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3 Fragen an Birgit Drolshagen zum DoBuS-Schnupperstudium

Zum 25. Mal findet in diesen Tagen das DoBuS-Schnupperstudium „Studieren mit Behinderung/chronischer Krankheit“ an der TU Dortmund statt. Dr. Birgit Drolshagen vom Bereich „Behinderung und Studium“ innerhalb des Zentrums für HochschulBildung (zhb) berichtet über „schnuppernde“ Schülerinnen und Schüler.

Frau Drolshagen, was lernen Schülerinnen und Schüler beim Schnupperstudium, welches Programm bieten Sie ihnen an?

Drolshagen: In diesem Jahr schnuppern 15 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Behinderungen bzw. chronischen Erkrankungen in den Vorlesungsbetrieb. Sie bekommen einen Einblick in das Studienangebot an der TU Dortmund, informieren sich über Unterstützungsangebote und Nachteilsausgleiche für behinderte und chronisch kranke Studierende und lernen die Unibibliothek und ihr Serviceangebot kennen. Themenschwerpunkte hierbei sind Fragen des Nachteilsausgleichs im Zulassungsverfahren oder bei Prüfungen, der Finanzierung des behinderungsbedingten Mehrbedarfs im Studium, des Einsatzes von Studienassistenz und vieles mehr. Breiten Raum nehmen auch die Vorstellung der verschiedenen Dienstleistungs- und Unterstützungsangebote von DoBuS sowie Erfahrungsberichte behinderter Studierender der TU Dortmund ein. Auf diese Weise erfahren die Teilnehmenden, dass Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit an der TU Dortmund willkommen sind und dass ein Studium trotz Behinderung möglich ist.

 

Mit DoBuS und dem Schnupperstudium ist die TU Dortmund Vorreiter unter den Universitäten bei der Beratung behinderter und chronisch kranker Studieninteressierter. Haben schon viele junge beeinträchtigte Menschen ein Studium an unserer Universität aufgenommen?

Drolshagen: Die Zahl der Studierenden, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung im Studium Erschwerungen erleben, liegt bundesweit bei etwa sieben Prozent. Unter anderem aufgrund der spezifischen Unterstützungsangebote an der TU Dortmund und ihrer selbstverständlichen Bereitschaft, den gesetzlichen Auftrag zur Erstellung diskriminierungsfreier und gleichberechtigter Bedingungen umzusetzen, gehen wir davon aus, dass die Zahl der (schwer)behinderten und chronisch kranken Studierenden an der TU Dortmund  höher ist. Dies lassen auch Gespräche mit Studieninteressierten und Studienanfängerinnen und -anfängern sowie eine Sonderauswertung zur Situation beeinträchtigter Studierender an unserer Hochschule erkennen.

 

Was bietet die TU Dortmund behinderten und chronisch kranken Studierenden?

Drolshagen: Die TU Dortmund nimmt auf dem Gebiet des Studierens mit Behinderungen oder chronischer Krankheit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Mit dem Beratungsdienst behinderter und chronisch kranker Studierender, dem Arbeitsraum und Hilfsmittelpool sowie dem Umsetzungsdienst zur Adaption von Studienmaterialien bietet DoBuS, der Bereich Behinderung und Studium im Zentrum für HochschulBildung, ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot. Dieses wird von Veranstaltungen wie dieser Schnupperuni oder Tutorien flankiert, in denen Studierende beeinträchtigungsbedingt erforderliche Kompetenzen für Studium und Beruf erwerben können. Hierzu gehören beispielsweise der kompetente Einsatz von Studien- oder Arbeitsassistenz oder die effiziente Nutzung studienrelevanter Software in Verbindung mit adaptiver Technologie. Auch die Universitätsbibliothek oder das Studierendenwerk halten spezifische Angebote für behinderte und chronisch kranke Studierende vor und sind – wie die TU Dortmund – bestrebt, ihre allgemeinen Angebote barrierefrei zu gestalten. Die bundesweite Vorreiterrolle zeigt sich aktuell u.a. an zunehmenden Anfragen anderer Hochschulen, die die Arbeit der TU Dortmund und von DoBuS kennenlernen möchten oder unser Wissen zu spezifischen Themen wie z.B. der barrierefreien Hochschuldidaktik    nachfragen. Gerade in der vergangenen Woche war die Senats-AG „inklusive  Hochschule Hannover"“an der TU Dortmund, um sich über unser Diversitätsmanagement, die Arbeit der Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt und die Arbeit von DoBuS zu informieren.

 

Dr. Birgit Drolshagen ist akademische Oberrätin im Lehrgebiet Rehabilitation und Pädagogik bei Blindheit und Sehbeeinträchtigung der Fakultät Rehabilitationswissenschaften und mit 25 Prozent ihrer Stelle Mitarbeiterin bei DoBuS. Sie arbeitet seit 26 Jahren an der TU Dortmund. Bei DoBuS ist sie insbesondere Ansprechpartnerin für den Arbeitsraum und Hilfsmittelpool für behinderte Studierend.



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