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Zum Start der Leichtathletik-EM in Belgrad: Drei Fragen an Pamela Dutkiewicz

Von 10 bis 12 Uhr trainieren, dann zur Uni, noch einmal von 17 bis 19 Uhr trainieren und anschließend zum Physiotherapeuten – so sieht ein typischer Tag der TU-Studentin und Spitzensportlerin Pamela Dutkiewicz in der Vorbereitung auf die Saison aus. Das zahlt sich aus: Bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften hat die 25-Jährige im Februar mit der beeindruckenden Zeit von 7,79 Sekunden die Disziplin „60 Meter Hürden” gewonnen und sich so den deutschen Meistertitel geholt. Die angehende Grundschullehrerin hat sich übrigens für Mathematik statt Sport als Lehrfach entschieden: „Das Sportstudium würde ein erhöhtes Verletzungsrisiko für mich bedeuten, und ich bin sportlich tatsächlich nicht besonders vielseitig. Schwimmen, Turnen, Fußball – das kann ich gar nicht", schmunzelt die erfolgreiche Leichtathletin.

Herzlichen Glückwunsch zum Titel! Wie konnten Sie diese Topleistung abrufen?

Beim Sprinten muss man auf den Punkt konzentriert sein, alle Automatismen perfekt abrufen und die Nerven im Griff haben. Das ist das Spannende und das hat bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften alles geklappt. Ich konnte mich gegen die Europa- und Vizeweltmeisterin durchsetzen. Ich kann die Zeit immer noch nicht ganz fassen. Mein Wettkampftag und der Tag vor einem Wettkampf sind voller „Rituale” – Routine gibt Sicherheit. Ich mache immer die gleichen Übungen, sogar mit der gleichen Wiederholungsanzahl. Am Wettkampftag gehe ich nochmal für etwa 20 Minuten an die frische Luft.

Wie organisieren Sie Ihr Studium neben dem Leistungssport?

Ich habe mich entschieden, dem Sport absolute Priorität zu geben und das Studium drumherum zu bauen. Studieren kann ich immer, dafür ist man nie zu alt. Der Sport ist limitiert. Im Alter von knapp über 30 Jahren ist da Schluss. Klausuren verschiebe ich zum Beispiel, wenn sie in eine wichtige Phase der Saison fallen. Meine besondere Situation erfordert zudem besonderes Verständnis der Dozenten. Bei einem meiner Dozenten durfte ich beispielsweise eine mündliche Prüfung, die einige Wochen vor Rio angesetzt war, nach den Olympischen Spielen machen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Für das Bachelorstudium habe ich insgesamt zehn statt der vorgesehenen sechs Semester gebraucht. Ich habe Anfang des Jahres meine Bachelorarbeit abgegeben und werde jetzt im kommenden Semester in den Master einsteigen.

Welche sportlichen und akademischen Ziele haben Sie sich für Zukunft vorgenommen?
Zunächst möchte ich bei den Halleneuropameisterschaften in Belgrad auf den Punkt da sein und meine Leistung abrufen. Weiteres Ziel ist die Weltmeisterschaft diesen Sommer in London. 2018 finden dann die Europameisterschaften im eigenen Land, in Berlin, statt – das wird besonders aufregend. Dort möchte ich ganz vorne mitlaufen. Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020. Bei den vergangenen Olympischen Spielen habe ich es bis in das Halbfinale geschafft. 2020 wäre ich gerne im Finale.

Akademisch möchte ich den Master bis etwa 2021 abschließen. Ich hoffe auf einen reibungslosen Wechsel: Ich beende meine sportliche Karriere und steige in das Berufsleben ein. Aber ich weiß, dass das Leben nicht zu 100 Prozent planbar ist.

Pamela Dutkiewicz tritt am 3. März bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften an. Wir drücken die Daumen!

Die Vorläufe strahlt der Fernsehsender Eurosport 2 (Pay-TV) aus. Die Ausstrahlung des Finales um 19.55 Uhr ist über den Fernsehsender Eurosport dann frei empfangbar.

 



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