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DFG fördert zwei produktionstechnische Großprojekte der TU Dortmund

Doppelter Erfolg für den Maschinenbau der TU Dortmund: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beschloss am Freitag, 18. November, die Förderung von zwei Sonderforschungsbereichen/Transregios (TRR). Neu eingerichtet wird der Transregio 188, der „Schädigungskontrollierte Umformprozesse“ erforscht; in die dritte Förderperiode geht der Transregio 73 „Umformtechnische Herstellung von komplexen Funktionsbauteilen mit Nebenformelementen aus Feinblechen – Blechmassivumformung“. Insgesamt 7,8 Millionen Euro erhalten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die nächsten vier Jahre.

Im neu eingerichteten Transregio (TRR) 188 wird ein grundlegendes Verständnis über Schädigungsmechanismen, die beim Umformen von Blechen auftreten, und ihre Auswirkungen auf die Produkteigenschaften erforscht.  Prof. A. Erman Tekkaya von der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund ist Initiator und Sprecher des TRR 188, Kooperationspartner sind neben der RWTH Aachen in Einzelprojekten die BTU Cottbus und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf. Die Fördersumme für die TU Dortmund beläuft sich auf 5,3 Mio. Euro für vier Jahre.

 
Interdisziplinäres Konsortium zielt auf Paradigmenwechsel

Das interdisziplinäre Konsortium aus Umformtechnik, Materialwissenschaften und Werkstoffprüftechnik sowie Mechanik zielt bei seinen Forschungen auf zwei Paradigmenwechsel: In der Umformtechnik wird der Wandel von der „Umformbarkeit“ zur „Brauchbarkeit“ der Produkte angestrebt. Außerdem werden die Produkte so ausgelegt, dass die Nutzung der tatsächlichen Produkteigenschaften nach der Umformung anstelle der nominellen Eigenschaften erreicht wird. Langfristig wird es möglich sein, den Schädigungsgrad eines Bauteils quantitativ anzugeben, zu kontrollieren und entlang der Prozesskette gezielt einzustellen. Damit wird eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung einer neuen Generation von maßgeschneidert leistungsfähigen und während der Nutzungsphase zuverlässigen Leichtbauprodukten sowie der Fertigungsverfahren geschaffen, die für die Herstellung der Leichtbauprodukte notwendig sind.


Förderung belegt Forschungsstärke in der Produktionstechnik

Am Standort Dortmund sind aus der Fakultät Maschinenbau das Institut für Umformtechnik (IUL), das Institut für Mechanik (IM) und das Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (WPT) sowie aus der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der Bereich für Numerische Methoden und Informationsverarbeitung am TRR 188 beteiligt.

Im Rahmen von Sonderforschungsbereichen/Transregios werden über die Grenzen von Fachdisziplinen und mehrerer Universitäten hinweg zukunftsweisende und langfristige Forschungsvorhaben umgesetzt. Prof. Gabriele Sadowski, Prorektorin Forschung der TU Dortmund, begrüßte die Entscheidung der DFG: „Die Förderung belegt einmal mehr die ausgezeichnete Forschungsstärke der Produktionstechnik an der TU Dortmund.“

Formgebungstechniken weiterentwickeln

In die dritte Runde geht der Sonderforschungsbereich/TRR 73 „Umformtechnische Herstellung von komplexen Funktionsbauteilen mit Nebenformelementen aus Feinblechen – Blechmassivumformung“. Standortsprecher dieser Initiative ist ebenfalls Prof. Erman Tekkaya, Leiter des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau (IUL). Im SFB/TR 73 erforscht die TU Dortmund mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Sprecherhochschule und der Leibniz Universität Hannover, wie sich Funktionalität und Komplexität von Blechbauteilen steigern lassen. Ziel ist es, Formgebungstechniken aus der Massivumformung wie etwa Stauchen oder Fließpressen so weiter zu entwickeln, dass sie auf Bleche angewendet werden können. Weil Prozessschritte eingespart und die Bauteile leichter werden, schont diese Methode Ressourcen und steigert die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Um den Herausforderungen der Blechmassivumformung gerecht zu werden, wurden die Forschungstätigkeiten der Teilprojekte zu den Projektbereichen „Prozesse“, „Systeme“ und „Werkstoffe“ zusammengefasst. Am Standort Dortmund sind alle drei Bereiche vertreten. In der dritten und letzten Förderperiode liegt die übergeordnete Zielsetzung des Forschungsverbunds in der Erforschung der Blechmassivumformung für Bauteile steigender Komplexität unter der Berücksichtigung der resultierenden Eigenschaften sowie des Einsatzverhaltens der mit dieser neuen Prozessklasse gefertigten Werkstücke.



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