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TU Dortmund verleiht zum 21. Mal den Rudolf Chaudoire-Preis

Dr.-Ing. Juliane Merz von der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen und Dr.-Ing. Richard Ostwald von der Fakultät Maschinenbau sind die diesjährigen Träger des Rudolf Chaudoire-Preises der TU Dortmund. Die Universität würdigte die beiden Postdocs am Montag, 21. November, mit einer feierlichen Preisverleihung.

Dr. Juliane Merz vom Bereich Anlagen- und Prozesstechnik der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen erhält den Preis für ihre Forschungsarbeit zur Entwicklung einer neuartigen Trenntechnik zur Reinigung von Enzymen. Sie untersucht die von der TU Dortmund zum Patent angemeldete „Tunable Aqueous Polymer Phase Impregnated Resins (TAPPIR)-Technologie“, bei der die Aufreinigung eines Enzyms in einer besonders schonenden Umgebung mit Wasser vorgenommen wird. Organische Lösungsmittel kommen nicht zum Einsatz. Durch das Aufsaugen einer wässrigen Phase in den Poren von Partikeln wird zudem erreicht, dass diese wässrige Phase immer wieder verwendet werden kann. Die Arbeit leistet somit einen Beitrag zur Etablierung der wässrigen Zweiphasenextraktion zur Trennung von Biomolekülen, eine gleichzeitig schonende, wirtschaftliche und damit industriell nutzbare Trennmethode.

 

Forschungsaufenthalt in Atlanta

Das Preisgeld wird Dr. Juliane Merz für einen Forschungsaufenthalt am Georgia Institute of Technology in Atlanta, USA, nutzen. Dort wird sie in einer interdisziplinären Forschungsgruppe das Trennverfahren bei der Reinigung eines in Atlanta biotechnologisch hergestellten Enzyms testen.

Dr. Richard Ostwald vom Institut für Mechanik der Fakultät Maschinenbau erhält den Preis für seine Forschungsarbeit zur Modellierung und Simulation von Festkörper-Phasentransformationen und Plastizität metallischer Werkstoffe. Das in der Gruppe um Professor Andreas Menzel und Dr. Thorsten Bartel entwickelte Modell erlaubt die konsistente Abbildung des temperaturabhängigen gekoppelten Transformations- und Plastizitätsverhaltens sowohl von Formgedächtnislegierungen als auch von TRIP-Stählen. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zum Verständnis sowohl des mikrostrukturellen als auch des makroskopischen Verhaltens zweier Materialklassen, die in innovativen industriellen Anwendungsgebieten auf vielfältige Weise zum Einsatz kommen.

 
Forschung zur Modellierung und Simulation komplexer anisotroper Materialien

Das Preisgeld wird Dr. Richard Ostwald für einen Forschungsaufenthalt an der Stanford University, Kalifornien, USA, nutzen. Dort will er in einer internationalen Forschergruppe die Modellierung und Simulation komplexer, anisotroper Materialien weiterentwickeln.

Mit dem Rudolf Chaudoire-Preis ehrte die TU Dortmund zum 21. Mal hervorragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die ihre Forschungen durch internationale Kooperationen vorantreiben. Bei der Preisverleihung sprachen Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund, und Dr. Gert Fischer, Mitglied des Vorstands der Rudolf Chaudoire-Stiftung, die Grußworte. Vorgestellt von Prof. Gabriele Sadowski, Prorektorin Forschung der TU Dortmund, präsentierten die Preisträgerin und den Preisträger ihre Forschungsarbeiten. Neben musikalischen Beiträgen referierte Prof. Jeanne Cortiel. Sie ist Chaudoire-Preisträgerin aus dem Jahr 2001 und jetzt Professorin in der Amerikanistik an der Universität Bayreuth.



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