Kurze Filme drehen, kleine Radiobeiträge bauen oder die Bruchrechnung spielerisch am Computer erlernen – all das gehört mittlerweile für viele Schulkinder zum Alltag. Besonders für Jungen und Mädchen mit Behinderungen kann es wichtig sein, sich durch Medien auszudrücken oder mit ihnen zu lernen. Wie Kameras, Mikrofone oder das Internet sinnvoll an Förderschulen oder im Gemeinsamen Unterricht eingesetzt werden können, soll auf der Tagung »Anschluss statt Ausschluss« erarbeitet werden.
Medienbildung mit Menschen mit Behinderung stellt ein hoch aktuelles Thema dar. Die UN-Behindertenrechtskonvention spricht ihr erhebliches Potenzial für die Umsetzung gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu. Gerade die technologischen Entwicklungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass die Arbeit mit digitalen Medien ein selbstverständlicher Teil schulischer Bildung geworden ist. Dennoch existieren weiterhin erhebliche Herausforderungen. Das gilt für Wissenschaft und Forschung ebenso wie für die Bildungspraxis an Förderschulen und im Gemeinsamen Unterricht.
Nachdem die Bedeutung des Themas immer stärker in den Fokus der Bildungspolitik rückt, soll ein Austausch darüber erfolgen, wie inklusive Medienbildung konkret umgesetzt und noch stärker verankert werden kann. Dies soll auf den Ebenen der Wissenschaft, der Bildungsinstitutionen und der Technik erfolgen. Ziel der Tagung ist es, innovative Praxiskonzepte vorzustellen, um damit auch den wissenschaftlichen Diskurs voranzutreiben. Außerdem soll sie zur Vernetzung bestehender Angebote an Förderschulen und im Gemeinsamen Unterricht, wie auch in außerschulischen Bildungsangeboten beitragen. Die Konferenz, die die Fakultät Rehabilitationswissenschaften gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen ausrichtet, richtet sich an Lehrkräfte und Therapeuten von Förderschulen und von allgemeinen Schulen, Erzieherinnen und Erzieher, Studierende der Rehabilitationswissenschaften, der Erziehungswissenschaften und der Medienwissenschaften, Medienpädagogen und Medienpädagoginnen sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Rehabilitations-, Erziehungs- und Medienwissenschaften. Hier gelangen Sie zum detaillierten Programm und zur Anmeldung.
Veranstaltungsstart: 23.03.2012 09:00
Veranstaltungsende: 23.03.2012 17:00
Veranstaltungsort: Hörsaal I, Emil-Figge-Straße 50
Veranstaltungsart: Fachtagung/Kongress