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TU-Dortmund Institut berichtet über „Bestürzung“ von Journalisten über US-Präsidenten Trump

Journalisten aus allen Teilen Europas haben Sorge, dass der US-Präsident Donald Trump die transatlantischen Beziehungen untergraben, die Europäische Union schwächen und in Mittel- und Osteuropa auf Kosten kleinerer Staaten Geschäfte mit Wladimir Putin machen könnte. Das ist das Ergebnis einer Analyse des European Journalism Observatory, die das Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus (EBI) von der TU Dortmund vorgelegt hat.

Die Untersuchung enthüllt eine so große Bestürzung über den 45. amerikanischen Präsidenten, wie sie in der jüngsten Geschichte vermutlich beispiellos ist. Die pessimistischen Ansichten werden nur durch die optimistischen Stimmen der Brexit-Unterstützer, von führenden Boulevardzeitungen wie der deutschen Bild-Zeitung und von einigen konservativen Medienunternehmen über den Kontinent hinweg ausgeglichen. So kommentiert zum Beispiel Kai Dieckmann, Herausgeber der Bild-Gruppe: „Trump ist das größte politische Experiment seit Ende des Kalten Krieges. Trump spricht Dinge aus, die in der Diplomatie eigentlich unvorstellbar sind. Er ist ruppig, er beleidigt – und ist verstörend ehrlich. Das kann Konflikte auslösen – aber auch verkrustete Konflikte aufbrechen.“ Auch einige pro-russische Medien in osteuropäischen Ländern spielen die Gefahren einer Trump-Präsidentschaft herunter und zeigen Sympathie für Trump als einen starken Mann im Weißen Haus.


Im Allgemeinen aber zeigen sich die europäischen Medien argwöhnisch gegenüber der Trump-Präsidentschaft. Wie Jonathan Freedland in der britischen Zeitung Guardian schreibt, „weiß niemand, wie mit dem, was kommen wird, umzugehen ist. Politiker, Journalisten und Diplomaten in den USA und überall auf der Welt suchen nach Orientierung, blättern verzweifelt durch die Seiten des Regelwerks, ein Handbuch voll mit früheren Präzedenzfällen, denen sie im Laufe ihrer Karrieren begegnet sind – die aber Trump schon vor Monaten verbrannt und vernichtet hat.“


Analyse von Tageszeitungen aus zehn europäischen Ländern und den USA

Das European Journalism Observatory führte zwischen dem 12. und 18. Januar eine qualitative Analyse von je drei Tageszeitungen in zehn europäischen Ländern und den USA durch. Es wurden Hunderte von Artikeln aus Zeitungen, die ein breites politisches Spektrum repräsentieren, untersucht. Zu den Ländern gehörten sowohl EU-Mitgliedsstaaten als auch Nichtmitglieder: Deutschland, Großbritannien, Italien, Lettland, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Tschechien und die Ukraine. In einer zugehörigen Studie wurde untersucht, wie drei bedeutende amerikanische Zeitungen Trumps Einfluss auf Europa betrachteten.

 

Ansprechpartnerin bei Rückfragen:
Prof. Susanne Fengler
Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus der TU Dortmund
Telefon: 0231 - 755 4152



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