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Russische Akademie der Wissenschaften nimmt Prof. Manfred Bayer von der TU Dortmund auf

Die Russische Akademie der Wissenschaften hat Prof. Manfred Bayer von der Fakultät Physik der TU Dortmund als auswärtiges Mitglied neu aufgenommen. Manfred Bayer ist Sprecher eines deutsch-russischen Sonderforschungsbereichs, in dem deutsche und russische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgreich zusammen arbeiten.

Der Einzug von Prof. Bayer in die Russische Akademie der Wissenschaften wurde von Prof. Dr. Dieter Meschede, dem designierten Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, gewürdigt: „Ich freue mich außerordentlich über diese Auszeichnung durch eine der renommiertesten wissenschaftlichen Akademien in der Welt für Manfred Bayer“, sagt der Professor und Physiker der Universität Bonn. „Die Anerkennung gilt einem exzellenten Physiker und wissenschaftlichen Kollegen. Sein immer sachlicher Rat genießt hohe Wertschätzung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Deutschland und weit darüber hinaus.“ Manfred Bayer ist Meschedes „hochgeschätzter Kollege“ und Co-Sprecher aus dem Q.com-Verbund des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Der Verbund erforscht die Quantenkommunikation. Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund, gratulierte ihrem Kollegen Bayer: „Die Berufung ist eine außergewöhnliche Ehrung für einen verdienten Wissenschaftler“, sagt sie. „Ich freue mich, dass an der TU Dortmund solche Persönlichkeiten forschen und lehren.“

 
Von Zar Peter dem Großen gegründet

Zusammen mit Manfred Bayer wurde eine Reihe von Nobelpreisträgern in die Russische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, nämlich Serge Haroche und Martinus Veltman (Physik), Roger D. Kornberg, Jean-Pierre Sauvage und Dan Shechtman (Chemie), Kenneth J. Arrow (Wirtschaftswissenschaften) und Henry Kissinger (Frieden). Insgesamt wählte die Russischen Akademie der Wissenschaften bei ihrer ersten Sitzung seit dem Jahr 2011 63 neue auswärtige Mitglieder, so dass die Akademie jetzt 475 auswärtige und insgesamt etwa 2500 Mitglieder hat. Die russische Akademie wurde 1724 von Zar Peter dem Großen gegründet, der dabei von Gottfried Wilhelm Leibniz beraten wurde. Berühmte Mitglieder der Anfangszeit waren die Mathematiker Leonhard Euler sowie Daniel und Nikolaus Bernoulli.

Prof. Manfred Bayer, geboren 1965, ist seit 2002 Professor für Experimentelle Physik – Festkörperspektroskopie an der TU Dortmund. Er war von 2007 bis 2012 assoziierter Editor der wichtigsten physikalischen Fachzeitschrift, der Physical Review Letters, herausgegeben von der American Physical Society. Er ist Sprecher des SFB/TRR 160 „Kohärente Manipulation wechselwirkender Spinanregungen in maßgeschneiderten Halbleitern“ und Standortsprecher des 2014 eingerichteten Transregio-Sonderforschungsbereichs TRR 142 „Maßgeschneiderte nichtlineare Photonik: Von grundlegenden Konzepten zu funktionellen Strukturen“. Für seine Arbeiten hat er eine Reihe von Auszeichnungen erhalten wie etwa 2001 den Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen­ Gesellschaft. Seit 2009 ist er Ehrenmitglied des Ioffe-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften und seit 2012 Fellow der American Physical Society. 2013 gehörte er zu den Gewinnern eines russischen Mega-Grants.

 
Zusammenarbeit von 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

Für den deutsch-russischen Transregio 160 arbeiten rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, knapp 70 davon auf russischer Seite. Ziel ihrer Forschung ist, durch die gezielte Kontrolle des Eigendrehimpulses von Elektronen, der als Spin bezeichnet wird, einen entscheidenden Fortschritt in der Entwicklung von neuartigen Bauelementen für die Informationstechnologie zu machen. In der Informationstechnologie werden häufig Halbleitermaterialien verwendet. Die Ladungsträger in diesen Materialien drehen sich wie Kreisel um sich selbst und besitzen deshalb einen Spin. Diesen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kontrollieren, um Bauelemente effizienter zu machen.



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