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Grundsteinlegung für das Baukunstarchiv NRW

Das lang erwartete „Baukunstarchiv NRW“ nimmt konkrete Formen an. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau legte am Mittwoch, 18. Januar, gemeinsam mit den Gesellschaftern der Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen gGmbH einen Grundstein der besonderen Art im ehemaligen „Museum am Ostwall“ in der Dortmunder Innenstadt und gab damit das Startsignal für die Revitalisierung und Modernisierung des Gebäudes. Die TU Dortmund ist Kooperationspartner der Betreibergesellschaft und wird die wissenschaftliche Leitung des neuen Hauses übernehmen.

Aufgabe des künftigen Baukunstarchivs NRW wird es sein, Nachlässe einflussreicher und regional bedeutsamer Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure zu sammeln und für die wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich zu machen. Zudem soll ein lebendiges Zentrum der Baukultur entstehen, das mit Ausstellungen und Vorträgen auch ein breites Publikum ansprechen wird.
„Mit dem Baukunstarchiv NRW erhält die Stadt Dortmund eine wertvolle Ergänzung unserer Kunst- und Kulturmeile“, unterstrich Oberbürgermeister Ullrich Sierau anlässlich der heutigen Grundsteinlegung. „Gleichzeitig ist es uns gelungen, eine ebenso angemessene wie hochwertige neue Nutzung für dieses stadtgeschichtlich bedeutende Gebäude zu finden.“


Ausstellungsort für Sammlung der TU Dortmund

Das „Baukunstarchiv NRW“ soll bestehende regionale und lokale Sammlungen von Architekten- und Ingenieur-Nachlässen vernetzen und auch eine eigene Sammlung aufbauen. Den Grundstock steuert das „Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst“ (A:AI) der TU Dortmund bei, das bereits über ein umfassendes Archiv bedeutender Nachlässe nordrhein-westfälischer Architekten und Ingenieure verfügt. „Seit 20 Jahren sammelt die TU Dortmund im Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW die Vor- und Nachlässe bedeutender Architekten aus NRW. Es ist Zeit, dass diese Sammlung in Dortmund zum Nutzen für Forschung, Lehre und Praxis öffentlich gezeigt werden kann“, sagte Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund.

Gebäude ist ein Symbol für Veränderung

Das Gebäude am Ostwall 7 liegt in der Dortmunder Innenstadt und steht selber sinnbildlich für die kontinuierliche Entwicklung und Veränderung eines Bauwerks. Das 1872 – 75 nach Plänen des Berliner Architekten Gustav Knoblauch errichtete Landesoberbergamt wurde 1911 erstmals zum Museum umgewidmet und erlangte 1947 nach einem Teilwiederaufbau als „Museum am Ostwall“ internationale Bekanntheit. Nach einigen Jahren des Leerstandes wird die Stadt Dortmund das Haus nun revitalisieren, modernisieren und für die Nutzung als „Baukunstarchiv NRW“ aufbereiten.



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