Zum Inhalt
Modernes Innovationsverständnis

Bundestag beschließt verstärkte Förderung sozialer Innovationen

-
in
  • News
  • Top-Meldungen
  • For­schung
Portraitfoto von Prof. Jürgen Howaldt © privat
Prof. Jürgen Howaldt ist Universitätsprofessor an der TU Dort­mund und Direktor der Sozial­forschungs­stelle Dort­mund.

Der Bundestag hat am 29. Mai einen weitreichenden Antrag zur Förderung sozialer Innovationen verabschiedet. Der Antrag von CDU/CSU und SPD mit dem Titel „Soziale Innovationen stärker fördern und Potenziale effizienter nutzen“ betont die zunehmende Bedeutung sozialer Innovation im Rahmen eines erweiterten Innovationsverständnisses und verweist hierbei auf den von der Sozial­forschungs­stelle der TU Dort­mund herausgegebenen „Atlas of Social Innovation - New Practices for a Better Future“. Er wurde mit den Stimmen der Ko­ali­ti­ons­frak­tio­nen bei Enthaltung der Op­po­si­ti­ons­frak­tio­nen angenommen.

Der Antrag beschreibt soziale Innovationen als „neue soziale Praktiken und Organisationsmodelle, die darauf abzielen, für die Heraus­forde­rungen der Gesell­schaft tragfähige und nachhaltige Lö­sun­gen zu finden“. Durch die Be­tei­li­gung von Akteuren aus un­ter­schied­lichen ge­sell­schaft­li­chen Teilbereichen aktivierten sie das Innovationspotenzial der gesamten Gesell­schaft, ermöglichten eine breite Be­tei­li­gung und Kooperation an Innovationsprozessen und stärkten und erneuerten demokratische Strukturen. Prof. Jürgen Howaldt, Direktor der Sozial­forschungs­stelle der TU Dort­mund, begrüßt die Stoßrichtung des Antrags: „Soziale Innovationen bilden eine wichtige Säule des Innovationssystems, die ebenso wie technologische Innovationen wis­sen­schaft­liche For­schung und Infrastrukturen – bei­spiels­weise soziale Innovationszentren – benötigt. Dies findet auch auf bun­des­po­li­ti­scher Ebene An­er­ken­nung.“ Der Antrag wurde im Rahmen der Debatte auch von der Dort­mun­der Bundestagsabgeordneten Sabine Poschmann aktiv un­ter­stützt.

Einsatz der Wis­sen­schaft für gelungene soziale Innovationspolitik

Laut Antrag müssten unterschiedliche Stellschrauben justiert werden, um das Ökosystem für soziale Innovationen zu verbessern. Neben Sozialunternehmen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Un­ter­neh­men komme hier insbesondere der Wis­sen­schaft zu­künf­tig eine wichtige Rolle bei der Entwicklung, Erprobung und Verbreitung nicht nur technologischer, sondern auch sozialer Innovationen zu. Innovationspolitik könne somit nur er­folg­reich sein, indem die Potenziale von Hoch­schu­len und For­schungs­ein­richtungen entfaltet werden.

Der verabschiedete Antrag formuliert 16 Handlungsfelder, in denen die Bun­des­re­gie­rung im Rahmen zur Verfügung stehender Haushaltsmittel tätig werden solle. Diese beinhalten u.a.

  • die Förderung sozialer Innovationen im Rahmen der Hightech-Strategie vo­ran­zu­trei­ben [… und] ein ressortübergreifendes Konzept für die Förderung von sozialen Innovationen und Sozialunternehmen zu entwickeln;
  • ein Pro­gramm zur Erforschung und Entwicklung sozialer Innovationen aufzusetzen;
  • Soziale Innovationen und Sozialunternehmertum einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, um die Bereitschaft zu unternehmerischem und zivilgesellschaftlichem Engagement bei der Bewältigung großer ge­sell­schaft­li­cher Heraus­forde­rungen zu stärken und hierfür Formate wie ein „Soziales Innovationsforum“ ähnlich dem „Digital-Gipfel“ zu entwickeln;
  • mit den Ländern zusammenzuarbeiten, um Infrastrukturen wie soziale Innovationszentren oder Soziale Innovations-Hubs aufzubauen und diesen Aufbau finanziell zu unterstützen;
  • be­ste­hen­de Strukturen der Tech­no­lo­gie­för­de­rung wie Tech­no­lo­gie­zen­tren, Science Parks, Technologieplattformen für das The­ma zu öffnen und mit den neuen sozialen Innovationszentren zu vernetzen.

Antrag wird den An­for­der­ungen moderner Innovationspolitik gerecht

Dr. Christoph Kaletka, Mitglied der Ge­schäfts­füh­rung der Sozial­forschungs­stelle, betont: „Dass der Bundestag ein umfassendes Konzept einfordert und das The­ma nicht auf Sozialunternehmen reduziert, ermöglicht eine moderne Innovationspolitik. Soziale Innovation findet in allen Bereichen der Gesell­schaft statt – die im Antrag formulierten Handlungsfelder tragen dem Rechnung.“

Beide Ausgaben des „Atlas of Social Innovation“ sind online verfügbar.

Portraitfoto von Dr. Christoph Kaletka © Roland Baege​/​TU Dort­mund
Dr. Christoph Kaletka ist seit 2012 Mitglied der Ge­schäfts­füh­rung der Sozial­forschungs­stelle.

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.