fesso­rin­nen und Pro­fes­soren der anderen Uni­ver­si­tä­ten zeigten sich be­ein­druckt von der guten Zu­sam­men­arbeit der Stu­die­ren­den.

Die Ideen der Teams zeichneten sich durch um­fang­rei­che Konzepte zur Modernisierung und Verdichtung des Stadtkerns aus: Groß angelegte öffentliche Plätze mit umliegenden Geschäften und Parkanlagen wurden hierfür ebenso vorgeschlagen wie imposante Achsen aus Gebäuden, die sich einmal quer durch den gesamten Stadtteil ziehen. Zudem wurden Mög­lich­keiten vorgestellt, durch die eine bessere Raum­nut­zung und Ver­kehrs­an­bin­dung in den Wohngebieten sowie ein besserer Übergang der Bau­struk­tur­en in die an­gren­zen­de Natur im Osten erreicht wer­den könnten. Die Aus­ar­bei­tung­en aller Gruppen sollen in den nächsten Wochen gesammelt an die Stadt Dort­mund übergeben wer­den.

Früh­jahrs­aka­de­mie der TU Dort­mund seit 2013

Als lokales Pendant zu der seit über 30 Jahren stattfindenden Som­mer­a­ka­de­mie in Venedig ver­an­stal­tet die Fa­kul­tät Ar­chi­tek­tur und Bau­in­ge­ni­eur­we­sen der TU Dort­mund seit 2013 jedes Jahr die Internationale Früh­jahrs­aka­de­mie. Im ersten Jahr hatten sich die Teams mit der Dort­mun­der B1 auseinandergesetzt, 2014 standen der Wallring und 2015 der Hellweg auf dem Pro­gramm. 2016 ging es um die Stadt­plätze Alter Markt, Friedensplatz und Hansaplatz. 2017 widmete sich die Akademie der Dort­mun­der Nordstadt und 2018 dem ehemaligen Dort­mun­der Südbahnhof. 2019 stand die Verdichtung des Dort­mun­der Unionsviertels und 2020 die brachliegende Industriefläche des ehemaligen HSP-Areals im Fokus. 2022 soll mit der zehnten In­ter­natio­nalen Früh­jahrs­aka­de­mie an der TU Dort­mund dann das erste runde Jubiläum be­gan­gen wer­den.
 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.