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Wandel durch Wis­sen­schaft

75 Mil­lio­nen Euro für neue For­schungs­zen­tren der Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr

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Die Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr (UA Ruhr) wird ih­re in­ter­na­ti­o­na­le Spit­zen­for­schung stark ausbauen. Die Landesregierung gab am Mittwoch, den 17. März bekannt, dass sie den Verbund im Rah­men der Ruhr-Konferenz darin un­ter­stützt, vier Research Center und ein College zu gründen. Dazu wer­den die Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund, die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum und die Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen ih­re langjährige Ko­ope­ra­ti­on unter ei­nem neuen Dach festigen: der „Research Alliance Ruhr“.

Die Landesregierung hatte bereits im ver­gang­enen November verkündet, dass sie zur För­de­rung des Strukturwandels neue, in­no­va­ti­ve For­schungs­zen­tren an der UA Ruhr aufbauen und langfristig finanzieren wolle. Das inhaltliche Kon­zept dazu hatten die drei Uni­ver­si­tä­ten im De­zem­ber dann ei­nem vom Wissenschaftsrat zusammengestellten Expertenteam vorgestellt. Das Votum fiel überaus positiv aus: Bestätigt wurde nicht nur die hohe wis­sen­schaft­liche Qua­li­tät, sondern auch der große Mehrwert des ge­mein­samen Vorhabens für die Wissenschaftsregion Ruhrgebiet und darüber hinaus. Für den Aufbau fließen nun bis zu 75 Mil­lio­nen Euro in den kommenden vier Jahren. 2025 soll der Vollbetrieb starten.

Durch die neuen For­schungs­zen­tren bündeln die drei Uni­ver­si­tä­ten ih­re Expertise in Be­rei­chen, in denen sie bereits heute in­ter­na­tio­nal anerkannte Spit­zen­for­schung be­trei­ben. Die vier Research Center wer­den sich mit zukunfts­weisenden Fragestellungen in den Lebens-, Natur- und In­ge­ni­eur­wis­sen­schaf­ten befassen. Um nachhaltige Lö­sun­gen aus der Chemie geht es im Bereich „Chemical Sciences and Sustainability“, wäh­rend sich „Trustworthy Data Science and Security“ mit Datensicherheit befasst. Der Bereich „Future Energy Materials and Systems“ wid­met sich Fragen der Energietechnik und „One Health“ umfasst einen ganz­heit­lichen Forschungsansatz zur Gesundheit des Men­schen. Für die Geistes- und Sozial­wissen­schaf­ten wiederum wird ein College ein­ge­rich­tet, das den inter­natio­nalen Austausch durch Gastaufenthalte fördern wird.

„Strahlkraft des Ruhrgebiets als ex­zel­len­te Wissenschaftsregion auf neues Niveau heben“

„Mit diesen neuen Strukturen gewinnt das Ruhrgebiet an Attraktivität für Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wis­sen­schaft­ler aus aller Welt, die sich mit den drängenden Fragen der Zukunft befassen wol­len“, sagte Prof. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum. „Die gesamte Region wird davon profitieren, dass durch die For­schung in­no­va­ti­ve Ideen für An­wen­dungen in der Praxis entstehen, für große Un­ter­neh­men genauso wie für Startups“, fügte sein Dort­mun­der Kollege Prof. Manfred Bayer an. „Dass die Ruhr-Konferenz die UA Ruhr nun fördert, bestätigt unser Credo: Zu­sam­men­arbeit zahlt sich aus“, sagte Prof. Ulrich Radtke. Der Rektor der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen gehört zu den Gründungsvätern der UA Ruhr, die im März 2007 mit ei­nem Kooperationsvertrag zwischen den drei Part­ner­u­ni­ver­si­tä­ten ihren Anfang nahm.

Ministerpräsident Armin Laschet nannte das Vorhaben „einen neuen Schulterschluss der In­no­va­ti­on“. Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Isabel Pfeiffer-Poensgen sagte, die Landesregierung wolle mit dem Beschluss „die in­ter­na­ti­o­na­le Strahlkraft des Ruhrgebiets als ex­zel­len­te Wissenschaftsregion auf ein neues Niveau heben“. Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, dem die Federführung der Ruhr-Konferenz obliegt, betonte, dass die Ruhr-Konferenz gestartet sei, um auf breiter Front das Potenzial der Metropolregion auszuschöpfen: „Die neuen Forschungszenten belegen: Wir kom­men voran.“

Bevor es an die konkrete Umsetzung geht, müssen die Emp­feh­lungen des vom Wissenschaftsrat eingesetzten Expertenteams im Detail ausgewertet wer­den.

Zukunftsregion Ruhrgebiet 

Die Ruhr-Konferenz ist eine Initiative der Landesregierung, um die Metropole Ruhr als wirtschaftlich star­ke und lebenswerte Zukunftsregion für alle Men­schen zu ge­stal­ten. Im Jahr 2019 wurden in über 50 Ver­an­stal­tun­gen Ideen gesammelt, über deren För­de­rung die Landesregierung beraten hat. Dabei hatte sich der Vorschlag durchgesetzt, an der UA Ruhr standortübergreifende For­schungs­zen­tren von internationaler Sichtbarkeit aufzubauen. Im Rah­men der Ruhr-Konferenz wer­den an der UA Ruhr bereits andere Projekte für die „Chancenregion Ruhr“ ge­för­dert, etwa das Ta­lent­scou­ting oder das For­schungs­pro­jekt InnaMoRuhr zur Ver­bes­se­rung der nachhaltigen Mo­bi­li­tät zwischen den vier Universitätsstandorten.

Die Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr
Seit 2007 arbeiten die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum, die Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund und die Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen unter dem Dach der UA Ruhr strategisch eng zu­sam­men. Durch Bündelung der Kräfte wer­den die Leis­tun­gen der Part­ner­u­ni­ver­si­tä­ten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „ge­mein­sam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in For­schung, Lehre und Ver­wal­tung. Mit mehr als 120.000 Stu­die­ren­den und nahezu 1.300 Pro­fesso­rin­nen und Pro­fes­soren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungs­stärksten Wissen­schafts­stand­orten Deutsch­lands.

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.