„Wir fragen nicht, was die Kulturhauptstadt für uns tun kann, sondern was wir für die Kulturhauptstadt tun können“, erklärte Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), die Motivation für die Tagung „Metropole im Wandel“ zur Vergangenheit und Zukunft des Ruhrgebiets, die das KWI am 11. Januar und 12. Januar 2010 auf der Zeche Zollverein veranstaltet hat.
Unmittelbar im Anschluss an die offizielle Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 schlugen Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur einen Bogen vom historisch einzigartigen Ruhrrevier zum notwendigen Paradigmenwechsel einer kohlenstoffarmen Metropole, die eine Innovationsallianz aus Unternehmen, Politik und Bürgergesellschaft erfordert. Das KWI ist bereit, im Rahmen der UAMR an der Gestaltung der vom Initiativkreis Ruhr geplanten „Innovation City“ an Ruhr und Emscher – die zum Abschluss der Tagung vorgestellt wurde – mitzuwirken und deren kulturelle Grundlagen wissenschaftlich auszuloten.
Unter den Referenten waren Prof. Dr. Nebojsa Nakicenovic, IIASA/Laxenburg, TU Wien, Prof. Dr. Claus Leggewie, KWI, Prof. Dr. Friedrich Lenger, z. Zt. Kulturwissenschaftliches Kolleg, Konstanz, Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, Direktor des Ruhr Museums, Prof. Dr.-Ing. Eberhard Jochem, Fraunhofer Institut für System– und Innovationsforschung, Karlsruhe, Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, TU Dortmund, Dr. Stefan Lechtenböhmer, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Alfred Oberholz, Koordinator des Projekts „Innovation City“, Essen, Prof. Dr. Jürgen Reulecke, Universität Gießen, Prof. Dr. Barbara Welzel, TU Dortmund, Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner, KWI, Prof. Dr. Klaus Tenfelde, Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Jens Gurr, Universität Duisburg-Essen.