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Ansgar und Benedikt Schulz von der TU Dortmund für „wahre städtische Kirche“ ausgezeichnet

Das Brüderpaar Ansgar und Benedikt Schulz, Professoren an der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund, sind für das Projekt Katholische Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig beim World Architecture Festival (WAF) mit einem der renommierten WAF-Awards 2016 prämiert worden. Die neue Trinitatiskirche wurde als „religiöses Gebäude des Jahres“ ausgezeichnet. „Der Preis zeichnet die weltweit besten Gebäude aus“, sagt Prof. Wolfgang Sonne, Dekan der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen. „Dass da zwei Architekten der TU Dortmund dabei sind, zeigt, in welcher Liga wir spielen.“

Das World Architecture Festival (WAF) ist die globale Inspirations- und Trendplattform der internationalen Architekturszene. Mit einer Vielzahl von Konferenzen, Vorträgen, Auszeichnungen und Ausstellungen schafft sie den Rahmen für das internationale Networking. Mit den WAF-Awards werden die besten Gebäude des letzten Jahres herausgestellt. In diesem Jahr standen dabei knapp 350 Projekte aus 58 Ländern zur Wahl. Siegerprojekt in der Kategorie „religiöse Stätten“ ist der Neubau der Katholischen Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig, der von der Jury als eine „wahre städtische Kirche“ mit einem „ausgeklügelten Konzept für einen zentralen, öffentlichen Raum“ ausgezeichnet wurde.

Größtes Kirchenneubauprojekt in Ostdeutschland

Die Errichtung der katholischen Propsteikirche im Leipziger Stadtzentrum war das größte Kirchenneubauprojekt in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. Der kubische Bau mit 50 Meter hohem Glockenturm kostete knapp 30 Millionen Euro. Die Fassade besteht aus rötlichem Rochlitzer Porphyr, auch als „Sächsischer Marmor“ bekannt. Der Naturstein wird in Sachsen und vor allem in Leipzig traditionell häufig verwendet. Verbaut wurden mehr als 1.500 Tonnen Porphyr und etwa 50 Tonnen Granit für den Sockelbereich. In dem 640 Quadratmeter großen Kirchraum finden gut 600 Menschen Platz. Zum Gebäudeensemble gehören ein Gemeindezentrum sowie vier Wohnungen.

Die Leipziger Propsteikirche verfügt über eine dicke Fassadendämmung, um Heizkosten zu sparen. Zudem wird mit insgesamt 610 Quadratmetern Photovoltaik auf dem Kirchdach eigener Strom erzeugt, über Erdsonden wird geheizt und gekühlt und ein 30-Liter-Wassertank im Turm sammelt das Brauchwasser.

Beim „World Architecture Festival“ bewarben sich in diesem Jahr Archtektinnen und Architekten mit insgesamt 343 fertiggestellte Gebäuden, darunter vier aus Deutschland. Verliehen wurden Auszeichnungen in 32 Kategorien – etwa „öffentliche Gebäude“, „Gesundheitswesen“, „Wohn- und Bürokomplexe“ oder „religiöse Stätten“.

Arbeit der Architekten lässt Dortmunder Modell erkennen

Die Arbeit der Schulz-Brüder steht auch für das Konzept der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund: Dort werden Architektinnen und Architekten sowie Bauingenieurinnen und Bauingenieure seit der Gründung der Fakultät im Jahre 1974 gemeinsam im Dortmunder Modell Bauwesen ausgebildet. Damit werden die seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert getrennten Ausbildungswege der Berufsgruppen wieder zusammengeführt. In der gemeinsamen Ausbildung, insbesondere in der Projektarbeit, wird ein möglichst realistisches Abbild der Baupraxis generiert. Die Wissensvermittlung im Dortmunder Modell Bauwesen ist weitgehend projektorientiert, das heißt, Vorlesungen und Seminare sind inhaltlich und zeitlich auf die Projektarbeit abgestimmt, denn diese ist das zentrale Thema des Studiums.



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