Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Bereichsnavigation

Hauptinhalt

Drei Fragen an tu>startup AWARD-Preisträger Björn Marc Paulus

Sie sind die Gewinnerinnen und Gewinner des tu>startup AWARDs, mit der die Gründungsinitiative der TU Dortmund die besten Gründerinnen und Gründer auszeichnet: Das Gründerteam von „parcelbox2go” konnte die Jury sowohl mit wissenschaftlichen Anspruch als auch durch Originalität und Kreativität von ihrer Geschäftsidee überzeugen: einem Paketzustellungsdienst, der die Anlieferung der Pakete individuell an die Bedürfnisse seiner Kunden anpasst. Im Oktober 2015 wurde das Unternehmen gegründet, seit September 2016 bietet das junge Team ihren Service flächendeckend in Münster an. Anfang 2017 wird der Service auf Dortmund ausgeweitet. Wir haben mit Björn Marc Paulus, CEO von parcelbox2go und Masterstudent der Logistik an der TU Dortmund, über seine Gründung gesprochen.

Herr Paulus, wie funktioniert „parcelbox2go”?

Björn Marc Paulus: Unsere Kundinnen und Kunden registrieren sich einmalig auf unserer Homepage und erhalten von uns ihre alternative Versandadresse in ihrer Nähe. Dies ist entweder unser „City Hub” oder ein „Partner-City Depot” in unmittelbarer Nähe. Hier werden die Sendungen unserer Kundinnen und Kunden gesammelt, gescannt und bis zur Zustellung gelagert. Sobald eine Sendung in einem solchen Depot eintrifft, wird die Kundin oder der Kunde informiert. Nun kann die Kundin oder der Kunde entscheiden, welche Zustelloption zu seinem Alltag passt. Derzeit bieten wir die Möglichkeit, die Sendungen direkt im jeweiligen City Depot abzuholen oder sie in einem Paketkasten oder einem einstündigem Wunschzeitfenster nach Feierabend zu Hause zuzustellen. Dabei kann die Kundin oder der Kunde vorfrankierte Retouren direkt wieder mit aufgeben.

Zentrale Vorteile für unsere Kundinnen und Kunden sind dabei immer die gebündelte Zustellung aller Pakete und der zentrale Retourenservice aus einer Hand. Dabei entsteht ein schöner Nebeneffekt, denn durch die Vermeidung von Fehlzustellungen und durch bessere Fahrzeugauslastung und Planbarkeit, umgehen wir unnötigen Verkehr und Emissionen und schonen damit die Umwelt.

Wie ist die Idee zu „parcelbox2go” entstanden?

Als Logistikstudenten im Masterstudium an der TU Dortmund haben wir uns bereits während unseres Studiums viel mit dem E-Commerce und effizienten und nachhaltigen Verkehrskonzepten beschäftigt. Ausschlaggebend waren aber eher Beobachtungen und Erfahrungen von uns und diversen Freundinnen und Freunden. Immer wieder haben wir festgestellt, dass aufgrund fehlender Informationen und Kooperationsbereitschaft unter den Zustellern dieselbe Empfängerin oder derselbe Empfänger vergeblich angefahren wurde, mehrmals am Tag und mehrmals in der Woche. Das Alleinstellungsmerkmal des Online-Handels, der bequeme Online-Einkauf, geht dabei gerade für den „Heavy User” immer weiter verloren.

Wir sahen an dieser Stelle das Potenzial für einen Partner der großen Paketdienstleister, der gerade für diese Kundinnen und Kunden einen alltagstauglichen, bequemen und nachhaltigen Service auf der letzten Meile bietet. Das Mikro-Depot-Konzept ist schon früher entstanden, als wir ein modulares Lastenfahrrad für die Zustellung entwickelt haben, das wir sogar als Patent angemeldet haben.

Wie meistern Sie Studium und Startup gleichzeitig?

Studium und Unternehmen gleichzeitig voranzutreiben, ist schon eine enorme Belastung. Gerade als Gründer sind die Ressourcen immer knapp, weshalb man quasi alles alleine machen muss. Häufig sind wir sogar noch selbst unterwegs, gerade jetzt in der Weihnachtszeit. Dennoch war für uns jetzt der beste Zeitpunkt zum Gründen. Einerseits entwickelt sich der Markt derzeit sehr dynamisch, weshalb jetzt der beste Eintrittszeitpunkt war, andererseits ist man als Studierender häufig noch ungebunden und flexibel und kann ein gewisses Risiko auf sich nehmen, was man später mit Familie vielleicht nicht mehr tut. Natürlich bleibt aber auch viel liegen, gerade im Studium. Prüfungen werden aufgeschoben, weil wir gerade ein Produktlaunch haben oder einen neuen Service anbieten wollen, aber dafür ist die Lernkurve enorm. Gleichzeitig bieten uns die Professoren die Möglichkeit, beispielsweise Projektarbeiten im Rahmen unserer Thematik zu schreiben, was eben auch Synergien schafft und damit eine effizientere Zeiteinteilung für Studium und Unternehmen gewährleistet.

Weitere Informationen:



Social Media

Twitter Instagram RSS-Feed