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John Grosser jüngster Masterstudent an der TU Dortmund

Seine Bachelor-Urkunde im Fach Mathematik nahm am Mittwoch, 23. November, John Grosser aus den Händen von Prof. Stefan Turek entgegen, dem Dekan der Fakultät für Mathematik. Das Besondere: John Grosser ist als „regulärer“ Student erst seit Oktober an der TU Dortmund eingeschrieben und hat trotzdem schon den Bachelor-Abschluss in der Tasche. Die Prüfungen für den Mathe-Bachelor hatte er noch als Schüler abgelegt.

Seit seinem 13. Lebensjahr belegt Grosser schon Vorlesungen und geht zu Seminaren an der TU Dortmund. Er war einer der rund 2000 Schülerinnen und Schüler, die seit Einführung der SchülerUni neben der Schule zur Universität gingen. Aktuell studieren 80 Schülerinnen und Schüler im Rahmen der SchülerUni an der TU Dortmund. Hier können sie Prüfungen in Universitätsfächern ablegen, die ihnen mit Aufnahme des Studiums anerkannt werden.

 
Bachelorarbeit neben Abiturklausuren

Diesen Weg ist auch John Grosser gegangen. Neben seinen Abiturklausuren am Gymnasium der Benediktiner in Meschede schrieb der jetzt 17-Jährige seine Bachelor-Arbeit. Grosser ist der zweite Schüler, dem es gelungen ist, parallel zu seinem Schulbesuch den Bachelor im Fach Mathematik an der Universität abzulegen. Zudem wurden einige seiner Leistungsnachweise in diesem Jahr mit der Note 1 bewertet. Bereits im laufenden Semester will er als jüngster Masterstudent, der je die TU Dortmund besucht hat, alle Pflichtseminare für sein Mathematik-Studium abschließen, im Sommersemester 2017 dann die Nebenfächer finalisieren und seine Master-Arbeit schreiben. Mit 18 Jahren könnte er dann die Promotion in Angriff nehmen, die er bereits jetzt fest eingeplant hat.

Wie ging es John Grosser bei diesem Schnelldurchlauf durch Schule und Universität? Blieb ihm bei der Doppelbelastung seines parallelen Schul- und Universitätsbesuch noch Zeit für Hobbys? Grosser empfand seine Zeit als Schülerstudent als eine Art „Begabtenförderung“: „Eigentlich wird über die SchülerUni die individuelle Förderung von Schülern auf Gebieten, in denen sie ihre Stärken haben, an die Uni outgescourct“, sagt er. „Eine solche zusätzliche Qualifizierung ist an den Schulen gar nicht möglich.“ Die seien dafür zu klein, es fehle den Lehrerinnen und Lehrern für weitergehende Qualifikationen von interessierten Schülerinnen und Schülern schlicht die Zeit. Da sei die SchülerUni vor allem für Jugendliche aus Dortmund und Umgebung eine Lösung. Grosser will ausdrücklich mehr Schülerinnen und Schüler zum Universitäts-Besuch ermutigen. „Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, den Stoff zu verstehen, der an der Uni vermittelt wurde“, sagte er. „Aber das hat mich angespornt, mich intensiv in die Themen einzuarbeiten.“

 
Engagement im US-Wahlkampf und im Ehrenamt

Seiner schulischen Laufbahn hat das offensichtlich nicht geschadet, schließlich schloss er das Abitur mit der Note 1,0 ab. Und es blieb ihm noch Zeit für ganz andere Aktivitäten: Er schaltete sich per Telefon in den US-Wahlkampf ein, bei dem er für die Demokraten warb. Im Schachverein Meschede ist Grosser ebenfalls aktiv. Federführend kümmerte er sich zudem um ein Fahrradprojekt. Die Stadt Meschede stellte dabei den Initiatoren um John Grosser alte Fahrräder zur Verfügung, die gemeinsam kostengünstig von heimischen Fachleuten repariert wurden. Anschließend wurden sie dann an Flüchtlinge im Stadtgebiet übergeben.



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