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TU Dortmund zeigt Geflüchteten Wege ins Studium

Wer in Deutschland studieren will, braucht für die meisten Studiengänge sehr gute Deutschkenntnisse. Vor dieser Herausforderung stehen aktuell auch zahlreiche geflüchtete junge Menschen, die sich für ein Studium an der TU Dortmund interessieren. Jetzt ermöglicht das Programm „NRWege ins Studium“ des Landes NRW ihnen durch Sprachkursstipendien die Teilnahme an studienvorbereitenden Deutschkursen. Am 9. Januar starten die ersten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Vermittlung in die Sprachkurse wird an der TU Dortmund von der Clearingstelle im Referat Internationales organisiert. Hier betreut und berät Lea Thomas seit Oktober 2016 Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind und sich nun für ein Studium an der TU Dortmund interessieren. In persönlichen Gesprächen informiert sie zu Themen wie Zugangsvoraussetzungen und Einschreibung, berät bei der Studienwahl und hilft beim Bewerbungsprozess. Gefördert wird ihre Stelle von der Stiftung Mercator.

Insgesamt 240 Deutschkursplätze im Jahr

Die Sprachkursstipendien, die das neue Programm „NRWege ins Studium“ jetzt ermöglicht, sind besonders wichtig, da die TU Dortmund selbst keine studienvorbereitenden Sprachkurse anbietet. Die Universität erhält durch das Programm für die nächsten vier Jahre insgesamt rund 850.000 Euro. „Die Deutschkurse werden an einer von der TU Dortmund ausgewählten Sprachschule in Dortmund durchgeführt und von uns aus den Fördermitteln des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen bezahlt“, sagt Lea Thomas. Es gibt vier Kursphasen im Jahr. Ein Kurs dauert zehn Wochen und umfasst mindestens 24 Unterrichtsstunden pro Woche. „Viele Geflüchtete kommen bereits mit ersten Deutschkenntnissen zu mir, die sie häufig durch Integrationskurse erlangt haben“, so die Ansprechpartnerin in der Clearingstelle. „Um das für ein Studium benötigte Niveau zu erlangen, müssen sie mehrere aufeinander aufbauende Kurse belegen und circa ein Jahr Zeit einplanen.“ Die ersten Kurse starten am 9. Januar zunächst in einer Pilotphase für 30 Teilnehmende; langfristig können insgesamt 60 Plätze pro Kursphase, also 240 Plätze im Jahr, vergeben werden.

Im Studienjahr 2016/17 haben sich an der TU Dortmund bereits  30 Geflüchtete in ein Fachstudium und noch einmal 30 als Gasthörer eingeschrieben. „Ich gehe davon aus, dass diese Zahlen in Zukunft stark steigen werden, da immer mehr Geflüchtete das geforderte Sprachniveau erreichen“, so Lea Thomas. In den letzten Monaten des Jahres 2016 hat sie rund 15 Personen pro Woche beraten; aufgrund der neuen Sprachkursstipendien sind es aktuell bereits 50 – meist junge Männer aus Syrien, die eine Hochschulzugangsberechtigung mitbringen. Bei ihnen stehen Studienfächer in der Informatik, im Bio- und Chemieingenieurwesen, im Maschinenbau, in der Informations- und Elektrotechnik sowie im Bauingenieurwesen hoch im Kurs. 

Enge Vernetzung mit Stadt und Jobcenter

„Es ist toll, dass ich mit meiner Arbeit einen Beitrag zur Integration leisten kann“, sagt Lea Thomas. Bald bekommt sie dabei noch Unterstützung von einer Kollegin oder einem Kollegen sowie zusätzlichen Hilfskräften, die vom Programm „NRWege ins Studium“ gefördert werden. Gemeinsam können sie die Geflüchteten durch die Beratung und Begleitung bei dem Weg in und durch das Studium unterstützen. Das gelingt auch durch die enge Vernetzung mit den Verantwortlichen bei der Stadt und dem Jobcenter sowie von Wohlfahrtsverbänden und Vereinen.



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