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Zwischenlandung - Chen Ruo Bing

Die nächste "Zwischenlandung" bringt den chinesischen Künstler Chen Ruo Bing nach Dortmund. 1970 in Nantong geboren, studierte Chen Ruo Bing traditionelle Malerei an der Akademie in Hangzhou. 1992 zog er nach Düsseldorf und lebt und arbeitet seitdem dort. Dem Künstler geht es nicht um Figuration oder Impression, sondern allein um die Farbe in der Fläche. Am 12. November wird er zu einem Werkvortrag im Dortmunder U gastieren.

Zwischenlandung

Werkvorträge internationaler Künstlerinnen und Künstler
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft TU Dortmund

 

Chen Ruo Bing

»So unterschiedlich wie die Künstler, so unterschiedlich sind ihre Wege, Stoff in etwas Immaterielles zu wandeln. Die Wirkkraft des Materials, der Malstoff selbst, setzt sich über die materielle Gebundenheit hinweg und wird erhöht zu etwas Geistigem. Ich erreiche dies in meiner Arbeit, indem ich etwas Reales an den Anfang setze und so lange damit umgehe, bis es zu etwas Abstraktem wird. Von diesem Standpunkt aus gesehen ist abstrakte Kunst in Wahrheit realistische Kunst.«

 

Hans Günter Golinski über Chen Ruo Bing:

"Gemäß der chinesischen Geistesgeschichte beschäftigt sich Chen Ruo Bing mit dem Konfuzianismus, dem Taoismus sowie dem Buddhismus. Philosophisch differenziert und dem westlichen Verständnis diametral entgegengesetzt, stellt sich das Verständnis und der ästhetische Umgang mit Farbe und Licht dar: Man „tötet“ die Farbe und malt mit „geizigem“ Pinsel. Das stumpfe Licht von Jade stellt ein Ideal dar. Während in der christlichen Malerei Gottes Anwesenheit als blendendes Licht erscheint, Erlösung mit „Erstrahlen“ und „Er-Leuchten“ versinnbildlicht wird, erscheint in der asiatischen Ästhetik Licht gemäß der Bedeutung „Nirvana“ im Stadium des „Verlöschens“, zielt auf die „Abwesenheit“ von Licht. Es gilt eben nicht zu beleuchten, um die einzelnen Dinge um ihrer Präsenz willen zum Strahlen zu bringen. Stattdessen gehen alle Figuren in einander über, reflektieren sich im Zwie- oder Zwischenlicht und es bleibt alles in einer Schwebe. Jedes Seiende spiegelt in sich alle anderen Seienden, die ihrerseits dieses Seiende widerspiegeln. Farbe und Form, Figur und Grund erstrahlen und verlöschen, schmiegen sich aneinander und trennen sich, erscheinen und verschwinden in der Malerei von Chen Ruo Bing. In ihr spiegeln sie sich wechselseitig."

 

Termin

Donnerstag, 12. November 2015, 18:30 Uhr

Ort: Museum Ostwall im Dortmunder U.

 

 

Idee und Durchführung Prof. Jan Kolata, Professor für Malerei TU Dortmund

in Zusammenarbeit mit dem Museum Ostwall im Dortmunder U, Regina Selter, stellvertretende Direktorin.

 



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